Schnell und effizient studieren, das wollen die meisten Studenten. Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Viele Studenten kennen nur zu gut, was eine neue Untersuchung als "studienbezogene Lern- und Arbeitsstörungen" bezeichnet.
Aufschieben und ausweichen - das scheinen beliebte Manöver im Lernalltag zu sein. Rund 60 Prozent der befragten Studenten berichten davon, dass sie Wichtiges liegenlassen und lieber Nebensächliches erledigen. Fast ebenso viele klagen über Konzentrationsschwierigkeiten und leichte Ablenkbarkeit.
Die Forscherinnen Karin Schleider und Marion Güntert von der Pädagogischen Hochschule Freiburg warnen in der aktuellen Ausgabe der "Beiträge zur Hochschulforschung" davor, solche Probleme in der Selbstorganisation zu unterschätzen.
"In der Konsequenz verschlechtern sich die Lern- und Arbeitsleistungen betroffener Studierender maßgeblich, sowie häufig auch die sozialen Beziehungen", schreiben sie. "Als Spätfolge kann es zu lang andauernden Unterbrechungen und schließlich zum Studienabbruch kommen."
Was aber löst die Störungen aus? Zu Stress führt das Studium erwartungsgemäß vor allem dann, wenn es um Noten geht. Als Auslöser für die lästigen Lernpannen nennt fast jeder zweite Befragte die Vorbereitung von mündlichen Prüfungen oder Klausuren.
Auf anderen Social Networks posten:
Das ist das Problem. Die jungen Leute merken, dass es in Wirklichkeit nicht um den Sinn der Sache geht. Sondern um unsinnige Quälerei. Als würde man bei der Fühererscheinprüfung durchfliegen, weil man nicht weiß, wie ein [...] mehr...
Wie ich aus einem persönlichen Coaching berichten kann, geht die Aufschieberitis mit einer Beweiseritis einher. Denn um die Zeit des Leerlaufs wieder aufzuwerten, bedarf es eines Kraftaktes (bei dem auch noch viel Adrenalin [...] mehr...
Das interessiert die Entscheidungsträger nicht weil Schulen mitlerweile wie Unternehmen gesehen werden. Hauptsache die Zahlen stimmen. Eine einfache aber kostenintensive Lösung wäre die Schülerzahl pro Klasse auf max. 20 zu [...] mehr...
Das kenne ich anders, sofern Selberdenken in der Schule gefragt war (das Glück hatte ich damals - daher trotz Lernfaulheit beste Noten). Im dummerweise falsch gewählten naturwissenschaftlichen Studium, das ich danach kurz [...] mehr...
Ich habe mich schon sehr früh während meiner Schulzeit gegen die Uni entschieden. Ich bin nach der 12ten trotz eines Durschnitts von 2,8 von der Schule gegangen und habe das ABI nicht gemacht weil mir eben diese stumpe, nackte [...] mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik UniSPIEGEL | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Studium | RSS |
| alles zum Thema Psychologie | RSS |
© UniSPIEGEL 5/2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH