Bei Studienkrediten sollten Studenten genau darauf achten, wie hoch die Zinsen jeweils sind. Wie unterschiedlich die Sätze ausfallen können, zeigt ein aktueller Vergleich der Zeitschrift "Finanztest".
Wer etwa 300 Euro monatlich und über drei Jahre aufnimmt, zahlt bei der günstigsten Variante am Ende 3400 Euro weniger zurück als bei der teuersten. Die Zinssätze klaffen dabei sehr weit auseinander: Mit 3,72 Prozent Effektivzins ist der Kredit der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) der günstigste, den teuersten Kredit verkauft den Studenten die Deutsche Bank mit einem Zins von 7,73 Prozent. Den Vergleich stellte die Stiftung Warentest an. Insgesamt hat sie 42 Kreditinstitute und ihre Finanzierungsmodelle für Studenten untersucht.
Studenten sollten aber auch vergleichen, ob der Zinssatz für die gesamte Dauer des Studiums fest oder variabel ist. So kann auch das günstige KfW-Darlehen am Ende teurer als Konkurrenzprodukte werden, wenn der Zins schwankt. Einen heftigen Zinssprung erlebten Studenten etwa auf dem Höhepunkt der Finanzkrise, als auch der jetzt als am günstigsten getestete KfW-Kredit kurzzeitig auf glatte sieben Prozent anstieg. Und steigen könnte der Zins auch zukünftig auf bis zu 8,35 Prozent.
Studienkredite nehmen in Deutschland nach wie vor nur wenige Studenten in Anspruch. Dagegen jobben zwei von drei Studenten für ihren Lebensunterhalt. Etwa jeder Fünfte verlässt sich zumindest zum Teil auf die Studentenstütze nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz Bafög. Dass die Ausbildungsförderung bei denen, die sie bekommen, weit beliebter ist als die Kredit-Variante liegt auf der Hand: Das Bafög ist zinslos und muss nur bis maximal zur Hälfte des Gesamtbetrags zurückgezahlt werden. Wer sich dagegen mit einem Studienkredit behilft, der startet oft mit mehreren Tausend Euro Schulden ins Berufsleben.
Wichtigste Geldquellen sind nach wie vor Eltern, Job und Bafög
Vor der Schuldenlast warnt darum Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen. Ein Studienkredit entspanne vielleicht das Studentenleben, solle aber nicht zu üppig ausfallen. "Wer sich zu einer besonders hohen Darlehensaufnahme verleiten lässt, dem droht Überschuldung bereits in jungen Jahren", sagte Görner in "Finanztest".
Aus einer Studie des Deutschen Studentenwerks und des Bundesbildungsministeriums, der 19. Sozialerhebung, geht hervor, dass sich bislang nur jeder zehnte Gebührenzahler an die Studienkredite herantraut. Wichtigste Geldquelle sind nach wie vor die Eltern, von denen fast 90 Prozent der Studenten Geld bekommen. Im Durchschnitt geben die Eltern ihren Kindern 445 Euro monatlich.
Eine zusätzliche Option kann ein Kredit sein, allerdings sind nicht alle Angebote transparent und günstig. In den vergangenen Jahren hatten Stiftung Warentest zufolge die meisten Banken dem allgemeinen Zinsniveau folgend ihre Studienkredite billiger gemacht. Lediglich die DKB erhöhte die Zinsen. Überregionale Anbieter für Studienkredite gibt es nur wenige, dagegen böten viele regionale Institute, vor allem die Sparkassen, die Darlehen für Studenten an.
Derzeit werden drei Typen von Krediten angeboten. So gibt es Darlehen zur Finanzierung des Lebensunterhalts, für die Studiengebühren und für das Examen. "Finanztest" empfiehlt, bei der Auswahl eines Kredits umfassend zu vergleichen. So bieten die Landesförderbanken mehrerer Bundesländer sehr günstige Darlehen zur Begleichung der Studiengebühren. Für die Endphase des Studiums wiederum gibt es teils zinslose Examenskredite der Studentenwerke.
jon/cht/AFP
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Also ich weiß ja nicht woher die Stiftung Warentest Ihre Zahlen zum Studentenkredit hernimmt, aber mein Studentenkredit bei der Deutschen Bank hat einen effektiven Zinssatz von 5,9% p.A. mehr...
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