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Auslaufmodell Studiengebühren: Wo die Bezahl-Bastionen fallen

Von Britta Mersch und

Da waren es nur noch drei: Bei der Hamburg-Wahl werden sich, so sieht es aus, die Studiengebühren-Gegner von SPD und Grünen durchsetzen. Dann müssen Studenten bald nur noch in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen zahlen. SPIEGEL ONLINE zeigt, wie das Bezahlstudium zum Auslaufmodell wird.

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DDP

Proteste gegen die Campusmaut: Immer mehr Länder schaffen die Gebühren ab

Zehntausende Studenten demonstrierten und streikten, Professoren verabschiedeten Resolutionen, Bundesländer und Bundesregierung stritten erbittert miteinander, Verfassungsrichter mussten entscheiden. Kaum etwas hat in den vergangenen Jahren für mehr Aufregung an den Hochschulen gesorgt, hat Bildungspolitiker so aufgebracht wie die Frage: Sollen Studenten für ihr Studium bezahlen?

Sieben Bundesländer beantworteten sie mit einem klaren Ja. Sie führten Gebühren für das Erststudium ein, trotz massiven Widerstands, seit das Bundesverfassungsgericht das Gebührenverbot kippte. Jetzt, sechs Jahre später, sieht es allerdings so aus, als stürbe das Bezahlstudium einen langsamen Tod: Ein Bundesland nach dem anderen schafft die Gebühren wieder ab.

Und an diesem Sonntag wird wohl die nächste Bastion des Bezahlstudiums fallen.

Dann wählt Hamburg eine neue Bürgerschaft - und alle Umfragen zeigen: Auch dort werden die Gebührengegner aller Voraussicht nach künftig eine Mehrheit haben. Sowohl SPD und Grüne als auch die Linke wollen die Campusmaut abschaffen.

SPIEGEL ONLINE analysiert die Lage in den Gebührenländern und zeichnet das Siechtum der Studiengebühren nach: Wo müssen die Studenten nicht mehr zahlen? Wo werden sie noch immer zur Kasse gebeten? Und wo steht das Ende des Bezahlstudiums kurz bevor?

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1. .
Uncle_Sam 18.02.2011
Wer sagt denn, dass die Grünen die Studiengebühren abschaffen wollen in BW? Bisher haben sie noch nichts dazu gesagt, was wohl bedeutet, dass die Studiengebühren auch nach einem Wahlsieg von ihnen bleiben werden. Schade!
2. Mit STudiengebühren gewinnt man keine Wählerstimme
sponleser_2011 18.02.2011
Schön zu sehen, dass Proteste auch tatsächlich was bewirken können! Mit den Studiengebühren machen sich die Politiker ja auch nur Feinde: Die Studenten sowieso, aber auch deren Eltern (evtl. auch Großeltern) aus allen Schichten, die die Gebühren übernehmen müssen oder zumindest erleben, wie ihren Kindern diese Belastung zuteil wird. Selbst Eltern mit kleineren Kindern geht das Thema an, da ja jeder hofft, der Sohnemann oder das Töchterchen wird dereinst studieren. Insgesamt kann man sich also nur Feinde machen. Ein Wunder, dass die Gebühren in anderen Ländern so beständig bestehen bleiben.
3.
Osis, 18.02.2011
In NRW hat es ja auch NICHTS gebracht. Weder in Lehre noch in Ausstatttung hat sich spürbar was verändert. Gelegentlich stand irgendwo mal dran "Wurde mit Gebühren finaziert"... An einem Beamer oder Lautsprechern die eh gebraucht werden... Von daher: Höchste Zeit, dass der Irrsinn aufhört...
4. IN NRW natürlich mit .........
Bravofox 18.02.2011
Seit wann muß in NRW keine Studiengebühren bezahlt werden ? Das ist auch so eine Lüge der SPD/B90/GRÜN/Linke NRW-Regierung
5. Dumme Steuer und sonst nichts!
Benjowi 18.02.2011
Es ist mit den Studiengebühren wie schon immer vermutet gelaufen und wie es mit allem läuft, was dieser Gierstaat in die Hände bekommt: Die Länder haben damit Löcher gestopft, die normalerweise aus dem Etat zu finanzieren gewesen wären (Heizung, Umbauten ....z.B.) und haben das eigentlich dafür notwendige Geld in so nette Dinge wie "Bankenrettung" und Ähnliches versenkt. Somit sind die Studiengebühren nur noch eines: Eine zusätzliche Steuer, die ärmeren Talenten den Weg verbaut und so die wertvollsten Ressourcen, die dieses Land hat mindert. Wenn man dann das ach so reiche Bayern anschaut, das ja als eines der wenigen Länder noch Gebühren erhebt, erlebt man, dass damit zwar der Haushalt des Freistaats entlastet wird, das freigewordene Geld aber in Milliardenbeträgen in Richtung "Länderfinanzausgleich" und damit in die Länder ohne Studiengebühren entschwindet. Auch in dieser Hinsicht ein klassischer Schuss ins Knie-die schlimmste Folge aber ist zweifellos die reale Behinderung der Bildung!
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