Andererseits: Das Renommee der deutschen Wissenschaft ist so schlecht nicht, die Ingenieur-Ausbildung weltweit angesehen, die Studiengebühren sind im Vergleich etwa zu Universitäten anderswo überschaubar. Und dann ist da in Philosophie und den Geisteswissenschaften noch der Abglanz von Dichterfürsten wie Goethe oder Schiller, von Denkern wie Hegel, Kant oder Max Weber.
Es gibt also für ausländische Studenten gute Gründe für und einige gegen ein Auslandsjahr oder gar ein ganzes Studium in Deutschland. Hinzu kommen die landläufigen kulturellen Vorurteile: Die Teutonen - sind sie alle pünktlich, pingelig und humorlos, lieben Sauerkraut, Würste und Bier, tragen Socken in Sandalen?
Die Statistik sagt: Deutschland ist nach den USA und Großbritannien eines der beliebtesten Gastländer für Studiennomaden. Seit 1998 hat sich die Zahl der ausländischen Studenten mehr als verdoppelt. Jeder achte Student ist Ausländer, fast eine Viertelmillion war 2008 an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Chinesen stellen mittlerweile mit zehn Prozent die größte Gruppe, besonders beliebt ist Deutschland obendrein bei Polen, Bulgaren und Russen.
Schwierig ist für die Deutschland-Neulinge oft der Start. UniSPIEGEL hat eine Holländerin und einen Syrer, eine Griechin und eine Polin gefragt, wie sie die Deutschen sehen. Was sie lieben und was sie nicht leiden können, erzählen sie auf den nächsten Seiten.
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