Bafög-Ratgeber: Ran ans Geld von Vater Staat

Von Martin Wohlrabe und

Bafög macht das Leben leichter - sobald man den Papierkrieg geschafft hat. Zunächst aber kämpfen Studenten mit Fristen, Formblättern, Kontoauszügen, Steuererklärungen. Der Bafög-Ratgeber erklärt die verzwickten Regeln und zeigt, wie es mit der staatlichen Stütze klappt.

Seit Anfang Oktober bekommen Studenten mehr Bafög. Nach sechs mageren Jahren stieg der monatliche Höchstsatz um zehn Prozent, immerhin ein Inflationsausgleich. Die Förderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz, von dem sich das schlankere Kürzel Bafög herleitet, beschert zur einen Hälfte ein zinsloses Darlehen, zur anderen Hälfte rückzahlungsfreie Förderung - also halb geschenkt.

Doch vor die staatliche Finanzspritze setzt der Gesetzgeber eine Vermögensprüfung. Am Ende kommt durch Freibeträge und angerechnetes Vermögen meist ein ziemlich krummer Betrag heraus - und manchmal auch ein lächerlich kleiner, denn ausgezahlt wird bis zu einer Untergrenze von zehn Euro monatlich. Die mögliche Höchstfördersumme allerdings ist stattlich: 643 Euro pro Monat.

Mit 331.000 Empfängern im Jahresdurchschnitt 2007 ist das Bafög die erfolgreichste und beliebteste Form der staatlichen Studienfinanzierung, weit vor den Studienkrediten der Länder oder der KfW.

Mitunter müssen Studenten als Antragsteller ein halbes Jahr ausharren, wenn ihre Unterlagen in einem der 34 Studentenwerke schleppend bearbeitet werden. Schuld daran sind nicht zwangsläufig tranige Mitarbeiter der Ämter. Denn die haben sich das Gesetzeswerk nicht ausgedacht, und viel liegt an den höchst komplizierten Regeln, die beachten muss, wer die blassgrünen Formulare jedes Jahr aufs Neue ausfüllt.

Wie zufrieden Studenten mit ihren Ämtern sind, soll die aktuelle Bafög-Umfrage "Studentenbarometer" zeigen. Bereits vor einem Jahr hatte Marktforschungsinstitut Team Steffenhagen Studenten befragt. Ihre Urteile fielen sehr unterschiedlich aus; am besten schnitten die Berater in Chemnitz und Göttingen mit einer Zwei vor dem Komma ab. Manche andere Ämter streiften beinahe die Note fünf.

Ob es mit dem Berater klappt, ist Glückssache - und eine Frage der Vorbereitung. SPIEGEL ONLINE beantwortet die wichtigsten Fragen: Wie viel darf ich verdienen? Was dürfen meine Eltern haben? Was passiert, wenn ich das Fach wechsle? Und was haben meine Geschwister mit meinem Bafög zu tun? Vor dem Studium, mittendrin und danach - ein Überblick.

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