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Studenten-Fotos: So sieht mein Schreibtisch aus

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Schreibtisch von Hikari, 19, aus Tokio: "Ich nutze gern die Farbe Blau" Zur Großansicht
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Schreibtisch von Hikari, 19, aus Tokio: "Ich nutze gern die Farbe Blau"

Bananen, Kaffee, Klebezettel: Jeder hat sein eigenes System beim Lernen. Studenten haben SPIEGEL ONLINE auf ihren Schreibtisch blicken lassen. Hier sind die Bilder.

Kaffee ist dabei, Erdbeeren, Bananen. Vollgeschriebene Zettel, Laptops, Bücher, Kopien, bunte Stifte und Post-its. Unzählige Schüler und Studenten haben Fotos von ihren Schreibtischen auf Instagram veröffentlicht. SPIEGEL ONLINE hat einige gebeten zu verraten, wann und wie sie am besten lernen.

Rebecca, 24, Würzburg, Biologie

"Auf meinem Bildschirm sieht man 'Lanes', das ist ein Add-on für den Browser, den ich benutze. Der Startbildschirm beziehungsweise ein neu geöffneter Tab zeigt eine To-do-Liste an und man kann sich einen Timer einblenden lassen, der einem nach 25 Minuten sagt, dass man fünf Minuten Pause machen soll. Seitdem ich diesen Timer benutze, arbeite ich fokussierter und lasse mich nicht mehr so schnell ablenken."

Christina, 21, Bochum, Jura

"Ich lerne am besten, indem ich mir im Lehrbuch Wichtiges markiere und zu Übersichten zusammenfasse. Diese werden für mich noch übersichtlicher, wenn ich alles in Farben unterteile: Ich nehme Gelb für die Überschrift, Pink für wichtige Stichpunkte und grün für die Paragrafen. Bisher habe ich direkt vor den Klausuren gelernt - der Druck hat mir geholfen, noch länger durchzuhalten. Jetzt, während der Examensvorbereitung, komme ich aber nicht drum herum, konstant und täglich zu lernen."

Martina, 20, Turin, Naturwissenschaften

"Ich sitze meist bis drei oder vier Uhr morgens am Schreibtisch, weil ich erst nachmittags anfange zu lernen. Dabei habe ich immer Kopfhörer auf, um klassische Musik zu hören. Das hilft mir, um mich zu konzentrieren. Eigentlich lerne ich am besten, wenn ich mir Dinge herausschreibe. Aber ich schaue auch oft auf Websites nach Zusatzinformationen. Die Uni bietet zum Beispiel wunderbare Websites an, auf denen Pflanzen, Tiere und naturwissenschaftliche Zusammenhänge mit Illustrationen erklärt werden."

Matteo, 22, Mailand, Ingenieurinformatik

"Bei mir gibt es eine Regel, wenn ich morgens anfange zu lernen: Ich teile meinen Tag genau auf, überlege mir also, welche Themen ich wann lernen muss. Am produktivsten bin ich morgens oder am Nachmittag. Abends kann ich mich nicht so gut konzentrieren. Manchmal treffe ich mich auch mit Freunden, um mit ihnen Aufgaben zu lösen. Aber effizienter ist es, wenn ich alleine lerne."

Ophelia, 19, Marlborough, (England), Schülerin

"Ich bin eine richtige Nachteule und lerne manchmal bis in die frühen Morgenstunden. Zuerst mache ich mir von Texten Notizen, dann fasse ich die Notizen zusammen und dann schreibe ich noch mal alles auf Karteikarten. Die ständige Wiederholung hilft mir, mir Dinge zu merken. Für meine Notizen verwende ich verschiedene Fineliner. Jedes Fach hat bei mir eine andere Farbe, zum Beispiel nutze ich Grün für die Wissenschaften. Braun und Grau nehme ich nur für Fächer, die ich nicht mag."

Stephenie, 16, USA, Schülerin

"Spaß ist für mich beim Lernen ganz wichtig. Wenn ich zum Beispiel etwas über Literatur wissen will, dann versuche ich, auch Podcasts zu diesem Thema zu finden. Ich lerne am liebsten abends, weil ich absolut kein Morgenmensch bin. Selbst, wenn ich früh aufwache, schaffe ich es nicht, mich an den Schreibtisch zu setzen."

Linus, 20, Mannheim, Ausbildung zum Notfallsanitäter

"Ich brauche eigentlich immer Kaffee und Energy Drinks, wenn ich lerne – und viele Pausen. Meist setzte ich mich abends an den Schreibtisch. Meine Strategie? Ich markiere mir Sachen lieber in Büchern, als mir alles rauszuschreiben. Und ich bin ein großer Verfechter von Mind Maps. Sie sind sehr effektiv, um Lösungsansätze für Probleme zu finden."

Emily, 18, Hamilton (Kanada), Kommunikation

"Ich verteile im gesamten Haus Post-its mit Notizen drauf. Wenn ich die jeden Tag sehe, dann kann ich mir die Inhalte darauf einfacher merken. Bevor ich anfange zu lernen, mache ich mir auch immer erst einmal eine Tasse Tee. Dann stelle ich mir einen Timer auf eine Stunde, lerne in dieser Zeit und mache 15 Minuten Pause. Mit dieser Methode kann ich mich besser auf ein Thema konzentrieren und verliere nicht so schnell das Interesse daran. Außerdem habe ich so immer ein Ziel, auf das ich hinarbeiten kann."

Mariángeles, 30, Albacete (Spanien)

"Ich habe Wirtschaft studiert und bereite mich gerade auf eine Bewerbung für einen Beamtenjob vor, deswegen sitze ich zurzeit viel am Schreibtisch. Ich mache mir oft Mind Maps, weil ich mit den Übersichten sehr effektiv lernen kann. Wichtige Wörter markiere ich mit Gelb und ich verwende viel Grün, Orange und Pink. Wie ich die Farben einsetze, hängt davon ab, wie wichtig die Themen sind."

Lola, 34, Tarragona, Erziehungswissenschaften

"Weil ich tagsüber als Spanischlehrerin arbeite, lerne ich nur abends und am Wochenende. Ich habe mich an einer Fernuni eingeschrieben, und lerne immer allein, weil meine Kommilitonen ja in ganz Spanien verstreut sind. Aber über soziale Netzwerke wie Facebook tausche ich mich mit ihnen aus, wenn mir Zusammenhänge nicht ganz klar sind. Um mich besser konzentrieren zu können, habe ich mir eine App auf meinem Handy installiert, die das Gerät quasi stilllegt, solange ich lerne."

Hikari, 19, Tokio, Englisch und Psychologie

"Um beim Lernen nicht ganz so einsam zu sein, setze ich mich oft in ein Studentencafé. Aber eigentlich kann ich mich abends immer am besten konzentrieren, also lerne ich meist von 18 bis 22 Uhr. Ich nutze nie Textmarker, um etwas hervorzuheben, aber ich schreibe mir wichtige Wörter mit bunten Stiften heraus. Ich nutze gern die Farbe Blau, weil man damit effizienter lernen kann, wie ich mal gehört habe."

Ellen, 18, Versailles, Classe préparatoire

"Ich höre klassische Musik oder Geräusche aus der Natur, zum Beispiel das Knacken eines Lagerfeuers, wenn ich lerne. Um mich zu motivieren, versuche ich mir immer wieder mein Ziel bewusst zu machen: auf eine Grande École, eine Art Elite-Hochschule, zu kommen. Ich nehme gerade an einem zweijährigen Kurs teil, der mich darauf vorbereitet. Während des Lernens hasse ich es am meisten, mich zu organisieren oder Dinge zu suchen, die ich unbedingt brauche, wie etwa alte Aufzeichnungen. Wenn ich Lernpausen einlege, dann schaue ich mir Serien an, esse, mache Fotos oder plane die nächste Woche."

Crystal, 17, Korea, Schülerin

"Gegen Mitternacht fühle ich mich so, als würde ich allein in der Welt sein, und das hilft mir, mich besser zu konzentrieren. Wenn ich lerne, dann benutze ich immer zwei verschiedene Textmarker. Mit einem markiere ich wichtige Stichwörter und mit dem anderen markiere ich die Stellen, zu denen Fragen gestellt werden könnten. Bevor ich anfange zu lernen, überprüfe ich immer erst den Plan, den ich mir für diesen Lerntag gemacht habe. Und dann stoppe ich die Zeit. So weiß ich, wie viel Stunden ich am Tag geschafft habe."

Farben spielen dabei zum Beispiel eine besondere Rolle. Ophelia aus England verwendet etwa Grün, wenn sie ein wissenschaftliches Fach lernt. Hikari aus Tokio schreibt am liebsten in Blau, weil sie mal gehört habe, das steigere die Effizienz beim Lernen.

Um besser lernen zu können, macht sich Matteo aus Italien jeden Morgen einen Plan. Und Linus aus Mannheim braucht jede Menge Kaffee und Energy Drinks, um wach zu bleiben.

Lola aus Spanien hat sich eine App auf dem Handy installiert, die das Gerät so lange lahmlegt, wie sie lernt, Rebecca aus Würzburg nutzt eine Software, die ihr nach 25 Lernminuten sagt, dass sie eine Pause machen soll. Und wie lernen die anderen? Lesen Sie selbst.

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insgesamt 11 Beiträge
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1. Wow
erzengel1987 03.02.2016
Also mein Schreibtisch sah während dem Studium deutlich chaotischer aus. Da haben sich Bücher Ordner getürmt und es war meist ein wilder Berg von Blättern da. Nicht zu vergessen die Notitzblätter. Ich glaube so Musterhaft sehen nur sehr wenige Schreibtische während dem Studium aus^^. Ich habe meist direkt nach der Uni und am Wochenende gearbeitet und Abends gezockt. Trotz meines Chaos habe ich den Master in Elektrotechnik mit sehr gut absolviert. Was will man mehr. Aber das lernen hört nicht auf
2. Geschönt!
hackee1 03.02.2016
Das kann nicht sein, dass alle Schreibtische soooooooo sauber sind, ja fast klinisch rein. Das kann nur geschönt sein. Wenn ich mich an meinen Schreibtisch während des Studiums erinnere UND an fast alle Schreibtische meiner Kommilitonen....das war das blanke Chaos mit zum Teil erheblichen Krankheitsrisiken. Wenn man die Tastattur umdrehte, hatte man plötzlich wieder Tabak für eine ganze Woche (Haare, Hautschuppen, Asche, kleinere und größere Tiere musste man halt so gut wie möglich absondern. Mit Glück konnte man den Bildschirm noch sehen, die Tastatur war irgendwo unter Tonnen von Büchern und Skripten und Kopien und Pizzakartonagen und Tellern und Gläsern und.... Lag vermutlich auch an der verfügbaren IT. Mehr als ne Schreibmaschine war das nicht und Internet kam noch in Baud und Kilobits und nicht in Megabits durch die Leitung gekrochen. Inhaltlich gabs sowiso kaum was Online.
3.
cor 03.02.2016
Zitat von erzengel1987Also mein Schreibtisch sah während dem Studium deutlich chaotischer aus. Da haben sich Bücher Ordner getürmt und es war meist ein wilder Berg von Blättern da. Nicht zu vergessen die Notitzblätter. Ich glaube so Musterhaft sehen nur sehr wenige Schreibtische während dem Studium aus^^. Ich habe meist direkt nach der Uni und am Wochenende gearbeitet und Abends gezockt. Trotz meines Chaos habe ich den Master in Elektrotechnik mit sehr gut absolviert. Was will man mehr. Aber das lernen hört nicht auf
Dito. Bei mir war nicht nur der Schreibtisch, sondern der komplette Fussboden voll mit Ordnern, Büchern, einzelnen Kapiteln und Notizblättern. Allerdings geordnet! So hatte ich immer alles auf einen Blick und griffbereit.
4. ...
dreamdancer2 03.02.2016
War auch mein erster Gedanke: Die haben doch alle fürs Foto aufgeräumt und geputzt! Mein Schreibtisch sah NIE so ordentlich aus.
5. gestellte Bilder
pommbaer84 03.02.2016
Alleine wenn man Kaffee oder Tee trinkt bleiben immer Ränder auf den Tischen zurück. Das kann man kaum verhindern wenn man im Stress ist. Mein Schreibtisch ist für aussenstehende das totale Chaos, aber ich habe alles griffbereit und eine Armlänge entfernt - das beruhigt mich. Soviel gelernt habe ich aber auch nur in Klausurphasen..
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