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Aktkalender von Tiermedizinern: "Ganz normale Handhabungstechnik für Schafe"

Ein Interview von

Tiermediziner-Kalender: Viel Fisch, viel Haut Fotos
House of Cameo

Schafe, Kälbchen, nackte Studenten: In ihrem Aktkalender setzen angehende Veterinäre der Uni Sydney ihre Forschungsobjekte kunstvoll ein. Absolventin Kara Altman erklärt, warum Arbeitgeber sich die Bilder gerne ansehen dürfen.

ZUR PERSON
  • Kara Altman
    Kara Altman, 21, hat gerade ihre letzte Prüfung als Tiermedizinerin an der Universität Sydney abgelegt. Demnächst startet sie in den Beruf.
SPIEGEL ONLINE: Euer Kalender "Under the Overalls" ist einer von Hunderten studentischen Aktkalendern. Was ist so besonders an diesem?

Altman: Tatsächlich hat der Aktkalender eine lange Tradition, auch bei den Tiermedizinern an unserer Uni. Wir wollten aber kreativer und verspielter sein als die Jahrgänge vor uns. Wir haben einen professionellen Fotografen dazugenommen und lange über die Motive gesprochen. So ist die Idee entstanden, unsere Tiere als Sichtschutz zu nehmen.

SPIEGEL ONLINE: Das sind Eure Tiere?

Altman: Die Hunde und Katzen zumindest. Der tote Fisch natürlich nicht, den haben wir auf einem Markt gekauft. Die Lamas und die Schafe gehören unserem Institut.

SPIEGEL ONLINE: Die Schafe, mit denen sich die drei Kommilitonen bedecken, schauen auf dem Bild etwas gequält drein.

Altman: Wir arbeiten seit vier Jahren mit den Tieren, das ist eine ganz normale Handhabungstechnik für Schafe. Wir haben uns bei diesem Bild aber bemüht, nur ganz wenige Aufnahmen zu machen, damit sie nicht so lange aufrecht sitzen müssen. Bei dem Sprung ins Wasser mit dem Fisch brauchten wir dagegen zehn Versuche. Plus Probesprünge davor und Abtrocknen zwischendurch. (Hier geht es zu den Aufnahmen)

SPIEGEL ONLINE: Wie ist es denn, seine Kommilitonen nach vier Jahren Studium ohne Laborkittel zu sehen?

Altman: Erst ziemlich seltsam. Um das Titelbild im Sonnenaufgang machen zu können, fingen wir schon um 5 Uhr morgens an. Und plötzlich standen wir alle nackt voreinander. Dank der Tiere wurde es aber urkomisch.

SPIEGEL ONLINE: Dank der Tiere?

Altman: Ja, wir waren so konzentriert darauf, dass sie richtig stehen. Aber versuch mal, einen Hund eine halbe Stunde lang still zu halten! Da deckt er endlich alles Wichtige ab und dann läuft er einfach davon.

SPIEGEL ONLINE: Ihr fangt demnächst alle als Tierärzte an. Habt ihr keine Angst, dass eure neuen Arbeitgeber einen falschen Eindruck von euch bekommen?

Altman: Nein, eigentlich nicht. Die Aktkalender gibt es ja schon lange. Ich glaube eher, dass wir unsere künftigen Arbeitgeber auch schon nackt gesehen haben.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 37 Beiträge
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1. Darauf hat die Welt gewartet!
ronmartin 23.10.2014
Noch so ein peinlicher, oberspießiger Halbnacktkalender. Was soll das?
2. Ausziehen
hektor2 23.10.2014
Meine Güte! Muss sich denn jetzt jede Berufsgruppe irgendwie blöd in Pose setzen?
3. Ein Teil ..
derPelle 23.10.2014
der Bilder sind peinlich. Der andere billig und geschmacklos. Ich glaube nicht daß die Schafe und der Fisch den Spaß an den Aufnahmen teilen konnten.
4. Warum nicht?
udlinger 23.10.2014
...nachdem ich einen Moment darüber nachgedacht habe, stellt sich mir die Frage: Warum nicht? Liebe Sittenwächter und Neidhammel, entspannt Euch...
5. Ziemlich geschmacklos
hermes69 23.10.2014
Vorallem die Bilder mit den toten Fischen. Aber hey, bloß nicht kritisieren.
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