Neu-Studenten: Wir sind die Flut

So viele neue Studenten wie nie zuvor strömen im Oktober in deutsche Hörsäle. Dabei sind auch Fabienne, Marc und Larissa. Hier erzählen sie von ihrem Kampf gegen WG-Zimmer-Not, Eignungstests mit Trotzki und ihrer Zukunftspanik.

Fotostrecke

13  Bilder
Studienstart-Fieber: Endloser Sommer vorbei, Semester beginnt!

In der Schule waren sie gerade am oberen Ende der Nahrungskette angelangt. Abiturienten, die Großen, der älteste Jahrgang. Und jetzt? Erstsemester an der Uni. Sie müssen ihre Hörsäle finden, einen Platz zum Wohnen in einer Uni-Stadt. Und sie müssen als Uni-Anfänger lernen, wie korrekt zitiert wird, wofür man wie viele Credit-Punkte bekommt und wie sich im Bachelorstudium ein Auslandsjahr oder ein Studentenjob unterbringen lassen.

In diesem Jahr könnte all das besonders schwierig werden: Die Wehrpflicht ist gefallen, zudem machen in Bayern und Niedersachsen zwei Jahrgänge auf einmal Abitur. Unis sehen eine Erstsemester-Flut auf sich zurollen, eine halbe Million Erstis soll es bis zum Jahreswechsel sein.

Zu dieser Flut gehören auch Fabienne Kinzelmann, 19, Marc Becker, 20, und Larissa Rohr, 19. Alle drei haben gerade erst Abi geschrieben und beginnen im Oktober ihre Hochschullaufbahn: Fabienne in Dresden, Marc in Marburg und Larissa in Tübingen.

Marc fragte das Internet, was er studieren soll - und war nur mäßig begeistert. Fabienne wollte nicht um ihren Studienplatz zittern und ging auf Nummer sicher. "Schließlich gibt es genug zulassungsfreie Studiengänge", sagt sie pragmatisch. Und Larissa nahm den harten Weg und legte eine Prüfung ab, bevor das Studium überhaupt begonnen hatte, um sich einen der begehrten Plätze zu sichern.

Für den UniSPIEGEL berichten die drei von ihrem Studienstart. Erster Teil: Was soll ich nur studieren und wo? (Lesen Sie die Protokolle, indem Sie auf die jeweilige Überschrift klicken.)

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 52 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Höhere Bildung?
Hardliner 1, 29.09.2011
Zitat von sysopSo viele neue Studenten wie nie zuvor strömen*im Oktober*in deutsche*Hörsäle. Dabei sind auch Fabienne, Marc und Larissa. Hier erzählen sie von ihrem Kampf*gegen WG-Zimmer-Not, Eignungstests mit Trotzki*und*ihre Zukunftspanik. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,783448,00.html
Ich kann einfach nicht glauben, dass die Bildung der jungen Menschen in Deutschland derart stark gestiegen ist, dass wir einen solchen Run auf die Hochschulen haben. Pisa sagt ganz etwas anderes. Es ist wohl eher so, dass Billig-Schulabschlüsse zur Regel geworden sind. Entsprechend hoch wird der Prozentsatz der Studienabbrecher sein.
2. re
EvilMoe, 29.09.2011
Hätte man nicht auch jemanden in die Reihe aufnehmen können der Naturwissenschaften studiert? Oder vielleicht sogar einen Azubi?
3. Wir sind die Flut
Wattläufer 29.09.2011
Diese jungen Leute tun mir nur noch leid, besonders in den geisteswissenschaftlichen Fächern, auch Betriebswirte sind betroffen : Eine "Generation Praktikum" droht, keine Möglichkeit eine Familie zu gründen, hohe Schulden durch Studiengebühren, temporäre Jobs bis Mitte 30 und eine wahnsinnige Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Mit 45 bis 50 Jahren ist dann Schluss, je nach Branche. Wehe dem, der keine Unterstützung durch seine Familie erhält, nicht überdurchschnittlich intelligent ist oder nicht sehr gut aussieht. Es wird nicht genügend Jobs für alle geben bedingt durch weitere Rationalisierung, Technologietransfer und und technische Entwicklungen ! Und unsere merkbefreiten Politiker faseln etwas von Arbeitskräftemangel und "Fachleuten aus dem Ausland, die wir so dringend benötigen"...
4. Oh weia
Shichun 29.09.2011
Au ja, solche Studenten braucht die deutsche Wirtschaft später sicher!
5. ...
sagichned 29.09.2011
Zitat von Hardliner 1Ich kann einfach nicht glauben, dass die Bildung der jungen Menschen in Deutschland derart stark gestiegen ist, dass wir einen solchen Run auf die Hochschulen haben. Pisa sagt ganz etwas anderes. Es ist wohl eher so, dass Billig-Schulabschlüsse zur Regel geworden sind. Entsprechend hoch wird der Prozentsatz der Studienabbrecher sein.
Es ist auch so, dass man als abi angänger vom dem geilen studentenleben träumt: partys, noch mehr partys und wilden sex. Dass man für das alles dann kaum zeit hat. Findet man in den ersten semestern schnell raus.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik UniSPIEGEL
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Studium
RSS
alles zum Thema Studienstart
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 52 Kommentare
Die Studienstart-Kolumnisten
  • Patrick Leibach
    Larissa Rohr, 19, kommt aus Frankweiler in Rheinland-Pfalz und studiert seit Oktober Politik- und Medienwissenschaften in Tübingen.
  • Brian Bailey
    Fabienne Kinzelmann, 19, schwor sich: nie Arzt wie Papa. Nach ihrem Abitur in Stuttgart studiert sie in Dresden Katholische Theologie im interdisziplinären Kontext.
  • Marius Brede
    Marc Becker, 20, studiert nach seinem Abi in Kassel seit Oktober in Marburg Politikwissenschaft. Später will er vielleicht mal als Journalist arbeiten. Oder bei einer NGO.

Fotostrecke
Studentenflut: Wie viele studieren was?

Fotostrecke
Uni-Werbung: Aus dem Osten kommt das Licht