Raus aus der Schule, rein in den Vorlesungssaal: Während ihre Klassenkameraden noch mit dem Sektglas in der Hand über Schulzeiten plaudern oder die letzten großen Ferien planen, sitzt Theresa im Unigebäude und hört ihre erste Vorlesung in Europäischer Kulturgeschichte. Vormittags hat ihr der Direktor das Abiturzeugnis verliehen, nachmittags ist sie schon Studentin.
Theresa ist eine der letzten Abiturienten, die in Bayern das Gymnasium in 13 Jahren absolviert haben. Anfang April haben die sogenannten G-9-Abiturienten ihre letzten Abi-Klausuren geschrieben - und seit dem 2. Mai sitzen einige von ihnen jetzt im Vorlesungssaal. Weil im Wintersemester aufgrund der Abschaffung der Wehrpflicht und des doppelten Jahrgangs die Erstsemester-Flut droht, haben die G-9-Abiturienten in Bayern die Möglichkeit, schon zum Sommersemester das Studium zu beginnen.
Vier Turbo-Studenten erzählen, warum sie nicht als Au-Pair oder Praktikant ins Ausland gehen, sondern sich gleich in ein Studium stürzen - von der Abi-Fahrt direkt in den Hörsaal.
1. Teil: Die Turbo-Studenten
2. Teil: Theresa-Sophia Kultschytzky, 19 -"Unser Jahrgang hat uns für bescheuert erklärt"
3. Teil: Korbinian Greim, 19 - "Meine Eltern haben mein Abiturzeugnis abgeholt"
4. Teil: Astrid Ehrenhauser, 19 - "Meine Freunde dachten, ich bin verrückt"
5. Teil: Hans-Christian Riess, 19 - "Für Urlaub hatte ich keine Zeit"
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