Ausreden fauler Studenten: Willkommen in Phrase zwei

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Mit Floskeln und Phrasen kommen Studenten in ihren Hausarbeiten ziemlich weit. SPIEGEL ONLINE zeigt, wie unsere Leser in wissenschaftlichen Arbeiten Strecke machen - und gewieft verschleiern, dass sie keine Lust oder keine Ahnung haben.

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Entspannt in die Semesterferien: Es darf wieder gefloskelt werden

Semesterferien! Die Seminare sind vorbei, die meisten Klausuren geschrieben, nur die letzten Hausarbeiten harren noch ihrer Fertigstellung. Allerdings verbringen viele Studenten die vorlesungsfreie Zeit lieber in der Kneipe, am Strand oder auf dem Sofa. Kurz vor dem Abgabetermin packt sie dann die Panik: Wie um Himmels willen soll ich binnen weniger Tage eine Arbeit zusammenkloppen, die sich mit einigem Glück als "ausreichend" bewerten lässt?

So kommen jedes Semester wieder unzählige Texte zustande, die vor Floskeln und Phrasen nur so strotzen. Vor wenigen Wochen hatte der UniSPIEGEL die absurdesten und dreistesten zusammengesucht und vorgestellt. Unsere Leser schickten uns daraufhin Dutzende E-Mails mit weiteren Ausflüchten fauler Studenten und Doktoranden, sie posteten sie auf unserer Facebook-Seite und berichteten von skurrilen Prüfungssituationen.

Ein Geschichtsstudent schrieb, er habe seine Hausarbeit nie abgegeben, bei seinem Professor aber das Gegenteil behauptet. Der Hochschullehrer ließ sich überzeugen, dass er die Arbeit verschludert haben musste - und der Student bekam noch einmal zwei Wochen, um eine neue Version abzugeben.

Andere Leser schickten Uni-Phrasen, die sich zwar nicht in Hausarbeiten finden, mit denen man aber vor sich und seinen Freunden rechtfertigen kann, ein Seminar einfach mal Seminar sein zu lassen: "Wir waren doch gestern erst." Oder: "Einmal darf ich noch fehlen." Auch sehr schön: "Ich kauf mir das Buch und arbeite das dann auch wirklich durch. Da hab ich mehr von."

In Hausarbeiten und in mündlichen Prüfungen nützen Studenten und Doktoranden solche leicht zu durchschauenden Ausflüchte nichts. Hier sind Sätze gefragt, die verschleiern sollen, wie wenig sie wissen und wie lustlos sie gearbeitet haben.

Die besten Einsendungen der UniSPIEGEL-Leser finden Sie hier:

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1.
opa_samuel 13.03.2012
Solche Floskeln können doch nur in Arbeiten solcher Fächer vorkommen, in denen Arbeiten meistens (immer?) beinahe vollständig aus Floskeln bestehen.
2. ?
Freifrau von Hase 13.03.2012
Zitat von opa_samuelSolche Floskeln können doch nur in Arbeiten solcher Fächer vorkommen, in denen Arbeiten meistens (immer?) beinahe vollständig aus Floskeln bestehen.
Und was wollen Sie uns damit sagen? Dass es Fächer 1. und 2. Klasse gibt??
3. So kommen jedes Semester wieder unzählige Texte zustande, die vor Floskeln und Phrase
leopard2000 13.03.2012
Zitat von sysopCorbisMit Floskeln und Phrasen kommen Studenten in ihren Hausarbeiten ziemlich weit. SPIEGEL ONLINE zeigt, wie unsere Leser in wissenschaftlichen Arbeiten Strecke machen - und gewieft verschleiern, dass sie keine Lust oder keine Ahnung haben. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,819870,00.html
immer wieder Floskeln, alle abgeschrieben seit dem 19.Jahrhundert
4. was sind eigentlich Hausarbeiten?
gruenbonz 13.03.2012
Zitat von sysopCorbisMit Floskeln und Phrasen kommen Studenten in ihren Hausarbeiten ziemlich weit. SPIEGEL ONLINE zeigt, wie unsere Leser in wissenschaftlichen Arbeiten Strecke machen - und gewieft verschleiern, dass sie keine Lust oder keine Ahnung haben. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,819870,00.html
in welchen exotischen Fächern gibt es denn sowas? Vermutlich in Journalistik oder Soziologie? Erinnert stark an Hausputz, womöglich mit ähnlichen intellektuellen Anforderungen. Ich kenne Studienarbeiten, Projektarbeiten....
5.
tampong 13.03.2012
Zitat von opa_samuelSolche Floskeln können doch nur in Arbeiten solcher Fächer vorkommen, in denen Arbeiten meistens (immer?) beinahe vollständig aus Floskeln bestehen.
... eeehm, du sagts es: also IMMER. schon mal nen wissenschaftlichen text gelesen? ob hausarbeit, fach-buch oder nur zeitungsartikel; heutzutage will jeder intelligenter klingen als ers ist und am ende kommt nur anstrengendes gequassel dabei raus - is doch völlig normal und wird von den hochschulen auch so verlangt. in holland z.b. macht da wenigstens keiner son großen wirbel drum. mein prof dort meinte schon im ersten semester dass wir lernen müssen so viele adjektieve wie möglich zu benutzen da man sonst nie auf seine geforderten seitenzahlen kommt. am ende ersetzt man jedes adjektiv durch ein ausländisches (im optimalfall lateinisches) synonym und alle sind glücklich. so wenig information wie möglich so kompliziert wie möglich ausdrücken = intelligenz = positive zensur ...so wer möchte nun die fortan wiederkehrende diskussion über die tiefgreifende sinnlosigkeit des deutschen studiensystems beginnen? :P
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