Campus-Wörterbuch: Das kleine Uni-ABC

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3. Teil: Von F wie Fachschaft bis H wie Hörsaal

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Fachschaft

Ähnlich wie früher die Schülervertretung. Fachschafter sitzen gern auf Sperrmüll-Sofas, trinken Kaffee und geben Studenten Rat bei Problemen im Studienalltag. Wer hartnäckig nachfragt, bekommt auch Tipps, welche Professoren besser zu meiden sind, weil sie launisch sind oder in Prüfungen unberechenbare Fragen stellen.

Forschungssemester

Professoren müssen Studenten ausbilden, aber auch selbst Forschung betreiben. Im Idealfall geht beides Hand in Hand. Hin und wieder dürfen Professoren für ein ganzes Semester die Last der Seminare, Prüfungen und Gremiensitzungen abwerfen und sich der reinen Wissenschaft widmen - selbst hartnäckige Hörsaal-Verweigerer, Forschungsnieten und andere akademische Tiefflieger.

Fußnote

Belegstelle für ein Zitat. Diese Technik beim wissenschaftlichen Arbeiten lernt man in Einführungen und Proseminaren. Ist das Prinzip durchschaut, scheint alles ganz einfach: Autor, Titel, Verlagsort, Jahr und Seitenzahl. Dennoch verzweifeln viele Studenten an den Ausnahmeregeln für Aufsätze, Bibliographien oder Sammelbände. Wie überall im Studium gilt: Übung macht den Meister.


Globalhaushalte

Instrument zur Hochschulfinanzierung: Universitäten bekommen von der Landesregierung nicht mehr abgezähltes Geld für jeden Fachbereich, sondern können über die Verteilung weitgehend selbst bestimmen. Das Ziel ist klar: Die Selbstverantwortung der Hochschulen soll gestärkt werden.

Grundstudium

Knochenmühle des Studiums. In den ersten Semestern lernt man die wichtigsten wissenschaftlichen Techniken und die Grundlagen des Fachs. Das ist meist mit viel Arbeit, kniffligen Klausuren und Prüfungen verbunden. Im Hauptstudium werden die erlernten Techniken angewandt und verfeinert.


Habilitation

Letzte Hürde auf dem Weg zur Professur. Sie besteht aus einer Abhandlung ("opus magnum"), der Doktorarbeit vergleichbar, und einer Fragestunde durch die Professoren der Fakultät. Die rot-grüne Bundesregierung versuchte, die Habilitation bundesweit durch Juniorprofessuren zu ersetzen, um den Ausbildungsweg zu verkürzen und selbstständigeres Arbeiten zu ermöglichen. Einige Bundesländer und das Verfassungsgericht spielten aber nicht mit. (Siehe auch: Dissertation, Assistent, Cum laude)

Hilfskraft (auch Hiwi)

An den Fachbereichen gibt es immer reichlich zu tun. Kopieren, Kaffee kochen, Koffer schleppen - das ist der klassische Dreikampf studentischer Hilfskräfte. Außerdem dürfen die Hiwis Bücher aus Bibliothek holen, Post sortieren, Vorlesungen vorbereiten. Und so nebenher einen Blick hinter die akademischen Kulissen werfen. Empfehlen kann man sich dafür durch enormen Eifer in Proseminaren. Die Jobs als Packesel der Wissenschaft sind aber oft miserabel bezahlt.

Hörsaal

Bevorzugter Veranstaltungsort mit Klappstühlen und kleinen Tischen. Die Bilder ähneln sich überall: Vorn steht der Dozent und spricht von Lautverschiebungen oder Molekülen. In den engen Hörsaalbänken drängeln sich unterdessen viel zu viele Studenten. Mitunter klagen sie über das Touristenklasse-Syndrom, können auf Stützstrümpfe gegen die Thrombosegefahr jedoch getrost verzichten. Denn nach eineinhalb Stunden lockt schon die Cafeteria.

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