Ein Sudoku-Heft fürs langweilige Methodik-Seminar, Schokoriegel für die Nachtschicht mit der Lerngruppe und eine Knarre für den Fall, dass jemand zwischen Mensa und Hörsaal das Feuer eröffnet: Wenn es nach der amerikanischen Studenteninitiative SCC geht, könnte so bald das typische Gepäck ihrer Kommilitonen aussehen. SCC will durchsetzen, dass Studenten künftig auf jedem Campus in den USA Waffen bei sich tragen dürfen, um sich im Falle eines Amoklaufs besser verteidigen zu können.
Die Initiatoren sind sich sicher, dass dies potentielle Gewalttäter auch viel effektiver abschrecken würde. "Wenn Sie ein Verbrechen begehen wollen - greifen Sie dann nicht auch lieber dort an, wo keiner außer Ihnen eine Waffe dabeihat?", fragt SCC-Sprecher David Burnett. Mehr Pistolen und Revolver, glaubt er, machten den Campus "nicht gefährlicher, sondern sicherer".
Schon feiern die Lobbyisten Erfolge: Texas erlaubte bereits Anfang vorigen Jahres das Tragen einer Waffe auf dem Uni-Campus, und Anfang März erst gab der Oberste Gerichtshof von Colorado den Studenten recht und hob das Waffenverbot für die University of Colorado auf. Auch in Oregon erging ein solches Urteil, weitere Bundesstaaten verhandeln derzeit über den Antrag von SCC.
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