Kaltes klares Wasser: US-Student nach Trinkwette im Koma
Nach einem Wett-Trinken einer Studentenverbindung ist ein 21-Jähriger aus Dallas zusammengebrochen. Zu sich genommen hatte er keinen Alkohol, sondern nur Wasser - davon aber so viel, dass der Wirtschaftsstudent ins Koma fiel.
Amerikanische Studentenverbindungen tragen meist griechische Namen und sind für ihre bizarren Sitten berüchtigt. Ein erheblicher Teil der Erstsemester an den US-Colleges landet in fraternities und sororities, die gern über die Stränge schlagen - zum Beispiel mit Trinkspielen, bei denen die Mitglieder ihre Alkohol-Füllhöhe testen. Wer nicht mitmacht, gilt als Außenseiter. Das Motto: Saufen, bis der Arzt kommt.
Trinken bis zum Koma: Selbst Wasser kann in großen Mengen lebensgefährlich sein
Von einer Wohnung außerhalb des Campus wurde der bewusstlose Wirtschaftsstudent am frühen Samstagmorgen ins Hospital gefahren. Wie viel Wasser genau er getrunken hatte, konnten die Ärzte zunächst nicht feststellen. Sie diagnostizierten eine Art Wasservergiftung, wie die Universitätszeitung "The Daily Campus" berichtete: Die großen Mengen führten zu einem Lungenödem sowie einer zu niedrigen Natrium-Konzentration im Blut. Die Ärzte beurteilten Currys Zustand als kritisch.
Der Vorfall soll nun näher untersucht werden. Vorläufig hat die Universität die Studentenverbindung erneut suspendiert - dabei wurde sie erst vor ein paar Monaten wieder auf dem Campus zugelassen, nachdem sie bereits im Jahr 2000 suspendiert worden war, ebenfalls wegen ihrer Aufnahmerituale. Hazing werden solche Rituale an amerikanischen Universitäten genannt und nach Kräften bekämpft. Und just am vergangenen Freitag hatte die Universität in Dallas ihre neuen "Anti-Hazing"-Regeln veröffentlicht - wenige Stunden später trank Braylon Curry sich ins Koma.
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