Von Birk Grüling
Oft findet man im Ausland ein interessanteres Dissertationsthema oder eine Uni, die genau auf das eigene Fachgebiet spezialisiert ist und deshalb beste Bedingungen bietet. Und wie oft bietet sich die Gelegenheit, eine Region der Welt, ihre Menschen und ihre Sprache Monate oder gar jahrelang intensiv kennenzulernen?
Zwei Wege führen zu einer Auslandspromotion: Den ganzen Doktor an einer ausländischen Uni machen. Oder ein Thema finden, dass sich gut im Ausland erforschen lässt. Variante eins birgt dabei manche Tücke: Man muss einen Doktorvater finden, sich oft auf ein anderes Promotionssystem einstellen und häufig auch Studiengebühren bezahlen - doch dabei helfen Kontakte, ein wenig Mut und eine ganze Reihe von Promotionsstipendien, etwa vom Deutsche Akademische Austauschdienst, Branchenverbände oder die Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Sechs Doktoranden aus Deutschland haben sich ins Abenteuer Auslands-Dissertation gestürzt: Jonas Ecke forscht in einem ghanaischen Flüchtlingslager; Ben Weinberg studiert in Kuala Lumpur den Fußball Asiens; Vetärenärin Ruth Ströhle profitiert von Pferdeschlachthöfen in Pretoria; Konstatin Klein besucht Ausgrabungen im heiligen Land; Pierre Gras beobachtet Fledermäuse und auf indonesischen Kakaoplantagen und Katharina Limbach folgte ihrem Doktorvaters ins neuseeländische Auckland.
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