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Praxisnaher Bachelor: Studenten sollen enger mit Firmen zusammenarbeiten

Erstsemester in Kassel (Archiv): Stärkerer Zuschnitt auf Arbeitsmarkt Zur Großansicht
picture alliance / dpa

Erstsemester in Kassel (Archiv): Stärkerer Zuschnitt auf Arbeitsmarkt

Kooperationen zwischen Unis und Wirtschaft, längere Praxisphasen im Studium: Bachelor-Studenten sollen mehr Erfahrungen in Unternehmen sammeln, haben die europäischen Bildungsminister beschlossen.

Bachelor-Absolventen seien nicht fit genug für den Arbeitsmarkt, monieren Unternehmen immer wieder. Das soll sich nun ändern: Hochschulen sollen stärker mit Unternehmen zusammenarbeiten. Zudem sollen sie Studiengänge anbieten, die praxisnaher sind. Darauf haben sich die europäischen Bildungsminister auf ihrer zweitägigen Konferenz im armenischen Eriwan geeinigt.

Durch mehr Praxis soll das Studium stärker auf den Arbeitsmarkt zugeschnitten werden. Auch Bachelor-Absolventen müssten "arbeitsmarktfähig werden für sich rasch verändernde Arbeitsmärkte, die von technischer Entwicklung und neuen Berufsbildern geprägt sind", heißt es im Abschluss-Kommuniqué, aus dem die "Süddeutsche Zeitung" zitiert.

Der stellvertretende Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Holger Burckhart, hält Kooperationen mit der Wirtschaft oder auch längere Praxisphasen für sinnvoll. "Aber die Hochschule muss sich kritische Distanz zu Begehrlichkeiten der Industrie bewahren. Es geht um akademische Bildung: Wir wollen keine Roboter produzieren", sagte er der Zeitung.

Erst vor Kurzem sorgte eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zur Praxistauglichkeit von Bachelor-Absolventen für Aufsehen. Der Umfrage zufolge sind weniger als die Hälfte aller Unternehmen mit den Absolventen zufrieden. Vor acht Jahren waren das noch mehr als zwei Drittel aller Firmen.

kha/dpa

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insgesamt 31 Beiträge
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1. Ba
dickebank 15.05.2015
Dann sind Berufsakademien Hochschulen ... Wenn Hochschulen nicht mehr entsprechend dem Stand der Wissenschaft bzw.der Forschung lehren sondern sich am Stand der Technik orientieren, um "Studierende" besser auf die betriebliche Praxis vorzubereiten, dann sind sie staatliche ausbildungseinrichtungen. Folglich müssten die Berufsoberschulen und höheren Berufsfachschulen Hochschuleinrichtungen sein.
2. Och Joh!
Dr.Watson 15.05.2015
Was eine an der realen Praxis orientierte Ausbildung mit wissenschaftlich orientierter Hochschulbildung der Universitäten zu tun haben soll, verschließt sich mir völlig! Für die praxisorientierte Ausbildung gab und gibt es schon seit Jahrzehnten die FH's! Ich bin gegen jede Verwässerung unseres Bildungswesen und auch gegen jede Abschaffung altbewährter "Meister" Ausbildungen!
3. Hochschule Mosbach
smartphone 15.05.2015
diese Namensanmaßungen sehen sie überall .... Das warund ist eine Betriebsakademie , die mit 100 EDUC weit eine FH ( 180 ) und eine TH (300 ) kilometerweit verfehlt. Sog "Fachkräfte" liefert nur eine Uni , TH ,TU --- die Mitbeachtung von Dipl.-Ing können Sie mittlererweile quer druch Deutschland sehen . Kaum Innovation ( ein(e) guter Mann/Frau kostet ) .Das Wegbrechen ganzer Märkte ist schon vollzogen bzw steht kurz bevor .... Das geht von Solar bis Drohnentechnik ....
4. Das universitäre System...
mardy 15.05.2015
...ist gerade dabei sein eigentliches Ziel, die Vorbereitung auf die F&E, komplett zu verfehlen. Die Ausrichtung nach den Bedürfnissen der Industrie führt mittelfristig zu einem Totalversagen der deutschen Forschungslandschaft. Die Lawine wurde durch Bologna ausgelöst und hat das Tal noch lange nicht erreicht. Das volle Ausmaß der Bildungskatastrophe wird in 20 Jahren sichtbar sein.
5.
al3x4nd3r 15.05.2015
Was machen die europäischen Bildungsminister in Armenien? Das ist doch ganz klar in Asien, östlich der Türkei. Es geht nicht um akademische Bildung! Als Naturwissenschaftler möchte ich einen Praxisbezug haben: Anwendungen! Lieber Roboter als Arbeitsloser.
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