"Lasst uns rein, lasst uns rein! Keine Einschnitte, keine Gebühren, Bildung sollte kostenlos sein", skandiert eine Gruppe von Studenten auf ihrem Campus in Kalifornien. Kurze Zeit später sind 30 von ihnen verletzt, zwei müssen in einem Krankenhaus behandelt werden.
Was war passiert? Die Studenten der Santa Monica Universität im US-Bundesstaat Kalifornien waren wütend über eine geplante Gebührenerhöhung - Kurse sollten plötzlich viermal so viel kosten wie zuvor. Hunderte versammelten sich in dem Gebäude, wo ein Treffen von Universitätsvorsitzenden stattfinden sollte. Doch nur einer Handvoll von ihnen wurde erlaubt, an der Sitzung teilzunehmen.
Die Studenten verlangten, das Treffen in einen größeren Raum zu verlegen, doch die Bitte wurde abgeschlagen. Daraufhin verschafften sich einige aufgebrachte junge Leute selbst Zutritt zum Raum. Zwei Polizisten versuchten die Studenten mit Gewalt daran zu hindern und sprühten ihnen Pfefferspray ins Gesicht. Sie sollen auch handgreiflich geworden sein, sagten einige Studenten hinterher.
Einmal angefangen, bekamen auch die wartenden Studenten vor dem Besprechungszimmer eine Ladung ab: "Ich wurde ohne Vorwarnung mit Pfefferspray besprüht", sagt Marioly Gomez. Die 21-Jährige hatte mit Kommilitonen draußen in der Halle gewartet. Verletzte Studenten hielten sich die Hände vor die Augen, schnappten nach Luft und würgten. Einige mussten medizinisch behandelt werden, Feuerwehrautos rückten an.
Es ist nicht das erste Mal, dass Polizisten derart brutal auf demonstrierende Studenten losgehen. Im November setzten Sicherheitskräfte auf einem anderen kalifornischen Campus Pfefferspray gegen friedliche Demonstranten ein. Der Fall sorgte für großen Ärger und Empörung.
lgr/AP
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