23. November 2012, 12:21 Uhr

Fast eine halbe Million Erstsemester

Studienstarter strömen in Massen an die Unis

Das Semester läuft seit einigen Wochen, jetzt gibt es die offiziellen Zahlen zum Studienstart: 492.000 Erstsemester haben sich 2012 eingeschrieben. Nur im Vorjahr strömten mehr Studenten an die Unis. Doch die Effekte des Wehrpflicht-Endes sind nun weniger zu spüren.

Nach Jahren des Anstiegs ist die Zahl der Studienanfänger erstmals wieder gesunken. Im Sommersemester 2012 und im Wintersemester 2012/2013 begannen 492.700 Erstsemester ein Hochschulstudium, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Laut seinen vorläufigen Ergebnissen sank die Zahl der Neueinschreibungen damit im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent.

Das war aber immer noch die zweithöchste Zahl, die jemals registriert wurde. Im Rekordjahr 2011 hatten sich 518.700 Studenten neu an deutschen Hochschulen eingeschrieben.

Einer der Gründe: 2011 wurde die Wehrpflicht ausgesetzt - ein Einmaleffekt, der sich im Folgejahr nicht mehr ganz so stark auswirkte. Denn im Jahr 2012 stieg die Zahl der Studienanfängerinnen weiter, nämlich um ein Prozent, während die Zahl der männlichen Erstsemester sank - sie ging um zehn Prozent zurück. Im Jahr der Wehrpflicht-Aussetzung 2011 war sie um 23 Prozent gestiegen.

Auch die doppelten Abiturjahrgänge in vielen bevölkerungsstarken Bundesländern sind zum Teil durch: 2011 gab es doppelte Jahrgänge in Bayern und Niedersachsen, 2012 in Baden-Württemberg und kleineren Ländern wie Berlin, Brandenburg und Bremen.

Überall dort gab es mehr Erstsemester: Neun Prozent mehr in Bremen, ein Prozent in Baden-Württemberg und Brandenburg; in Berlin blieb die Zahl konstant hoch. In allen anderen Bundesländern schrieben sich 2012 weniger Studienanfänger ein als im Vorjahr.

otr/dpa


URL:

Mehr auf SPIEGEL ONLINE:


© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH