Studentengruppe für Sexpraktiken: Fifty Shades of Harvard

Über 400 Studentengruppen gibt es an der altehrwürdigen Elite-Uni Harvard, doch noch keine hat die Gemüter so erhitzt wie "Munch": Die Gruppe will Sexpraktiken wie Sadomasochismus thematisieren - und wurde jetzt offiziell von der Hochschule anerkannt.

Altehrwürdige Elite-Uni Harvard: Der Campus ist um eine Studenteninitiative reicherZur Großansicht
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Altehrwürdige Elite-Uni Harvard: Der Campus ist um eine Studenteninitiative reicher

Cambridge - Diskussionen über Peitschen, Seile, Knebel und ihre Anwendung könnten demnächst in den altehrwürdigen Mauern der Elite-Uni Harvard, der ältesten Hochschule der USA, geführt werden. Die Uni hat die Initiative offiziell anerkannt, die ein Forum für Anhänger von Sadomasochismus und anderen alternativen Sexpraktiken bieten will.

"Unsere Anerkennung zeigt, dass wir ernst genommen werden", zitierte die Campuszeitung "The Harvard Crimson" einen der Gründer. Vor über einem Jahr hatten sieben Mitglieder angefangen, sich informell zu treffen. Mittlerweile zählt die Gruppe rund 30 Mitglieder. "Munch" erfülle ein Bedürfnis, das ansonsten am Campus nicht thematisiert werde, so die Gruppe.

An der Uni ist die Initiative derzeit jedenfalls Thema Nummer eins, hitzige Diskussionen ranken sich um die Anerkennung der SM-Gruppe. Dabei gehen die Meinungen weit auseinander: In "The Harvard Crimson" sprechen die einen von einer "wirklich coolen" Aktion der Universität und von einer Gruppe, die nicht mehr Aufhebens verdient als eine soziale Initiative. Laut Campus-Magazin haben viele Studenten ihre Unterstützung für die Gruppe zum Ausdruck gebracht. Ein anonymer Befürworter meint gar: "Es ist eine interessante Gelegenheit, darüber zu sprechen, was sexuelle Perversion überhaupt bedeutet."

Andere wettern dagegen, es seien "Grenzen überschritten worden". Die Anerkennung der Gruppe werde nur ähnliche, wenn nicht noch extremere Gruppen in der Gemeinschaft hervorbringen.

Nach der offiziellen Anerkennung durch den Ausschuss für studentisches Leben gehört Munch zu den rund 400 unabhängigen Studentengruppen von Harvard. "Munch" hat außerdem ein "Sicherheitsteam" gegründet, das Missbrauchsopfern oder von einem Trauma Betroffenen Hilfe bieten soll.

mia/dapd

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insgesamt 8 Beiträge
11adrian 05.12.2012
Wenn es denn der Wissenschft dient und die Menschheit voran bringt.....
Wenn es denn der Wissenschft dient und die Menschheit voran bringt.....
Gaiwa 05.12.2012
"An der Uni ist die Initiative derzeit jedenfalls Thema Nummer eins" Wohl kaum. Das Ganze wird einfach in den Medien mehr gepushed, weil das entsprechende mommy porn Buch halt relativ bekannt und erfolgreich ist. Da [...]
"An der Uni ist die Initiative derzeit jedenfalls Thema Nummer eins" Wohl kaum. Das Ganze wird einfach in den Medien mehr gepushed, weil das entsprechende mommy porn Buch halt relativ bekannt und erfolgreich ist. Da war Sex and the Ivy schon ein größeres Ding, als die Bloggerin eine Beziehung mit ihrem deutschen TA angefangen und über jede Menge Sex und in the US illegale Aktivitäten geschrieben hat (Alkohl verschaffen, falsche Ausweise ect.). Ich find das immer so ernüchternd, wenn internationale Medien alle möglichen Themen zum Highlight und Gesprächsthema #1 stilisieren wenns vor Ort kaum jemanden interessiert. Höchstens die Frage ob das ganze bei Yale auch als Anerkennung gefunden hätte ;p... aber dann hätte mans halt nicht als offizeille Studentengruppe gemacht, Problem gelöst. Viel heiße Luft einfach.
autocrator 05.12.2012
mal abgesehen davon, dass man das verhältnis der US-gesellschaft zum thema sexualität bestenfalls als gestört berzeichnen könnte ... ist diese studentengruppe höchst begrüßenswert: fakt ist, dass das menschliche grundbedürfnis [...]
mal abgesehen davon, dass man das verhältnis der US-gesellschaft zum thema sexualität bestenfalls als gestört berzeichnen könnte ... ist diese studentengruppe höchst begrüßenswert: fakt ist, dass das menschliche grundbedürfnis nach sex (auch unmd gerade nach dem nicht auf fortpflanzung zielgerichteten sex, also die "lust"-befriedigung) gesellschaftlich noch immer in der jungsteinzeit stecken geblieben ist. während andere menschliche grundbedürfnisse, z.b. das nach nahrung oder reinlichkeit zu großartigen zivilisatorischen leistungen in den unterschiedlichsten kulturen geführt haben, kam der sex nie über ein paar simple werkzeuge ("dildo"), einer an den gesellschaftlichen rand abgedrängte rotlicht-szene, und 2 oder 3 bücher standardliteratur (kamasutra, joy of sex) hinaus. verglichen mit z.B. dem Essen entspricht unser umgang mit sex ungefähr der kulturleistung, als wenn man mit einer keule bewaffnet einen hasen im wald erschlägt, häutet und roh aufessen würde. - Kein vergleich mit einem kaninchen provençale mit ausgelassener butter und einer orangen-thymian-sauce ... angesichts der erheblichen risiken, die mikt sex verbunden sind - und damit sind nicht nur riskante SM-praktiken gemeint, sondern auch überbevölkerung, AIDS und sonstige geschlechtskrankheiten, oder die "nebenwirkungen" des rotlicht-milieus wie drogen, zuhälterei, gewalt und ehekrisen, - also angesichts dieser risiken ist eine "*zivilisierung von sex*" dringend notwendig! dazu kann diese studentengruppe einen beitrag leisten. Mehr und besseres wäre dringend nötig.
c.PAF 05.12.2012
Hm, wie ich das verstehe, wird da kein SM-Swingerclub aufgezogen, sondern eine Diskussionsgruppe. Wo soll jetzt da das Problem sein?
Zitat von sysopÜber 400 Studentengruppen gibt es an der alterwürdigen Elite-Uni Harvard, doch noch keine hat die Gemüter so erhitzt wie "Munch": Die Gruppe will Sexpraktiken wie Sadomasochismus thematisieren - und wurde jetzt offiziell von der Hochschule anerkannt. Elite-Universität Harvard erkennt Studentengruppe für Sexpraktiken an - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/elite-universitaet-harvard-erkennt-studentengruppe-fuer-sexpraktiken-an-a-871022.html)
Hm, wie ich das verstehe, wird da kein SM-Swingerclub aufgezogen, sondern eine Diskussionsgruppe. Wo soll jetzt da das Problem sein?
stammeskrieger 05.12.2012
Auch Spiegel online. Irgendwo in der Welt stehen Menschen für ein freies und unreglementiertes Leben ein. Und promt finden sich andere Menschen die etwas dagegen haben. Was für eine Hammermeldung....
Auch Spiegel online. Irgendwo in der Welt stehen Menschen für ein freies und unreglementiertes Leben ein. Und promt finden sich andere Menschen die etwas dagegen haben. Was für eine Hammermeldung....
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  • Dienstag, 04.12.2012 – 23:52 Uhr
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