London - Im Kampf gegen illegale Zuwanderung hat die britische Grenzschutzbehörde einer Hochschule in London die Erlaubnis entzogen, ausländischen Studenten Visa bereitzustellen. Es sei der erste Fall dieser Art im Königreich, hieß es am Donnerstag von der für die Hochschulfinanzierung zuständigen Organisation.
Rund 2000 Studenten der London Metropolitan University, die nicht aus der Europäischen Union kommen, droht nun die Ausweisung. Sie müssen andere Studienplätze finden, um bleiben zu können. Die Hochschule will sich gegen die Entscheidung zur Wehr setzen.
Grund für den Schritt sei, dass viele der ausländischen Studenten nicht studierten, sondern arbeiteten, erklärte die Grenzschutzbehörde. Sie hätten damit kein Recht, in Großbritannien zu sein. Die Uni habe nicht überprüft, ob sie an Kursen teilnehmen oder gut genug Englisch sprechen. Studenten anderer Universitäten sowie EU-Bürger seien nicht betroffen. Andere Unis stünden nicht unter Verdacht.
Vor dem Londoner Regierungssitz Downing Street fanden sich spontan Studenten zu kleineren Protesten zusammen. Durch den Schritt würden Studenten und deren Familie benachteiligt, die tatsächlich studiert hätten, erklärten sie. Ausländische Studenten zahlen in Großbritannien oft deutlich höhere Studiengebühren, weshalb viele Unis sich um sie bemühen. Im Jahr 2010/2011 waren mehr als 50.000 Nicht-EU-Bürger in Bachelor-Studiengängen in Großbritannien eingeschrieben, rund 11 Prozent der Bachelor-Studenten insgesamt.
suc/dpa
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