Fahrrad-Projekt: Im Liegetandem gegen alle Luftwiderstände

Studenten designen Zweimann-Liegerad: Rennflunder aus der Zukunft Fotos
CIEO

Es kommt wie ein Raumschiff daher, bietet Platz für zwei liegende Menschen übereinander und kann mit wenig Kraft lange Strecken in Bestzeit bewältigen. An der ETH Zürich bastelt eine Studentengruppe an einem futuristischen Super-Liegerad. Ihr Ziel: nicht weniger als Weltrekord.

Um mit einem Fahrrad so schnell wie möglich zu fahren, kann man sich mit Doping zuballern wie einst Lance Armstrong. Oder demnächst mal das außerirdisch anmutende Gefährt bestaunen, an dem neun Studenten der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich herumschrauben.

Seit September 2012 arbeitet die Gruppe aus angehenden Maschineningenieuren und Verfahrenstechnikern an dem vollverkleideten Tandem, das so gar nicht wie ein Fahrrad aussieht. Ihre Mission: schneller radeln als jemals ein Mensch zuvor.

Das ausgefallene Design soll den Luftwiderstand des "Human Powered Vehicle", das nur von Muskelkraft betrieben wird, auf ein Minimum reduzieren. Erste Tests im Windkanal des Schweizer Luftfahrtunternehmens RUAG Aviation liefen gut.

"Der Luftwiderstand ist sehr niedrig", sagt Projektsprecher Lukas Moy. Im Mai soll der von Sponsoren finanzierte Prototyp fertig sein, anschließend findet auf einem Testgelände in Brandenburg die Feuerprobe statt. Dann wollen die Studenten schneller radeln als ihr Landsmann Francesco Russo. Der hält den Weltrekord: Er kam auf seinem Velo in einer Stunde 91,5 Kilometer weit.

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insgesamt 47 Beiträge
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1. Und wozu soll dieses
k-max 12.03.2013
Wenn ich schnell fahren will, nehme ich das Auto. für den 2. Mann ist es eine Torutr,während der gesamten Fahrt den Hinter des anderen auf dem Gesicht zu spüren.
2. Quatsch mit Pedalen
Pferdeapfel 12.03.2013
Sehr lustig die Liegeposition - vor allem die untere - rückwärts gegen die Fahrtrichtung. Da fahr ich lieber alleine mit nem konventionellen Fahrrad bevor ich da mit der Schädeldecke an den Bordsteinen entlangschramme. Haben die nix besseres zu tun ? Man könnte auch 5 Mann übereinander positionieren wenns an Kraft fehlt - oder man fährt gleich mit nem Motorrad und läßt die Kolben die Arbeit tun.
3. Muss man immer nur meckern?
goldstück1977 12.03.2013
Zwei Kommentare und beide Schreiber haben nur Unverständnis aufzubringen für das Projekt. Schade! Keiner hat gesagt, dass das Rad so jemals auf den Markt kommend wird. Darum geht es auch nicht. Es kommt darauf an, was man allgemein bei solch neinem Projekt lernt, um diese Erkentnisse dann spaeter in der Serienfertigung einfliesen zu lassen.
4. Die Kommentare 1 und 2
UHamm 12.03.2013
Die Kommentare 1 und 2 erinnern mich an einen früheren Kollegen. Ich hatte allen Kollegen eine Radtour vorgeschlagen, worauf dieser eine Kollege meinte, "wozu Radfahren, ich habe doch ein Auto". Beschränktheit findet man offensichtlich überall. Bei dem Schweizer Projekt gehts ja nicht allein um den Weltrekord, sondern um die Feinheiten der Technik, gerade für Studenten. Die können ihr Wissen praktisch umsetzen und etwas völlig Neues konstruieren. Ich finde so etwas ausgezeichnet.
5. Ich weiß nicht wie es dem zweiten Fahrer geht..
divStar 12.03.2013
..aber ich würde mich dabei unwohl fühlen. Allerdings ist das Ding sowieso so exotisch, dass es niemals "serientauglich" werden wird - was sollts. Wenn ich schnell fahren will, nehme ich tatsächlich einfach ein schnelleres Gefährt.
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