Vorübergehend im Ausland studieren - dafür entscheiden sich immer mehr deutsche Studenten. Das Erasmus-Programm der Europäischen Union hat noch nie zuvor so viele junge Deutsche ins Ausland geschickt wie im Hochschuljahr 2009/2010: rund 29.000 Teilnehmern. Das seien etwa 1000 Studenten mehr als im Vorjahr, teilte der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) mit.
Da die Studenten größtenteils aus den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen stammten, habe die sogenannte Bologna-Reform offenbar keine negativen Auswirkungen auf die Mobilität der Hochschüler.
Erst vor wenigen Wochen hatte eine andere Studie allerdings das Gegenteil nahegelegt: Bachelor-Studenten würden deutlich seltener einen Auslandsaufenthalt absolvieren als ihre Kommilitonen in den alten Studiengängen, zu diesem Schluss kam eine Untersuchung des Hochschul-Informations-Systems (HIS) im Auftrag der Bundesregierung und des deutschen Studentenwerks (DSW).
Die aktuellen Erasmus-Zahlen zeigen jetzt außerdem, dass durch das Programm 2805 deutsche Dozenten an einer ausländischen Hochschule lehren können und dass 525 Hochschulvertreter Weiterbildungsmaßnahmen im Ausland absolvierten.
Studenten können mit dem Programm Universitäten in 31 europäischen Ländern besuchen. Die beliebtesten Länder für ein Auslandsstudium seien dabei Spanien, Frankreich und Großbritannien. Am reiselustigsten waren demnach die Angehörigen der Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften.
otr/dapd
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik UniSPIEGEL | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Studium | RSS |
| alles zum Thema Auslandsstudium | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH