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Infografik zu Abschlussprüfungen: Technik-Studenten vermasseln es am häufigsten

"Nicht bestanden": Vier Prozent aller Studenten sind 2014 durch ihre Abschlussprüfung gerasselt. Die Infografik der Woche zeigt, in welchen Fächern die Prüflinge besonders oft durchfielen - und wo fast alle bestehen.

Statista, SPIEGEL ONLINE

Für die meisten Prüflinge war das vergangene Jahr ein erfolgreiches: Von insgesamt 480.161 Abschlussprüfungen an deutschen Hochschulen wurden nur 19.658 nicht bestanden - eine Durchfallquote von 41 je 1000 Prüfungen. Wie die Infografik der Woche von Statista und SPIEGEL ONLINE zeigt, lagen einige Fächer aber weit von diesem Durchschnitt entfernt.

Der Vergleich umfasst alle Fächer mit mindestens tausend Abschlussprüfungen im Jahr 2014. Besonders niedrig waren die Durchfallquoten vor allem bei Medizinern und Lehramtsstudenten, am höchsten bei den Studenten in technischen Fachrichtungen. So endeten im Bereich Chemie-Ingenieurwesen und Chemietechnik 124 von 1000 Prüfungen ohne Abschluss, in der Energietechnik 118 und in den Werkstoffwissenschaften 117.

Ebenfalls relativ hohe Durchfallquoten hatten die Fächer Mechatronik, Bauingenieurwesen, Informatik und Maschinenbau. In absoluten Zahlen finden sich unter den Durchgefallenen besonders viele Studenten aus der Betriebswirtschaftslehre - 1891 Prüfungen wurden dort nicht bestanden. Vergleicht man diese aber mit den geglückten Abschlüssen, dann ist die Durchfallquote doch sehr durchschnittlich.

Am erfolgreichsten waren hingegen die Prüflinge in der Zahnmedizin. Nur 0,4 von je 1000 Abschlussprüfungen gingen hier daneben. Nur etwas mehr waren es in der Grundschul- und Primärstufenpädagogik (1 von 1000), in der Allgemeinmedizin (2 von 1000) und im Fach Soziale Arbeit (4 je 1000). Besonders in der Allgemeinmedizin ist so eine niedriger Quote bemerkenswert - bei insgesamt knapp 16.400 Prüfungen im vergangenen Jahr.

Als Abschlussprüfung werden in der Auswertung des Statistischen Bundesamts Bachelor- und Masterabschlüsse ebenso erfasst wie Promotionen, universitäre Abschlüsse, Lehramtsprüfungen und Fachhochschulabschlüsse. Allein auf Bachelor- und Masterstudiengänge entfielen 72 Prozent der Abschlussprüfungen.

Gerade Bachelorstudenten rasselten besonders häufig durch. Bei 67 von 1000 Abschlussprüfungen lautete die Bewertung "endgültig nicht bestanden". Beim Master lag die Durchfallquote nur noch bei 9 von 1000. Noch erfolgreicher waren lediglich die Promotionsstudenten, die insgesamt rund 28.000 Prüfungen ablegten und davon nur 11 nicht bestanden.

Vergleicht man die Durchfallquote verschiedener Gruppen, fallen vor allem Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Studierenden auf. Bei Männern liegt der Anteil nicht bestandener Prüfungen bei 57 je 1000, bei Frauen dagegen nur bei 25 je 1000. Beiden gemeinsam ist aber, dass sich die Durchfallquote in den vergangenen Jahren erhöht hat.


Mehr Infografiken der Woche finden Sie auf der Themenseite.

Andreas Grieß (Statista)/che

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 114 Beiträge
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1. Naturwissenschaften sind eben keine Laberfächer
SvenMeyer 01.10.2015
In vielen Fächern kann man sich so durchlabern und in den Medizinischen Fächern bekommt man ja schon für ein 40 Seiten Heften einen "Dr." wohingegen in den Naturwissenschaften eher ein Buch nach 4 Jahren Arbeit üblich ist.
2. Einfach 'mal überlegen, warum das so ist
Mertrager 01.10.2015
?.. Bevor wieder über Herrn Winterkorn hergezogen wird.
3.
doppelpost123 01.10.2015
Jetzt geht wieder das Getrete los - toll. #1 macht schon den Anfang. Auch Jahre nach dem Studium kann ich es immer noch nicht verstehen, warum man andere angreifen muss, um sich selbst zu überhöhen.
4. Durchfallquoten
thomas310 01.10.2015
An der ETH-Zürich erreichen die Durchfallquoten beispielsweise im ersten Jahr 50% in sämtlichen Bachelorstudiengängen. Verglichen dazu sind die deutschen Unis Wohlfühlzonen...
5.
Goimgar 01.10.2015
Der Geschlechter Vergleich sagt rein gar nichts aus, da er scheinbar nicht über die Verteilung auf die Fächer geglättet würde. Klingt doof ist aber nun mal Faktum das Frauen eher halbseidende Fächer wie Pädagogik oder Grundschullehramt studieren während es in den besonders schweren Fächer wie Maschinenbau, E-technik und Informatik eher mau aus sieht.
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