In Großbritannien besetzten Studenten ihre Hochschulen und gingen zu Zehntausenden auf die Straße; in Italien riefen sie zu Massenprotesten auf, in Irland blockierten sie gar das Parlamentsgebäude. Europas Studenten scheinen derzeit vereint im Protest gegen die Kürzungen an ihren Hochschulen.
Die nationenübergreifende Bewegung irrt nicht: Wie drastisch die Sparmaßnahmen fast überall auf dem Kontinent sind, verdeutlicht nun eine Studie der European University Association (EUA), aus der der "Tagesspiegel" zitiert. Es gibt demnach kaum ein EU-Land, das nicht im Bildungssektor kürzt:
Eine "große Unsicherheit" sei zu spüren, schreiben die Autoren, die zwei Jahre lang die Auswirkungen der Finanzkrise auf Europas Hochschulen untersucht hatten. Ihr Ergebnis: Vor allem die Lehre leide unter den Einsparungen.
Einzig für Frankreich und Deutschland finden die Forscher auch Lob. Die Regierungen dieser beiden Länder, heißt es in der Studie, würden sich dem Trend widersetzen und weiter in Bildung investieren.
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© UniSPIEGEL 1/2011
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