Aufstand gegen Rechtsextreme: Bruderkampf der Burschenschafter

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Liberale Burschenschafter brechen das Gesetz des Schweigens - und attackieren ihre rechtsextremen Verbandsbrüder in bislang ungekannter Offenheit. Der Machtkampf in der Deutschen Burschenschaft steht vor der Entscheidung.

Burschentag in Eisenach (2011): Mit dem Burgfrieden ist es vorbei Zur Großansicht
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Burschentag in Eisenach (2011): Mit dem Burgfrieden ist es vorbei

Die Zeit des Burgfriedens ist vorbei, liberal-konservative und rechtsextreme Burschenschafter bekämpfen sich jetzt offen - und mit bislang ungekannter Härte. Es ist weit mehr als ein gewöhnlicher Richtungskampf, der da in der Deutschen Burschenschaft tobt, jenem Dachverband mit seinen rund 120 Bünden und knapp 10.000 Burschenschaftern. Die liberaleren Burschenschafter scheinen diesmal fest entschlossen, den rechtsextremen Auswüchsen im Verband Einhalt zu gebieten. Und sie kämpfen mit offenem Visier.

Mehr als 300 meist angesehene Burschenschafter - darunter auch frühere Spitzenpolitiker - haben sich zu einer beispiellosen Aktion entschlossen: Öffentlich greifen sie in einem Aufruf einen führenden rechtsextremen Funktionär des Dachverbands scharf an und verlangen dessen Rücktritt.

Der Aufruf ist ohne Beispiel: Denn kaum etwas ist Burschenschaftern so wichtig wie Verschwiegenheit und Geschlossenheit nach außen. Zwar beschwören die fechtenden Akademiker eine offene Streitkultur, doch ihre Konflikte tragen sie sonst intern aus.

Warum die liberaleren Burschenschafter ihr Schweigen brachen

Anlass für den aktuellen Affront war die Hetze eines hohen Funktionärs im Dachverband, über die SPIEGEL ONLINE berichtete: Der Chefredakteur der Verbandszeitung "Burschenschaftliche Blätter", Norbert Weidner, hatte den evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer gegen die NS-Diktatur, Dietrich Bonhoeffer, öffentlich als Landesverräter bezeichnet - sowie dessen Verurteilung "rein juristisch" als "gerechtfertigt". Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Weidners Verbindung "Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn" war es auch, die schon im vergangenen Jahr mit ihren rassistischen sogenannten Ariernachweis-Anträgen für einen Eklat gesorgt hatte.

Diesem Treiben wollten die liberaleren Burschenschafter nicht länger schweigend zusehen. In ihrem Aufruf (hier als pdf) verurteilen sie die Äußerungen Weidners "auf das Schärfste". Weidner habe nicht nur das Ansehen Bonhoeffers, sondern auch das der damals im Widerstand befindlichen Burschenschafter geschädigt. "Diese Äußerungen eines hohen Funktionsträgers der Deutschen Burschenschaft sind inakzeptabel und unanständig."

Auch auf die Vergangenheit Weidners als "langjähriger Funktionär und Aktivist der später verbotenen Neonazi-Partei FAP" wird in dem Aufruf hingewiesen. Zwar brauche sich niemand der "politischen Korrektheit" zu unterwerfen, und der Dachverband sei "auch offen für demokratische Rechte". Aber Weidner habe "die politischen und moralischen Grenzen klar überschritten, die der burschenschaftliche Grundsatz der Ehre setzt".

Die Unterzeichner wollen Weidner nicht länger in einer einflussreichen Position dulden - und die Leitung der Verbandszeitschrift dürfte das wirkungsmächtigste Amt sein, das die Deutsche Burschenschaft zu vergeben hat. Wenn Weidner nicht freiwillig zurücktrete, müsse er unverzüglich vom Verbandsrat entlassen werden, fordern die Liberaleren.

Der Streit tobt seit Jahren, jetzt eskaliert er

Selbst Experten können sich nicht an eine derartige Auseinandersetzung erinnern. "Dass Burschenschafter öffentlich so vehement gegen einen anderen Burschenschafter Stellung beziehen, ist außergewöhnlich, wenn nicht gar ein Novum", sagt etwa Alexandra Kurth, Politologin von der Uni Gießen.

Dabei ist der Dachverband schon seit Jahrzehnten tief gespalten. Auf der einen Seite steht die Burschenschaftliche Gemeinschaft (BG), ein Zusammenschluss von mehr als 40 deutschen und österreichischen Bünden. Er wurde vor mehr als 50 Jahren gegründet, um völkische und damit offen rassistische Positionen durchzusetzen. Mittlerweile besetzt die BG wichtige Schlüsselstellen im Dachverband. Ihre Stärke bezieht sie aus ihrer inneren Geschlossenheit.

Auf der anderen Seite stehen die liberaleren Bünde, die noch die Mehrheit in der Deutschen Burschenschaft stellen dürften. Sie haben es bislang nicht geschafft, die Rechtsextremen in Schach zu halten. Stattdessen haben viele Dutzend Bünde den Dachverband aus Abscheu verlassen. Denn eigentlich liegt einem Burschenschafter nur der eigene Bund wirklich am Herzen. Der Dachverband hat für viele nur Bedeutung, weil er etwa die historisch wichtigen Liegenschaften an der Wartburg im thüringischen Eisenach unterhält.

Zu den Liberaleren gehört auch Friedrich Engelke, Alter Herr der Rostocker Obotritia. Auch er hat den Aufruf unterschrieben. Er spricht über seine Freude darüber, dass die "konservativ-liberale Seite des Verbands schnell und substantiell zu einem massiven Protest zusammengefunden hat". Die Äußerungen Weidners nennt Engelke eine "Ungeheuerlichkeit", die Konsequenzen nach sich ziehen müsse. Er hält Weidner für "untragbar". Und der 62-Jährige macht klar, dass ein harter Kampf droht: "Ich rechne damit, dass Weidner nahestehende Funktionäre versuchen werden, die verbandsinterne Verfolgung der Angelegenheit zu unterbinden."

Wie die Rechtsextremen sich formieren

In der Tat sammeln nun auch die Rechtsextremen im Dachverband ihre Truppen. So zirkuliert unter Burschenschaftern ein offenes Schreiben eines Weidner-Unterstützers, dessen Sprache und Inhalt stark an die Methoden der militanten Rechten erinnert. In dem Brief "an alle ehrenfesten deutschen Burschenschafter" ist von einer "niederträchtigen Hetzkampagne" gegen Weidner die Rede, ein "feiger Angriff", der auch noch von "Intriganten" und "im Windschatten der Feindpresse" geführt werde.

"Norbert Weidner hat sich nichts vorzuwerfen!", schreibt der Autor. Die Aktion der Liberalen bezeichnet der Verfasser als "widerdemokratische Zusammenrottung". Prominente Vertreter des liberalen Flügels werden namentlich angegriffen, teils ihre Arbeitgeber genannt. Der Brief endet mit einer Drohung: "Gebt den Lumpen die burschenschaftliche Antwort!"

Auch der eigentlich dafür zuständige Pressereferent der Deutschen Burschenschaft will die derart aufgeheizte Atmosphäre nicht dementieren. Er kann ihr sogar etwas Positives abgewinnen. "Wir freuen uns, dass wir nach mehreren Jahren nicht mehr nur als monolithischer Block wahrgenommen werden", sagt Michael Schmidt. Die Äußerungen über Bonhoeffer entsprächen nicht der Meinung der Verbandsspitze. Zwar lehne der Verband den "weitverbreiteten Versuch der Errichtung von Denkverboten im Rahmen politischer Korrektheit" ab, die Meinungsfreiheit ende jedoch erstens dort, wo das Strafrecht den Rahmen setze. Und zweitens müsse sich jeder seiner Verantwortung für den Verband bewusst sein.

Wie sich der scharfe Konflikt zwischen den verfeindeten Lagern lösen ließe, vermag Schmidt nicht zu sagen. Zwar könne der Burschentag in Eisenach - das Parlament der Deutschen Burschenschaft - Ende Mai über die Absetzung eines Funktionsträgers entscheiden. Doch angesichts der knappen Mehrheitsverhältnisse sei die weitere Entwicklung schwer vorherzusehen.

Nun deutet alles auf einen großen Showdown auf dem Burschentag hin. Dort könnte sich entscheiden, ob die Deutsche Burschenschaft endgültig zum Zirkel rechtsextremer Sektierer wird - oder diese in den Griff bekommt. Die Zeiten, in denen in Eisenach unter dem medialen Druck von außen mühsam Kompromisse zwischen Liberalen und Rechtsextremen gefunden wurden, scheinen jedenfalls vorüber.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 124 Beiträge
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1. vergebens
box-horn 20.04.2012
Zitat von sysopDPALiberale Burschenschafter brechen das Gesetz des Schweigens - und attackieren ihre rechtsextremen Verbandsbrüder in bislang ungekannter Offenheit. Der Machtkampf in der Deutschen Burschenschaft steht vor der Entscheidung. Aufstand*gegen Rechtsextreme - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,828752,00.html)
Es ist kein "Machtkampf". Es ist maximal der Aufstand der schweigenden Mehrkeit gegen eine lautstarke Minderheit. Bemerkenswert ist daran nur, daß das anscheinend zunehmend in der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Die damit vermutlich verbundene Hoffnung, daß das gegen die Burschenschaften einmal von den Alt68ern gesprochene Verdikt "alles Rechtsradikale" damit fallen würde, dürfte vergebens sein.
2.
regald 20.04.2012
Erstens schreibt der Artikel "die Leitung der Verbandszeitschrift dürfte das wirkungsmächtigste Amt sein, das die Deutsche Burschenschaft zu vergeben hat." Das ist nicht korrekt, das wirkungsmächtigste Amt ist die Vorsitzende Burschenschaft bzw. deren Vorsitzmannschaft, und gerne auch mal der Rechtsausschuss (das "Verbandsgericht") der Deutschen Burschenschaft. Zweitens benennt der Artikel Frau Dr. Alexandra Kurth als Expertin. Frau Dr. Kurth hat sich zwar intensiv mit der Geschichte von Studentenverbindungen und Männerbünden auseinandergesetzt und entsprechend publiziert, für eine taugliche Einschätzung der aktuellen Vorgänge innerhalb der Deutschen Burschenschaft wie einzelnen Burschenschaften mangelt es ihr aber erfahrungsgemäß am notwendigen Insiderwissen. Beste Grüße, ein Protest-Unterzeichner
3. aha
shatreng 20.04.2012
Zitat von sysopDPALiberale Burschenschafter brechen das Gesetz des Schweigens - und attackieren ihre rechtsextremen Verbandsbrüder in bislang ungekannter Offenheit. Der Machtkampf in der Deutschen Burschenschaft steht vor der Entscheidung. Aufstand*gegen Rechtsextreme - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,828752,00.html)
"liberale Burschenschaften" ja ne is kla... was für ein perverses Verständnis von Liberalismus muss man bitte haben, um diese rückwärtsgewanten Männerbünde als liberal zu bezeichnen.
4. Spiegel und Burschenschaften
e-f-v 20.04.2012
Scheinbar sind die Burschenschaften und ihre Querelen mittlerweile zu einem Lieblingsthema des Spiegel geworden. Denkt eigentlich noch jemand nach, ob die Aufregung noch in einem vernünftigen Verhältnis zum Auslöser steht? Hier hat jemand einen Leserbrief im Nachrichtenblatt der eigenen Burschenschaft veröffentlicht, die vielleicht 100 Mitglieder hat. Hier von "öffentlich" zu sprechen, ist leicht überzogen. Außerdem ist dieser Brief zweieinhalb Seiten lang, aber es wird immer nur ein einziger Satz daraus zitiert. Dass Weidner den Widerstand gegen das NS-Regime dezidiert gutgeheißen hat, lese ich hier nie. Dies zu akzeptieren, würde nämlich den Schluss nach sich ziehen, dass der Mann kein Neonazi oder Rechtsextremist sein kann. Hier eine etwas andere Sicht der Dinge: Political Correctness: Deutsche Burschenschaft erneut unter Beschuss | Unzensuriert.at (http://www.unzensuriert.at/content/008072-Political-Correctness-Deutsche-Burschenschaft-erneut-unter-Beschuss)
5.
ajf00 20.04.2012
Zitat von e-f-vScheinbar sind die Burschenschaften und ihre Querelen mittlerweile zu einem Lieblingsthema des Spiegel geworden. Denkt eigentlich noch jemand nach, ob die Aufregung noch in einem vernünftigen Verhältnis zum Auslöser steht? Hier hat jemand einen Leserbrief im Nachrichtenblatt der eigenen Burschenschaft veröffentlicht, die vielleicht 100 Mitglieder hat. Hier von "öffentlich" zu sprechen, ist leicht überzogen. Außerdem ist dieser Brief zweieinhalb Seiten lang, aber es wird immer nur ein einziger Satz daraus zitiert. Dass Weidner den Widerstand gegen das NS-Regime dezidiert gutgeheißen hat, lese ich hier nie. Dies zu akzeptieren, würde nämlich den Schluss nach sich ziehen, dass der Mann kein Neonazi oder Rechtsextremist sein kann. Hier eine etwas andere Sicht der Dinge: Political Correctness: Deutsche Burschenschaft erneut unter Beschuss | Unzensuriert.at (http://www.unzensuriert.at/content/008072-Political-Correctness-Deutsche-Burschenschaft-erneut-unter-Beschuss)
Warum kann jemand der den Widerstand gutgeheissen hat kein Neonazi oder rechtsextremer sein? Die Rechtsextremisten koennen sich doch durchaus auch untereinander streiten, sehe nicht, warum das nicht gehen sollte.
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Begriffe
Alter Herr/Hohe Dame
Verbindungsmitglied im Berufsleben, finanziert durch seine Beiträge die Aktivitäten der Korporation. Wird auch "Philister" genannt.
Bierkrank
Ausdruck für Studenten, die nicht mehr trinken wollen oder können.
Bierverschiss
Verweis für Teilnehmer einer –> Kneipe.
Bummel
Offizieller Spaziergang durch die Stadt, dabei wird die –> Couleur angelegt.
Conkneipant/Kneipschwanz
Mitglied, das laut Verbindungssatzung eigentlich nicht aufgenommen werden darf, wegen besonderem Interesse oder besonderer Verdienste aber dabei sein soll. Wurde früher auch "Kneipschwanz" genannt.
Couleur
Farben der Verbindung, werden als Band, –> Zipfel oder Mütze getragen.
Fux/Fuchs
Neumitglied im ersten Jahr, Status endet mit der Burschenprüfung.
Kneipe
Traditionelle Studentenfeier mit strengem Ablaufplan, in der festlicheren Variante "Kommers" genannt.
Pauken/Mensur
Studentische Fechtkunst bei schlagenden Verbindungen. Verletzungen im Gesicht sind möglich, die Narben heißen "Schmiss" und waren früher Statussymbole.
Stiftungsfest
Gründungsjubiläum, wird mit festlichem Ball und Kommers gefeiert.
Zipfel
Schmuckanhänger in –> Couleur, tauschen befreundete Bundesbrüder und -schwestern miteinander.
Zirkel
Symbol einer Verbindung, enthält mehrere Buchstaben in ausgeschmückter Handschrift, Abschluss bei aktiven Mitgliedern mit einem Ausrufezeichen.

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Die Deutsche Burschenschaft ist der älteste und größte Dachverband von rund 120 Mitgliedsbünden. Wie kam es dazu, dass er heute von Rechtsextremen bestimmt wird?
Fünfziger und sechziger Jahre
Die damals relativ wenigen großdeutsch denkenden Bünde kämpften vergeblich dafür, österreichische Burschenschaften aufzunehmen, die mehrheitlich völkische Aufnahmekriterien hatten. Die Liberal-Konservativen hingegen wollten die Pflicht zur Aufnahmemensur abschaffen - ein Affront für die Rechtsextremen. Der Verband war handlungsunfähig.
Siebziger Jahre
1971 schlossen die Liberal-Konservativen einen fatalen Kompromiss: Sie akzeptierten den völkischen Vaterlandsbegriff, der auch österreichischen Bünden die Aufnahme ermöglicht. Dafür stimmten die anderen für die Abschaffung der Pflichtmensur.
Kompromiss mit Folgen
Mit diesem "historischen Kompromiss" sorgten die Liberal-Konservativen selbst für ihre schleichende Marginalisierung: Die Verfechter des Blut- und Bodenrechts wurden mächtiger, denn die neuen österreichischen Bünde gehörten ja zu ihnen. Weil jeder Bund auf den Burschentagen das gleiche Stimmengewicht hat, ist es unerheblich, dass viele österreichische und - nach der Wiedervereinigung - ostdeutsche Mitgliedsbünde sehr klein sind.
Ruck nach rechts
Viele der oft mitgliederstarken liberal-konservativen Bünde verließen den Verband, der dadurch noch weiter nach rechts rückte. Die Jenaer Urburschenschaften sind allesamt ausgetreten. In Gießen gab es einmal vier Mitgliedsbünde, heute noch einen, die Dresdensia-Rugia - deren Bundesbruder Arne Schimmer sitzt für die NPD im sächsischen Landtag. Die Folge: Der Rechtsaußen-Flügel besetzt inzwischen alle Schlüsselpositionen des Verbands und bekommt für Anträge quasi ausnahmslos eine Mehrheit.
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