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Studenten in Deutschland: So viele gab's noch nie

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Bitte nicht drängeln: In deutschen Hörsälen wird's eng

Rekord folgt auf Rekord auf Rekord: In diesem Wintersemester studieren 2.698.000 Männer und Frauen in Deutschland. Auch in den nächsten Jahren bleibt es an den Hochschulen eng.

So viele Studenten wie im Wintersemester 2014/15 waren noch nie an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen waren rund 2,7 Millionen Studenten immatrikuliert, meldet das Statistische Bundesamt. Das waren 3,1 Prozent (81.500 Studenten) mehr als im Wintersemester zuvor. Die Zahl der Studienanfänger ist jedoch im Vergleich zum Vorjahr auf 498.900 gesunken, das entspricht 1,9 Prozent.

Im Jahr 2011 hatten sich erstmals mehr als 500.000 Erstsemester eingeschrieben, zu der Zeit machten in Bayern und Niedersachsen zwei Jahrgänge Abitur, zudem wurde die Wehrpflicht abgeschafft. Die Kultusministerkonferenz sowie das Berliner Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie (Fibs) gehen davon aus, dass die Studienanfängerzahlen in Zukunft zurückgehen werden.

Derzeit sind 1,77 Millionen Studenten an wissenschaftlichen Hochschulen und Kunsthochschulen eingeschrieben, an Fachhochschulen und Verwaltungsfachhochschulen sind es 929.000.

Studierende an deutschen Hochschulen nach Ländern
Land Winter­semester 2014/ 2015 1 Winter­semester 2013/ 2014 Verän­derung in %
insgesamt weiblich insgesamt weiblich insgesamt weiblich
Baden-Württemberg 357.707 167.715 347.199 162.137 3,0 3,4
Bayern 370.748 179.614 355.915 171.932 4,2 4,5
Berlin 171.274 84.791 165.923 81.785 3,2 3,7
Brandenburg 49.642 25.561 50.272 25.472 -1,3 0,3
Bremen 35.805 16.895 35.243 16.469 1,6 2,6
Hamburg 96.823 47.344 93.814 46.214 3,2 2,4
Hessen 237.813 112.054 227.608 106.196 4,5 5,5
Mecklenburg-Vorpommern 38.798 19.001 39.274 19.142 -1,2 -0,7
Niedersachsen 192.672 92.393 177.571 84.621 8,5 9,2
Nordrhein-Westfalen 720.397 339.812 695.297 325.825 3,6 4,3
Rheinland-Pfalz 122.515 61.801 122.646 61.623 -0,1 0,3
Saarland 29.891 14.874 28.657 13.939 4,3 6,7
Sachsen 111.970 49.997 113.394 50.670 -1,3 -1,3
Sachsen-Anhalt 54.530 26.728 55.954 27.477 -2,5 -2,7
Schleswig-Holstein 56.916 27.250 56.113 26.511 1,4 2,8
Thüringen 50.924 24.743 52.001 25.228 -2,1 -1,9
Deutschland 2.698.425 1.290.573 2.616.881 1.245.241 3,1 3,6
1 Erstes vorläufiges Ergebnis
Quelle: Destatis

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1.
gruenertee 26.11.2014
Bei mir an der Fakultät sind die Bewerberzahlen bereits rückläufig und die Erstsemester (B/M) leicht gestiegen - im Vergleich zum letzten WS.
2. Sinnvoll?
jetbundle 26.11.2014
Ob das sinnvoll ist ist eine andere Frage. Es geht nicht nur darum dass viele Studenten brotlose Fächer studieren, sondern auch dass ein großer Anteil nicht die Grundbegabungen bei Analysefähigkeit und (Selbst)Disziplin sowie die notwendige Grundbildung mitbringen. Den halben Jahrgang durchfallen lassen darf man ja auch nicht mehr, und so gibt es eine Schwemme an Absolventen für die das Studium eine absolute Fehlqualifikation ist. Viel besser wäre es die praktischen Ausbildungen gesellschaftlich aufzuwerten und in Sachen lebenslanges Lernen an das 21. Jahrhundert anzupassen.
3. und wer soll dann noch arbeiten?
mymindisramblin' 26.11.2014
wenn wir nur noch 'akademiker' haben, wer repariert dann die heizung, deckt die daecher oder backt das brot? alles nur noch jobs fuer asylanten? das abitur ist heutzutage ein voellig inflationaer abgewerteter schein und manchmal bin ich erschrocken ueber die allgemeinbildung (bzw. die fehlende derselben) mancher studenten. humanistische bildung ist nicht mehr, bei uns werden noch fachidioten gezuechtet, die aber nachher alle studieren und einen trockenen sauberen arbeitsplatz moechten an dem sie sich auch noch selbst verwirklichen koennen.so geht das aber nicht in einer volkswirtschaft die noch produziert und sich nicht nur auf bankgeschaefte verlegt hat wie die angelsachsen. und ich fuerchte in 20 jahren werden wir hier auch die handwerkliche qualitaet der englaender erreichen - wenn wir ueberhaupt noch handwerker finden.ich glaube wer heute auf's studium verzichtet und einen praktischen beruf erlernt( zugegeben, auch nicht jedermanns sache) der hat wesentlich bessere zukunftsaussichten als sich im wettbewerb mit zigtausenden, die alle das gleiche studiert haben, um die 250 stellen die frei sind,zu verzetteln.
4. Und wer backt die Brötchen?
nachtmensch2014 26.11.2014
Es ist ja schön, wenn man(n)/frau etwas aus sich machen will. Doch man muss es dann auch nicht übertreiben. ("Er schliff immer an sich und wurde am Ende stumpf, ehe er scharf war." G.C.Lichtenberg) Ausserdem steht zu befürchten, dass viele nur studieren wollen, um später ordentlich Geld zu scheffeln; nicht aus Wissensdurst, oder um besser dienen zu können. Schade.
5. Lebensmitteltechnologie
dickebank 26.11.2014
Zitat von nachtmensch2014Es ist ja schön, wenn man(n)/frau etwas aus sich machen will. Doch man muss es dann auch nicht übertreiben. ("Er schliff immer an sich und wurde am Ende stumpf, ehe er scharf war." G.C.Lichtenberg) Ausserdem steht zu befürchten, dass viele nur studieren wollen, um später ordentlich Geld zu scheffeln; nicht aus Wissensdurst, oder um besser dienen zu können. Schade.
Als ob die Brötchen der Bäckereiketten - auch der mittelständischen - noch "von Hand" gemacht würden ... Backmischung kommt mit dem Silo-Zug, Wasser vom örtlichen Wasserwerk, die "Brötchenstraße" vom Automatenhersteller. Im Betrieb gibt es einen Meister je Schicht, der Rest sind Facharbeiter aus dem Bereich Lebensmitteltechnologie (IHK) oder Bäckergesellen (HK) und viele Angelernte.
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