Von Katrin Elger und Jan Friedmann
8. Dezember 1964
Studenten im kalifornischen Berkeley erkämpfen sich Redefreiheit auf dem Campus.
17. April 1965
Marsch auf Washington - erste große Studentendemonstration gegen den Vietnam-Krieg.
1. Dezember 1966
Bildung der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD in Bonn.
10. Dezember 1966
Rudi Dutschke ruft zur Bildung einer "Außerparlamentarischen Opposition" auf.
1. Januar 1967
Gründung der Kommune I in West-Berlin.
2. Juni 1967
Beim Besuch des Schahs von Persien kommt es zu Protestaktionen. In West-Berlin wird der Student Benno Ohnesorg von dem Polizisten Karl-Heinz Kurras erschossen.
20. Juni 1967
In West-Berlin treten rund hundert Studenten für ihren nach der Anti-Schah-Demonstration inhaftierten Kommilitonen Fritz Teufel in einen Hungerstreik.
26. September 1967
Heinrich Albertz, Regierender Bürgermeister von West-Berlin, tritt im Zusammenhang mit dem Tod Ohnesorgs zurück.
14. Oktober 1967
Studenten demonstrieren auf der Frankfurter Buchmesse gegen den Axel-Springer-Konzern.
1. November 1967
Gründungsversammlung der "Kritischen Universität" im Audimax der FU Berlin.
9. November 1967
Bei der feierlichen Rektoratsübergabe an der Uni Hamburg kommt es zum Protest gegen die Ordinarienuniversität ("Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren").
1./2. Februar 1968
In der Nacht werden in verschiedenen Filialen des Springer-Konzerns Fenster eingeworfen; Flugblätter fordern: "Enteignet Springer".
17./18. Februar 1968
Internationaler Vietnam-Kongress an der TU Berlin; 12.000 Vietnam-Kriegsgegner demonstrieren in der West-Berliner Innenstadt.
2./3. April 1968
Brandanschläge auf zwei Kaufhäuser in Frankfurt. Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Thorwald Proll und Horst Söhnlein werden tags darauf wegen Verdachts der Brandstiftung festgenommen.
4. April 1968
Der schwarze Bürgerrechtler und Friedensnobelpreisträger Martin Luther King wird in Memphis, Tennessee, ermordet.
11. April 1968
Studentenführer Rudi Dutschke wird bei einem Mordanschlag in West-Berlin schwer verletzt. Das Attentat führt in vielen Teilen der Bundesrepublik zu Demonstrationen und teilweise blutigen Auseinandersetzungen mit der Polizei; in München gibt es zwei Tote.
11. bis 18. April 1968
Osterunruhen: Zehntausende gehen in West-Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Essen und anderen Städten auf die Straße. Das Attentat auf Dutschke löst weltweit Proteste aus, so in Amsterdam, Prag, Brüssel, Wien, Bern, Zürich, Paris, London, Rom, Tel Aviv, New York und Toronto.
11. Mai 1968
Gegner der Notstandsgesetzgebung unternehmen einen Sternmarsch auf Bonn, 60.000 Teilnehmer; in Paris Höhepunkt der Maiunruhen, Straßenschlachten im Quartier Latin.
30. Mai 1968
Der Bundestag verabschiedet eine Notstandsverfassung.
13. Juni 1968
Die Vollversammlung des Otto-Suhr-Instituts der Berliner FU beschließt die von den Studenten geforderte drittelparitätische Institutssatzung.
5. März 1969
Gustav Heinemann (SPD) wird zum Bundespräsidenten gewählt.
26. März 1969
Die Bundesregierung stellt die Zuschüsse für den Verband Deutscher Studentenschaften ein, da sich dieser immer mehr zu einem "revolutionären Kampfverband" entwickle.
15. bis 18. August 1969
Rockfestival in Woodstock, Höhepunkt der Hippie-Bewegung.
21. Oktober 1969
Willy Brandt wird zum Bundeskanzler gewählt; Bildung der sozial-liberalen Koalition.
19. Dezember 1969
Der Film "Easy Rider", ein Kultfilm der 68er-Generation, wird in der Bundesrepublik uraufgeführt.
21. März 1970
Selbstauflösung des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS).
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