Hochschulpolitik? Ich? Warum? Jeder könnte sich an seiner Uni politisch engagieren, nur wenige tun es. Hochschulpolitik gilt nicht gerade als sexy, erschreckend wenig Studenten wählen ihr Parlament, und wenn es ein Asta in die Presse schafft, dann oft, weil mal wieder Geld futsch ist. An der Uni Göttingen beispielsweise fehlten nach der WM 2010 plötzlich 18.000 Euro. Diebstahl, sagten die Studentenvertreter damals, der politische Gegner mochte das nicht recht glauben.
Dabei könnten Studenten mehr Einfluss nehmen als sie glauben, sagt Oliver Vornberger. Er ist 61 Jahre alt und lehrt seit rund 25 Jahren als Professor für Informatik an der Universität Osnabrück - er hat für seine herausragende Lehre mehrere Preise bekommen -, arbeitet als Studienberater und ist Sprecher des Uni-Senats. Er mischt also auch selbst mit in der Hochschulpolitik.
In einem zehnteiligen Uni-Crashkurs gibt Vornberger Tipps für ein erfolgreiches Studium. Er hat mit den Grundlagen angefangen: Was soll ich studieren? Wie teuer ist ein Studium? Wie wähle ich den Studienort? Wie organisiere ich meinen Stundenplan? Später folgten: Wie verhalte ich mich in der Vorlesung? Und wie schreibe ich eine E-Mail? Wie halte ich ein Referat?
Jetzt erklärt er, wie Studenten sich im Uni-Leben politisch einbringen können. Von A wie Ausschuss für Berufung und Selbstverwaltung, über B wie Berufungskommission, F wie Fachschaft und S wie Senat, dem universitären Olymp.
Vornberger gehörte zu den ersten Professoren in Deutschland, die ihre Vorlesung aufzeichneten und ins Netz stellten. Als E-Learning-Pionier beantwortet er die Fragen natürlich vor der Kamera.
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fln
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