Die meisten Studenten ängstigen sich vor dem ersten Referat, dabei können sie ihren Namen sagen, ohne zu stocken. Doch was ist mit denen, die zwei Minuten brauchen, um sich vorzustellen? Denen danach kaum Zeit bleibt, den Stoff zu referieren? Die jedes Referat 25 Mal üben und dann doch versagen?
Menschen, die stottern, sind sprechbehindert, nicht psychisch gestört. Marilyn Monroe soll gestottert haben, Winston Churchill und Charles Darwin ebenfalls, wie auch Rowan Atkinson alias Mr. Bean. Bruce Willis wäre wohl ohne Stottern nie zum Film gekommen. Denn nur auf der Bühne konnte er reden, ohne zu stocken.
Etwa jeder hundertste Mensch stottert, mehr Männer als Frauen. Über die Ursachen wissen Forscher noch relativ wenig. Stotternde Menschen haben im Vergleich zu Menschen, die nicht stottern, etwa dreimal so oft stotternde Verwandte. Vermutlich geben also Eltern die Veranlagung an ihre Kinder weiter. Während kleine Kinder bis zu Pubertät häufig wieder völlig flüssig reden, können Erwachsene zwar phasenweise ihr Stottern überwinden, müssen aber immer wieder mit Rückfällen rechnen.
Einige Stotterer meiden die Öffentlichkeit, meiden Worte, die sie nicht aussprechen können. Andere zieht es trotz Handicap an den Ort, wo gutes Ausdrucksvermögen besonders geschätzt wird: an die Universität.
"Dann hängt es. Das dauert. Das dauert ewig" - Josephine, Matthias und Eva erzählen über ihre Nöte im Studium
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