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23. Februar 2013, 19:47 Uhr

Studenten online

Warum wir kaum noch Zeitung lesen

Viele Printmedien sind moribund, einige Zeitungen schon tot: Es gab mal Zeiten, da gehörte die graue Papierrolle unterm Arm zum Campus-Style. Und heute? Acht Studenten erzählen, wann sie heute noch Gedrucktes in die Hand nehmen.

Hooshang Samin, 23, studiert Maschinenbau

"Ich hab mir ein paar Apps runtergeladen, SPIEGEL ONLINE (iOs/Android/Windows), "Stern" und so. Da lese ich die Schlagzeilen. Ich bin kein großer Zeitungsfreund. Aber ein Buch würde ich schon lieber auf Papier lesen, old school halt."

Jaqueline Reich, 21, studiert Kostümdesign

"Ich habe kein Smartphone. Um ins Internet zu gehen, komme ich in die Uni. Dann lese ich meistens die "Süddeutsche Zeitung", also online. Ich hasse allerdings die Werbung und die nervigen Pop-ups. Zeitungen lese ich nur, wenn ich mal Zeit habe. Aber das ist selten."

Aiman Husein, 19, studiert Elektro- und Informationstechnik

"Bei Facebook stehen oft die neuesten Informationen. Geld ausgeben für eine Zeitung? Eher nicht! Es gibt doch kostenlose Apps für das iPhone."

Nadine Krakowiak, 22, studiert Innenarchitektur

"Eine halbe Stunde am Tag informiere ich mich schon. Ich lese viel Zeitung, entweder auf deren Internetseiten oder ich kaufe mir eine am Kiosk. Und ich gucke Nachrichten. Printmedien wird es auf jeden Fall weiterhin geben - allein schon, falls das Handy mal stirbt."

Isabel Zwanzig, 27, studiert International Business Affairs

"Studenten sind immer unterwegs. Deshalb lesen wir Nachrichten auf dem Smartphone oder Tablet. In der Bahn sehe ich nur wenige Leute mit Zeitungen. Ein interessantes Print-Abo kann man sich dann nach dem Studium leisten."

Rainer Boehme, 30, studiert Wirtschaftsinformatik

"Ich habe eine Tageszeitung abonniert. Es ist angenehm, was in der Hand zu haben und alles auf einen Blick zu sehen. Wenn ich fernsehe, dann ARD, ZDF oder Phoenix - aber nicht so was wie RTL II."

Linda Dreisen, 29, studiert Fotojournalismus

"Medien konsumiere ich täglich, und ich versuche, alle Kanäle zu nutzen. Ich mag Print sehr gern, aber viel verlagert sich natürlich ins Internet. Ich hoffe, dass die Leute auch irgendwann bereit sind, für Online-Angebote zu zahlen."

Kai Piepho, 28, studiert Geschichte und Mathematik auf Lehramt

"Ich habe zwei Zeitungen abonniert: die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" und die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ". Aber das reine Printgeschäft wird die Zeitungen nicht mehr finanzieren können, dafür braucht es auch das Internet."

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