Um mit einem Fahrrad so schnell wie möglich zu fahren, kann man sich mit Doping zuballern wie einst Lance Armstrong. Oder demnächst mal das außerirdisch anmutende Gefährt bestaunen, an dem neun Studenten der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich herumschrauben.
Seit September 2012 arbeitet die Gruppe aus angehenden Maschineningenieuren und Verfahrenstechnikern an dem vollverkleideten Tandem, das so gar nicht wie ein Fahrrad aussieht. Ihre Mission: schneller radeln als jemals ein Mensch zuvor.
Das ausgefallene Design soll den Luftwiderstand des "Human Powered Vehicle", das nur von Muskelkraft betrieben wird, auf ein Minimum reduzieren. Erste Tests im Windkanal des Schweizer Luftfahrtunternehmens RUAG Aviation liefen gut.
"Der Luftwiderstand ist sehr niedrig", sagt Projektsprecher Lukas Moy. Im Mai soll der von Sponsoren finanzierte Prototyp fertig sein, anschließend findet auf einem Testgelände in Brandenburg die Feuerprobe statt. Dann wollen die Studenten schneller radeln als ihr Landsmann Francesco Russo. Der hält den Weltrekord: Er kam auf seinem Velo in einer Stunde 91,5 Kilometer weit.
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