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Gratis-Software für Studenten: Hier wird Problemen App-geholfen

Was man nicht im Kopf hat, sollte man im Laptop oder in der Hosentasche haben. Unzählige Computerprogramme für Smartphones und Rechner machen Studenten das Uni-Leben leichter - und eine ganze Reihe der nützlichen Tools gibt es kostenlos.

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Uni-Software-Tipps: Smartphone alleine macht nicht klug, aber es kann helfen

Das Vorlesungsverzeichnis steht auf der Webseite des Instituts, manch nützliche Information für den Beginn einer tieferen Recherche auf Wikipedia, und das Layout für die Seminararbeit produziert die Textverarbeitungs-Software fast automatisch. Computer, Smartphone und Internet machen für Studenten vieles einfacher. Wer die richtigen Programme kennt, muss natürlich weiterhin Bücher lesen - aber der Uni-Alltag kann trotzdem um einiges einfacher werden, und das oft sogar kostenlos.

Bestimmte Programme braucht jeder Student, egal ob Natur- oder Geisteswissenschaftler. Ein Software-Paket für Textverarbeitung und Präsentationen ist unabkömmlich. "In fast jedem Studienfach ist es inzwischen normal, dass man seine Ideen vor einem größeren Publikum vorstellen muss", sagt Nicolas Apostolopoulos, Direktor am Center für Digitale Systeme (CeDiS) der Freien Universität Berlin. Wer nicht das kostenpflichtige Paket von Microsoft kaufen will, kann sowohl für Linux-, als auch für Mac OS (Apple)- oder Windows-Rechner zum Gratisprogramm OpenOffice greifen. Auch das Paket LibreOffice gibt es sowohl für Mac OS, als auch für Linux- und Windows-Rechner.

Ein Paket mit den wichtigsten Anwendungen für Studenten hat der IT-Berater Markus Stenzel auf seiner Webseite bereitgestellt. Darunter sind neben den Office-Paketen auch Programme für Bildbearbeitung, zur Erstellung von Karteikarten und Mindmaps und ein Virenscanner. Weil es sich um Freeware oder Open-Source-Programme handelt, ist das Paket komplett gratis. "Kostenpflichtige Software brauchen Sie im Studium im Grunde gar nicht", sagt Stenzel.

Mehr als nur die Eingabe eines Begriffs bei Google

Je nach Fach benötigen manche Studenten aber auch noch einige andere Programme. Wirtschaftswissenschaftler kommen ohne Tabellenkalkulation kaum aus, angehende Architekten müssen dreidimensionale Modelle zeichnen können. Nützlich für Mathematiker und Naturwissenschaftler ist das kostenlose LaTeX. Die Benutzung ist nicht einfach, aber es erlaubt, wissenschaftliche Texte mit Formeln und Grafiken auszustatten.

Welches Programm sich für welches Fach eignet, erfragen Studenten am direkt bei Dozenten oder Kommilitonen, empfiehlt Stenzel. Spezialprogramme würden in der Regel ohnehin erst im Hauptstudium oder auf dem Weg zum Master wichtig.

Die Programme zu besitzen, reicht natürlich nicht. Wichtig ist, dass man mit ihnen umgehen kann. Und das gilt, auch wenn es banal klingt, ebenso für das Surfen im Internet, sagt Nicolas Apostolopoulos. Ein Student sollte heute wissen, wie er seine Erkenntnisse im Internet veröffentlichen kann, etwa auf Blogs oder Wikis. Hinzu komme richtiges Recherchieren, das mehr als nur die Eingabe eines Begriffs bei Google umfassen sollte. Hierfür bieten die meisten Uni-Bibliothek zu Semesterbeginn entsprechende Kurse an.

Apps für alle Arten von Organisatorischem

Mit PC- oder Notebook-Kenntnissen ist es an der Uni heute alllerdings nicht mehr getan. "Die steigenden Verkaufszahlen von Smartphones und Tablets spiegeln sich auch auf dem Campus wieder", sagt dazu Kathrin Braungardt vom Bereich E-Learning der Ruhr-Universität Bochum.

Reagiert hätten die Hochschulen darauf bisher kaum, bemängelt Nicolas Apostolopoulos. "Da fehlt es noch an vielem, zum Beispiel gibt es meistens noch keine für mobile Geräte angepasste Darstellung von Lernplattformen." Was es schon gibt, sind Apps für Organisatorisches. Die Bochumer Uni hat zum Beispiel RUB mobile, mit der sich Studenten auf dem Campus orientieren, den Mensaplan abrufen und im Personenverzeichnis der Hochschule suchen können, und zwar fürs iPhone und für Android-Geräte.

Abseits der Uni-Apps haben iTunes App Store und Google Play für Studenten einiges zu bieten. Der CamScanner (Android/iOS) macht aus der Handykamera einen Scanner für alle Arten von Dokumenten. Mit Apps für Clouddienste wie Dropbox (Android/iOS, 2 Gigabyte Speicher kostenlos) oder Google Drive (Android/iOS5 Gigabyte Speicher kostenlos) können Studenten auch ohne PC unterwegs auf ihre Dokumente zugreifen. Mit Diensten wie Evernote (Android/iOS) lassen sich Notizen und Dokumente sammeln und zwischen Rechner und Smartphone synchronisieren. Dazu kommen unzählige Wörterbücher und andere Nachschlagewerke wie die offiziellen Wikipedia-Apps (Android/iOS).

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, das LibreOffice-Paket gebe es auch in einer Version für Apples iOS. Diese Information ist falsch. Vielmehr gibt es eine Version für Apples Mac OS X. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Von Tobias Hanraths/dpa/son

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insgesamt 10 Beiträge
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1. Ojee, wo soll man denn da anfangen, …
kulinux 19.08.2012
all die Fehler und Halbwahrheiten zu korrigieren?? Natürlich gibt es OpenOffice für alle gängigen Betriebssysteme, nicht nur für Windows, wie der Text suggeriert. Entsprechendes gilt für LibreOffice, das es mitnichten nur für Linux und Mac gibt… Allerdings gibt es LibreOffice und auch OpenOffice nicht für Apples iOS (das ist das Betriebssystem der iPhones, iPads und iPods), sondern für Mac OSX, das Betriebssystem für die Laptops und Desktoprechner – oder vereinfacht gesagt für den Autor: Das sind die Rechner mit Tastatur … *kopfschüttel* Natürlich enthalten diese Office-Pakete auch eine Tabellenkalkulation, die müssen sich die B/VWLer also nicht extra besorgen … und sogar eine Präsentationssoftware, jaja! Ach ja, und sie enthalten sogar eine Datenbank, und zwar eine, die mehr kann als Microsoft Access seligen Angedenkens (man muss nur lernen, sie zu benutzen, aber lernen sollten Studenten ja können …) Daneben gibt es z.B. für Linux-User noch die Officepakete von für die Benutzeroberflächen Gnome und KDE … natürlich ebenfalls gratis. LaTeX ist mitnichten nur etwas für Naturwissenschaftler und Techniker. Wer als Geisteswissenschaftler, Historiker, Jurist etc. mit SEHR großen Textmengen umgehen und diese bspw. parallel benutzen muss, wird mit LaTeX glücklich werden … für das es übrigens (wiederum für alle gängigen Systeme) eine sehr leicht zu bedienende Benutzeroberfläche namens LyX (gratis) gibt. Damit bearbeitet man leichthändig 5-6000 Seiten Quellen und Notizen sowie eine 1.200seitige, 2bändige Dissertation und ein 1500 Einträge umfassendes Literaturverzeichnis … und zwar schon im Jahre 2000, als auf der ersten Seite des offiziellen Word-Handbuchs von Microsoft noch eine Fussnote den schönen Hinweis enthielt: "Mehr dazu auf S. XXX …" – Ja, Quer- und Literatuverweise kann LaTeX (mit LyX) auch schon immer … (Kann Microsoft Word das inzwischen auch …? Und ich meine wirklich "können", nicht: "Die Funktion ist zwar angeblich irgendwo eingebaut, funktioniert aber so schlecht, dass jeder Nutzer sie vermeidet, um nicht in den Wahnsinn getrieben zu werden…") Sinnentstellende Tipp- und Kommafehler korrigiere ich jetzt mal nicht … mfG
2. Speziellere Apps
HansGusto 19.08.2012
Die vorgestellten Apps sind ja sehr allgemein gehalten, die benutzen nicht nur Studenten. Deshalb hier noch eine Lern-App: - Anki Anki - friendly, intelligent flashcards (http://ankisrs.net/) Anki ist ein Lernkartensystem. Für effizientes Lernen werden die Abfrageintervalle ständig angepasst, wenn man eine Frage oft richtig beantwortet kommt sie erst später wieder. Die Karten können beliebig gestaltet werden, mit Bildern, Ton, Videos. Besondere Unterstützung gibt es für das Sprachenlernen. So gibt es Plugins die zu japanischen oder chinesischen Schrift zeichen automatisch die Lautschrift hinzufügen. Außerdem zeigen Statistiken was einen in den nächsten Tagen erwartet. Wieviele Karten muss ich morgen lernen? Wieviele Karten muss ich nachholen wenn ich zwei Wochen Urlaub mache, und gar nicht lerne?
3. für Naturwissenschaftler
m0ma 19.08.2012
gibt es mittlerweile einiges auf dem AppMarkt: - Rechentools: WolframAlpha, Calculator Pro, PocketCAS - Funktionen zeichnen: QuickGraph - Tafelwerke wie iFormula oer Formula sheets - Aufgabensammlungen wie MassMatics Das aber alles zu nennen wird wohl zu unübersichtlich, jeden Tag kommen da extrem viele neue (und auch leider viel Schrott) dazu...
4. Portal zum digitalen Lehren und Lernen
multimedial.de 19.08.2012
Der Artikel überholt unser Vorhaben ein Portal zum digitalen Lehren und Lernen aufzubauen. Es ist noch im Aufbau, kann aber schon unter lehren-online.de aufgerufen werden. Wir möchten einen Überblick zu Lösungen rund um das digitale Lernen und Lehren aufzeigen. Wir bieten nur das Portal an, die Produkte stammen nicht von uns und wir besprechen gleichermassen proprietäre wie freie (open source) Lösungen. Über einen Besuch würden wir uns freuen, auch wenn im Moment noch wenig Inhalte hinterlegt sind. Vielen Dank.
5. Netter Versuch, aber....
widescreen 19.08.2012
Das Portal zum lehren-online.de ist zwar ein netter Versuch, aber mir fehlen super viele Inhalte, die es schon lange im Web zum Thema Lernen gibt - nicht mal moodle ist erwähnt, die wohl bekannteste Open-Source-Lernplattform. Viele Links haben auch wenig mit dem Thema Lernen selbst zu tun. Die Zielgruppe ist vollkommen unklar. Und wie hält es SPON eigentlich damit, wenn die Kommentar-Funktion für Werbung genutzt wird?
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