Immer mehr Deutsche studieren im Ausland: 2010 waren knapp 127.000 deutsche Studenten an ausländischen Hochschulen eingeschrieben. Das waren 10.500 oder neun Prozent mehr als im Jahr davor, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Darunter sind sowohl Studenten, die nur für ein oder zwei Semester ins Ausland gingen, als auch jene, die ihr komplettes Studium fern der Heimat absolvierten.
Im Jahr 2000 waren die Studenten noch weniger mobil: Damals zog es lediglich 52.200 Deutsche in ein anderes Land, auf 1000 deutsche Studenten an hiesigen Hochschulen kamen 32 deutsche Studenten im Ausland. 2010 waren es 64. Insgesamt wuchs zwischen 2000 und 2010 die Zahl der Studenten in Deutschland um rund 300.000 auf fast zwei Millionen. Im Wintersemester 2012/13 waren hier sogar knapp 2,5 Millionen Studenten eingeschrieben.
An den beliebtesten Zielländern änderte sich zwischen 2009 und 2010 nichts:
In diesen drei Ländern studierte somit mehr als die Hälfte aller deutschen Auslandsstudenten.
Die im Ausland gewählten Fächer unterscheiden sich je nach Land erheblich: In Australien studieren fast sechs von zehn (58 Prozent) deutschen Studenten Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, in Ungarn dagegen fast drei Viertel (71 Prozent) Humanmedizin. In Frankreich beschäftigt sich jeder zweite deutsche Student mit der Fächergruppe "Sprach- und Kulturwissenschaften, Sport".
Auch deutsche Hochschulen ziehen immer mehr Studenten aus anderen Ländern an: Mittlerweile hat fast jeder zehnte Absolvent an deutschen Hochschulen einen ausländischen Pass.
fln/dpa
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