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19. Januar 2013, 09:46 Uhr

Uni-Zensuren im Statistikcheck

Überall nur Kuschelnoten?

Überall regnet es Einser! Und weicheiigen Bachelorstudenten werden Bestnoten nur so nachgeworfen, klagten Professoren und der Wissenschaftsrat zum Semesterstart. Aber stimmt das auch?

Einserinflation! Weichspülnoten! Softiestudium! Zu Beginn dieses Wintersemesters ging ein Aufschrei durch die Republik - die Noten an Universitäten würden immer besser, hieß es. Professoren verteilten Einsen und Zweien wie am Fließband, schrieb der Wissenschaftsrat. Ein Blick in die Statistik zeigt jedoch: Seit den neunziger Jahren haben sich die Zensuren in wichtigen Fächern nicht oder nur minimal verändert.

Auch die durchschnittliche Abschlussnote aller Fächer zusammen - und das sind mehr als 270 - verbesserte sich innerhalb von zehn Jahren nur um eine Stelle hinterm Komma: Im Jahr 2000 schlossen Studenten im Durchschnitt mit einer 2,2 ab, im Jahr 2010 verließen sie die Uni mit einer 2,1. Früher, liebe Nörgler, war es also weder härter - noch fairer.

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© UniSPIEGEL 6/2012
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