Studenten in Wohnungsnot: Schlaflos unterm Abflussrohr

WG-Zimmer und Wohnheimplätze sind zum Semesterstart äußerst knapp, manche Studenten hausen jetzt in Zelten, Kellern, Sporthallen. Fünf Jungstudenten verraten, wo sie sich betten - und was sie da erleben.

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Sonderbare Studentenbuden: Schnarchen mit Chinesen
Als ob der Studienstart nicht schon stressig genug wäre! Da müssen Kurse gewählt, Freunde gefunden, Dozenten eingeschätzt, Umzüge organisiert werden. Doch viele Neu-Studenten haben selbst wenige Wochen nach Semesterbeginn ein wesentlich existentielleres Problem: Sie finden kein WG-Zimmer, geschweige denn eine bezahlbare eigene Wohnung.

Denn nicht nur in den Hörsälen und Seminarräumen ist es eng geworden, unter anderem wegen der doppelten Abi-Jahrgänge und dem Wehrpflicht-Ende. Auch auf dem Wohnungsmarkt drängen sich die Studenten. Aus vielen Uni-Städten sind Klagen zu hören über die Wohnungsnot. Die Studentenwerke schätzen, dass rund 25.000 Wohnheimplätze fehlen.

So müssen jene, die zu spät kamen oder einfach Pech hatten, jetzt improvisieren, unterkunftstechnisch. Und es zeigt sich: Einige Studenten sind hart im Nehmen, wenn es darum geht, der Obdachlosigkeit zu entgehen. Da werden dann Kellerräume zu Bettenlagern umfunktioniert und Eingangshallen zu Zeltplätzen. Da endet die erfolglose WG-Zimmer-Suche im Achtbettzimmer oder der Sporthalle.

Von den ausgefallensten Notunterkünften berichten für den UniSPIEGEL fünf Studenten. Sie verraten, wo sie untergeschlüpft sind und wie die letzte Nacht war. Lesen Sie hier die Protokolle studentischer Wohnungsnot:

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1. Studenten
Clawog 01.11.2011
Das ist ja schrecklich. Das gleicht ja schon Nord Koreanische Verhältnissen. Kann man diese "Trauergeschichten" denn nicht noch etwas mehr dramatisieren? Wir verblöden und müssen schon jeden Mist über uns ergehen lassen. Es gibt sicher Tausende Rentner, welche anständige und rücksichtsvolle Studenten für ein paar Euro eine Bleibe geben würden.
2. Schon seit Jahren in Flensburg so...
akflens 01.11.2011
In Flensburg herrscht schon seit einigen Jahren Wohnungsnot (auch wenn die Stadt das bestreitet). Als ich vor zwei Jahren mit dem Studium hier begann, hatte ich Komilitonen in meinem Studiengang, die über ein halbes Jahr lang nach Wohnungen gesucht haben und in der Zeit mit Couchsurfing oder Hostels über die Runden kommen mussten. Und Seitdem wird es nur noch schlimmer, da die Zahl der Studierenden permanent steigt. Aber keine neuen Wohnungen hinzu kommen.
3. Erobert die Unitäten, diskutiert mit den Dezernenten !
Peter Sonntag 01.11.2011
Zitat von sysopWG-Zimmer und Wohnheimplätze sind zum Semesterstart äußerst knapp, manche Studenten hausen jetzt in Zelten, Kellern, Sporthallen. Fünf Jungstudenten verraten, wo sie sich betten - und was sie da erleben.
Sollte es mit dem Studium nicht gleich klappen, gibt es ja immer noch die Möglichkeit, erst einmal einen anständigen Beruf zu erlernen. Damit ergäben sich ganz prächtige "Perspektiven".
4. Generation Golf II
mauimeyer 01.11.2011
Zitat von sysopWG-Zimmer und Wohnheimplätze sind zum Semesterstart äußerst knapp, manche Studenten hausen jetzt in Zelten, Kellern, Sporthallen. Fünf Jungstudenten verraten, wo sie sich betten - und was sie da erleben. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,793866,00.html
Jetzt kommt die Generation Golf II ans Jammern! Bisher gut in Hotel Mama, z.T. in zwei Zimmern und eigenem Bad, gewohnt. Jetzt stehen an Brennpunkten nicht genug preiswerte Komfort-Appartements zur Verfügung und schon gibt es Schlagzeilen! In den ostdeutschen Uni-Städten ist genug Platz! So und so. Was glauben die heutigen Erstsemester eigentlich, wie schwierig es war 1964 Zimmer zu bekommen? Das gehört zum erwachsen-werden dazu, daß man (frau) auch mal Schwierigkeiten überwindet. Wahrscheinlich sind das in der gepamperten Generation GolfII die ersten Schwierigkeiten, auf die man trifft. Im Wohnwagen in Aachen über 4 Semester wohnen, war keine Seltenheit. Hinterher wußte man wenigstens, wie sich so ein Teil im Dauergebrauch bewährt, und konnte entsprechende Testberichte schreiben. Toll wären doch mal Berichte darüber, wie man es wirklich geschafft hat eine angemessene Behausung zu finden! Kauri
5. .
steamiron 01.11.2011
Zitat von sysopWG-Zimmer und Wohnheimplätze sind zum Semesterstart äußerst knapp, manche Studenten hausen jetzt in Zelten, Kellern, Sporthallen. Fünf Jungstudenten verraten, wo sie sich betten - und was sie da erleben. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,793866,00.html
Bla, Bla, Bla, auch ich habe in Kiel und Flensburg studiert. Ich hatte während der Zeit nacheinander 2 Zimmer in Flensburg und 2 Zimmer in Kiel bewohnen dürfen. In beiden Städten gab es genug Zimmer und Wohnungen. Wer suchet der findet. Unselbstständigkeit führt zu Lösungen wie im Artikel beschrieben.
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  • Dienstag, 01.11.2011 – 11:07 Uhr
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Rang Standort Ausgaben für Miete*
1 München 348
2 Hamburg 345
3 Köln 333
4 Düsseldorf 330
5 Frankfurt-a.M. 328
6 Darmstadt 321
7 Mainz 308
8 Stuttgart 306
9 Konstanz 305
10 Heidelberg 301
11 Bremen 300
12 Berlin 298
12 Ulm 298
12 Bonn 298
15 Wuppertal 297
16 Freiburg 294
17 Aachen 293
18 Duisburg 289
19 Lüneburg 288
19 Tübingen 288
21 Hannover 285
22 Saarbrücken 282
23 Münster 281
23 Mannheim 281
25 Kiel 280
25 Augsburg 280
27 Marburg 279
Gilt für Standorte, für die Angaben von mindestens 50 Studierenden vorliegen; *einschließlich Nebenkosten (Bezugsgruppe "Normalstudent", arithm. Mittelwert in €)

Quelle: DSW/HIS 19. Sozialerhebung

...und die Plätze 28 bis 54
Rangfolge der Hochschulstädte nach der Höhe der monatlichen Ausgaben für Miete und Nebenkosten
Rang Standort Ausgaben für Miete*
28 Rostock 279
29 Trier 278
30 Karlsruhe 276
31 Regensburg 275
32 Potsdam 274
32 Dortmund 274
34 Braunschweig 273
35 Erlangen- Nürnberg 272
36 Würzburg 268
37 Bielefeld 267
38 Gießen 266
39 Göttingen 261
40 Kassel 260
41 Paderborn 259
41 Osnabrück 259
43 Bochum 258
44 Passau 254
45 Greifswald 252
46 Bamberg 250
47 Erfurt 249
48 Halle (Saale) 243
49 Oldenburg 242
50 Leipzig 236
50 Magdeburg 236
52 Jena 233
53 Dresden 223
54 Chemnitz 210
Gilt für Standorte, für die Angaben von mindestens 50 Studierenden vorliegen; *einschließlich Nebenkosten (Bezugsgruppe "Normalstudent", arithm. Mittelwert in €)

Quelle: DSW/HIS 19. Sozialerhebung


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