Von Julia Herrnböck
Florian Dahlmann, 27, Unternehmensberater - Russisch für die Familie
"Ich habe während meines BWL-Studiums ein Semester in Mexiko und eines in Brasilien studiert. Aber während eines Praktikums in Shanghai - da wollte ich auch noch Chinesisch lernen - habe ich meine jetzige Frau kennengelernt. Asel ist Russin und in Wahrheit auch der Grund, warum ich mich so sehr für Russland und die russische Sprache interessiere.
2007 habe ich dann ein Praktikum in Russland absolviert, vier Monate. Mit dem Hintergedanken, Russisch so nebenbei zu lernen. Was für ein Quatsch - nach drei Monaten war klar, dass das nicht geht. Selbst zweimal die Woche Privatunterricht war zu wenig.
Gerettet haben mich drei Monate Intensivsprachkurs in Moskau. Wir haben nämlich eine inzwischen zweijährige Tochter, und ich wollte nicht, dass sie später einmal denkt, ihr Papa sei blöd, weil er sie nicht versteht. Wir erziehen sie jetzt auf Deutsch, Englisch und Russisch.
Seit dem Studium bin ich als Unternehmensberater in Berlin tätig, aber mein Russisch brauche ich nur bedingt. Vielleicht einmal während einer Kaffeepause im Meeting. Mit meiner Frau und meiner Tochter telefoniere ich aber auf Russisch."
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