Ungeachtet der quälend langsamen Fortschritte auf Uno-Ebene bemüht sich heute eine ganze Generation recht selbstverständlich darum, grüner zu leben. Viele junge Erwachsene organisieren ihr Leben ohne Auto, kaufen bewusster ein, zügeln den eigenen Konsum - und fordern ihre Mitmenschen auf, über ihren Ressourcenverbrauch nachzudenken.
Eine grüner werdende Arbeitswelt hat außerdem viele Studienfächer verändert: Architekturstudenten lernen heute eher als früher, Häuser energiesparend zu entwerfen. Ingenieure tüfteln nicht nur an Kerosin verfeuernden Flugzeugturbinen, sondern auch vermehrt an Windkraftanlagen, Stadtplaner denken zuerst an die Menschen und an geringen Ressourcenverbrauch, dann an den Autoverkehr - wenn sie ihn nicht gleich ganz aussperren.
Zur neuen Generation der pragmatischen Umweltschützer gehören auch 22 europäische Studenten, die von der Stadt Hamburg, der Firma Siemens und der HAW Hamburg zu Städte-Botschaftern ernannt wurden. Sie haben geholfen, eine Studie zur grünen Stadt der Zukunft durchzuführen, die Mitte der Woche vorgestellt wird. Dafür befragten sie in acht europäischen Ländern insgesamt gut 1000 junge Erwachsene zu Umwelt- und Zukunftsfragen.
Im UniSPIEGEL verraten zehn Vertreter der Generation grün, wofür sie Geld ausgeben, was ihnen wichtig ist - und welche Probleme in ihrer Heimat am meisten drängen.
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