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Medizinertest-Quiz: Könnten Sie Medizin studieren?

Ärztin: Erst der Test, dann das Studium
Corbis

Ärztin: Erst der Test, dann das Studium

Die Prüfung ist knallhart und dauert einen ganzen Tag: Am Samstag beugen sich wieder Tausende Bewerber über den Medizinertest. Würden Sie ihn schaffen?

Für ganz Eilige: Direkt zum Medizinertest!

Zehntausende junge Menschen wollen Arzt werden. Sie wollen einen anstrengenden, aber prestigeträchtigen Beruf ergreifen, Menschen helfen und dabei möglichst gut verdienen.

Doch nur die Allerbesten dürfen an den deutschen Medizin-Fakultäten studieren, vier von fünf Bewerbern werden abgewiesen. Dann fahren viele der Abgewiesenen im Krankenwagen mit oder probieren sich in Praktika aus. Andere lernen Pfleger oder studieren erst einmal irgendwas - und hoffen auf ihre Chance im kommenden Semester.

Wegen des Ansturms auf die knapp 10.000 Studienplätze in Humanmedizin ist selbst ein fabelhaftes Abitur längst keine sichere Eintrittskarte mehr. In 12 Bundesländern war zuletzt ein Notenschnitt von 1,0 notwendig - zumindest für die Plätze, die noch über das NC-Verfahren bei der Stiftung Hochschulstart vergeben wurden.

Die Note ist nur noch eins von mehreren Kriterien: Das Gros der Plätze vergeben die Hochschulen selbst. Die umschwärmten Fakultäten fordern mal Motivationsaufsätze, mal Bewerbungsgespräche. Oder sie beziehen naturwissenschaftliche Leistungen und Vorerfahrung in ihre Studentenauswahl ein. Und 17 Unis in Deutschland - und damit jede zweite Fakultät für Humanmedizin - setzt zusätzlich auf den Test für Medizinische Studiengänge (TMS).

Der Test findet bundesweit und gleichzeitig an diesem Samstag in 45 Testzentren statt - in Mehrzweckhallen von Norderstedt bis Neustadt an der Weinstraße. Es ist eine Mammutprüfung: Neun Stunden von Anmeldung bis Abgabe sind eingeplant, 96 Aufgaben lösen die Prüflinge in dreieinhalb Stunden am Vormittag. (15 Probeaufgaben aus vier Prüfungsbereichen können Sie hier spielen). Am Nachmittag folgen zweieinhalb Stunden mit Merkfähigkeits- und Verständnistests mit Texten.

Entwickler des Tests ist seit mehr als 30 Jahren die Bonner Beratungsfirma ITB-Consulting. Die Macher sind überzeugt: Ihr Studierfähigkeitstest hat neben der Abiturnote "die höchste Voraussagekraft für den Erfolg in medizinischen Studiengängen". Außerdem entziehe sich der Test "kurzfristiger Beeinflussung" weitgehend. Üben lässt er sich trotzdem: Bewerber können bei ITB kostenpflichtig einen Probedurchlauf absolvieren - die 15 Fragen in diesem Online-Test sind dem Probetest von ITB entnommen.

Alexander Zimmerhofer, promovierter Psychologe und einer der Testentwickler, sagt: "Mit so einem speziellen Auswahltest kann man tolle Typen aufspüren, die zwar keine Spitzennoten, aber das Zeug zu einem guten Mediziner haben." Der TMS ist also nicht nur eine zusätzliche Quälerei, ausgerechnet in der heißen Abitur-Phase des Jahres. Er ist auch eine zusätzliche Chance für die, die nicht in allen Schulfächer glänzen konnten oder wollten.

Hätten Sie Chancen beim Medizinertest?

Probieren Sie es aus, mit 15 Fragen aus dem Übungskatalog der Bonner ITB-Consulting. Hier geht es zum Medizinertest!

DPA

cht

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insgesamt 57 Beiträge
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1.
Andr.e 09.05.2014
Zitat von sysopCorbisDie Prüfung ist knallhart und dauert einen ganzen Tag: Am Samstag beugen sich wieder Tausende Bewerber über den Medizinertest. Würden Sie ihn schaffen? http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/medizinertest-tms-fragen-und-antworten-als-quiz-a-968371.html
Bevor ich den Test mache, wollte ich noch Mal nachfragen, ob ihr mir dann mein Ergebnis (welches zweifellos Spitze sein wird!) bestätigt?
2. Wieso nur 13 Punkte?
spinthemaster 09.05.2014
Wieso gibt es nur 13 Punkte bei 14 richtig beantworteten Fragen? Wenn das der tolle Test ist, bei dem ohne Vorbereitung 14 von 15 Fragen in 25 Minuten richtig beantwortet wurden, ist es kein Wunder, warum Hinz und Kunz Arzt werden kann.
3. optional
Alv.era.dis 09.05.2014
Grundsätzlich werden sicher nicht Hinz und Kunz Arzt ob nun mit oder ohne Mediziner-Test. Ob dieser jetzt sinnvoll ist oder nicht, er allein genügt ohne ein 1er Abitur längst nicht zur Zulassung. Für mich hat dieser Test auch längst nichts mit einer Qualifikation zur Medizin zu tun, ähnelt er doch eher einem IQ Test. Ja, wir Mediziner lernen viel auswendig und ja wir sind auch größtenteils die Leute mit einer 1,2 oder besser auf dem Abiturzeugnis. Aber es ist nun einmal eine Tatsache, dass viele Studenten, die diese Voraussetzung nicht erfüllen und über Wartezeit etc. ihren Platz erhalten, innerhalb der ersten paar Semester aussortiert werden. Der Medizinertest ist sicherlich keine schlechte Sache, insbesondere um die unfairen Abiturprüfungen etwas anzugleichen, mit Medizin hat er aber wenig zu tun. So jedenfalls die Ansicht einer Medizinstudentin (mit einer 1,0 auf dem Zeugnis und ohne TMS)
4. dieser Test soll etwas über die Motivation aussagen?
sok1950 09.05.2014
Sorry, entweder die Fragenauswahl ist unterirdisch oder der Test selbst. Mittels Zufallklicks wurde mir bescheinigt: Eine Karriere im weißen Kittel ist für Sie nicht unerreichbar, ... und der Test ist so konzipiert, dass keiner die volle Punktzahl erreicht? Was soll das denn?
5. Fast richtig
lachina 09.05.2014
Habe die Logikfragen richtig, aber die visuellen Fragen falsch, ich sehe irgendwie nicht gut ohne Brille. Die Logikfragen konnte ich einigermaßen aus den Kenntnissen meines damaligen Leistungskurs Biologie herleiten. Die wichtigste Fähigkeit eines Arztes wird meiner Meinung nach nicht getestet: Der Patient erzählt von seinen Problemen. Manchmal ist er alt und umständlich; manchmal spricht er nicht genug Deutsch, manchmal ist er noch sehr jung .... da die relevanten Informationen herauszufiltern und die richtige Diagnose zu stellen - das ist die wahre ärztliche Kunst.
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Der Medizinertest (TMS)
Der Medizinertest, offizell Test für Medizinische Studiengänge (TMS), hat eine wechselvolle Geschichte: 1978 von der KMK als Zusatzkriterium zur Abi-Note gefordert, war er Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre verpflichtend für Medizin-Bewerber. Nach 1996 schien die große Zeit des TMS vorbei, doch nun erlebt der noch immer vom Bonner Beratungsunternehmen ITB-Consulting erstellte Test angesichts von mehr als einer halben Million Studienbewerbern jährlich eine Renaissance.