In der Schule waren sie gerade am oberen Ende der Nahrungskette angelangt. Abiturienten, die Großen, der älteste Jahrgang. Und jetzt? Erstsemester an der Uni. Sie müssen ihre Hörsäle finden, einen Platz zum Wohnen in einer Uni-Stadt. Und sie müssen als Uni-Anfänger lernen, wie korrekt zitiert wird, wofür man wie viele Credit-Punkte bekommt und wie sich im Bachelorstudium ein Auslandsjahr oder ein Studentenjob unterbringen lassen.
In diesem Jahr könnte all das besonders schwierig werden: Die Wehrpflicht ist gefallen, zudem machen in Bayern und Niedersachsen zwei Jahrgänge auf einmal Abitur. Unis sehen eine Erstsemester-Flut auf sich zurollen, eine halbe Million Erstis soll es bis zum Jahreswechsel sein.
Zu dieser Flut gehören auch Fabienne Kinzelmann, 19, Marc Becker, 20, und Larissa Rohr, 19. Alle drei haben gerade erst Abi geschrieben und beginnen im Oktober ihre Hochschullaufbahn: Fabienne in Dresden, Marc in Marburg und Larissa in Tübingen.
Marc fragte das Internet, was er studieren soll - und war nur mäßig begeistert. Fabienne wollte nicht um ihren Studienplatz zittern und ging auf Nummer sicher. "Schließlich gibt es genug zulassungsfreie Studiengänge", sagt sie pragmatisch. Und Larissa nahm den harten Weg und legte eine Prüfung ab, bevor das Studium überhaupt begonnen hatte, um sich einen der begehrten Plätze zu sichern.
Für den UniSPIEGEL berichten die drei von ihrem Studienstart. Erster Teil: Was soll ich nur studieren und wo? (Lesen Sie die Protokolle, indem Sie auf die jeweilige Überschrift klicken.)
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