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Bewerbungstipps: Stipendium - so klappt's

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Stipendien sind nur was für Überflieger: So denken viele Studenten und Auszubildende, bewerben sich gar nicht erst - und verpassen eine große Chance. Fünf junge Stipendiaten erzählen, wie sie an ihre Förderungen gekommen sind.

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Katharina Behr

"Wer nichts wagt, kann nichts gewinnen"

Katharina Behr promoviert in Teilchenpysik - gefördert mit dem renommierten Rhodes-Stipendium

"Was? Du promovierst in Oxford? Das ist die erste Reaktion von deutschen Kollegen. Die amerikanischen beglückwünschen mich dagegen überschwänglich zu meinem Rhodes-Stipendium - zu den ehemaligen Stipendiaten gehört beispielsweise Bill Clinton. Was für einen Ruf diese Förderung hat, ist mir aber erst klargeworden, als ich sie schon hatte.

Auf dem Campus in Oxford etwa merkt man schon, dass Leute es besonders finden, von der Rhodes-Stiftung finanziert zu werden. Die rund 90 Stipendiaten sind eine internationale Gemeinschaft, wir sind interdisziplinär, organisieren Kolloquien, laden andere Wissenschaftler zu Vorträgen ein. Da ich derzeit vorübergehend in Genf am CERN forsche, weil meine Doktormutter hier arbeitet, habe ich kürzlich für die anderen einen Ausflug von Oxford ans CERN organisiert - ich vermisse sie schon sehr.

  • DPA
    Spitzennoten schaden nicht - aber Stipendien lassen sich auch auf anderen Wegen ergattern. Und wie immer gilt: Wer sich nicht bewirbt, hat schon verloren. mehr...
Ganz ehrlich, in meinem Fachgebiet, der Teilchenphysik, hätte es keinen Unterschied gemacht, ob ich in Deutschland oder woanders promoviere. Aber schon als ich während meines Studiums mein Auslandsjahr in Oxford verbrachte, überlegte ich: Wie könnte ich mir eine Promotion in einem interdisziplinären Umfeld wie diesem finanzieren? Als ich über einen Kommilitonen von Rhodes und der damit verbundenen ideellen Förderung hörte, war klar: Das versuche ich. Die Förderrichtlinien, die Cecil J. Rhodes in seinem Testament hinterlassen hat, können durchaus abschrecken. Danach müsste man mindestens Athlet auf Olympia-Niveau sein. Aber ich fand: Wer nichts wagt, kann nichts gewinnen.

Es wäre kein Weltuntergang gewesen, wenn es nicht geklappt hätte - wahrscheinlich war es genau diese unverkrampfte Haltung, die mir geholfen hat."

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Marina Vukoja

"Ich dachte, das würde mir keiner glauben"

Marina Vukoja studiert Internationale VWL und BWL - gefördert mit einem Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung. Zusätzlich ist sie ehemalige "Talent im Land"-Stipendiatin

"Mit 16 neben der Schule zu arbeiten, war für mich ein Muss, keine Option. Denn ich wollte meinen Realschulabschluss, dann aufs Wirtschaftsgymnasium. Dafür musste ich vom Dorf in die Stadt ziehen - und mich selbst finanzieren.

Ich arbeitete dreimal die Woche in einer Reinigung, für fünf Euro die Stunde. Bis meine Lehrerin vorschlug, mich für das "Talent im Land"-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung für Schüler aus Zuwandererfamilien zu bewerben. Ich war mit 15 aus Kroatien gekommen, wo ich nur gute Noten hatte - aber bis wir verstanden, wie das Schulsystem hier funktioniert, war ich schon auf der Hauptschule.

Als ich von dem Stipendium hörte, dachte ich: Wie, ich? Ich bin doch nicht hochbegabt! Als es klappte, habe ich es monatelang niemandem erzählt. Ich dachte, das würden mir meine Freunde sowieso nicht glauben. Aber es war meine Rettung. So konnte ich mich auf meinen Schulabschluss konzentrieren.

Nach dem Abitur bewarb ich mich bei der Hans-Böckler-Stiftung um ein Stipendium, das finanzierte meinen Bachelor und Master in Internationaler VWL und BWL. Dazu kommt der Austausch unter den Stipendiaten, die Seminare, die Möglichkeit, eigene Projekte anzustoßen, zu lernen, andere Leute für meine Ideen zu begeistern - daran bin ich gewachsen. Mittlerweile schreibe ich Gutachten für die Hans-Böckler-Stiftung über Bewerber. Und ich besuche Schulen mit der Botschaft: Schaut her, es geht! Wir sind auch keine Überflieger, versucht es einfach.

Im August gebe ich meine Masterarbeit ab. Ich freue mich auf meinen ersten Job - und meine finanzielle Unabhängigkeit."

Moussa Hakal

"Geld kommt und geht, Netzwerke bleiben"

Zakariya Ali studiert Medizin - gefördert mit Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes, von MLP Medical Excellence sowie der Deutschlandstiftung Integration

"Ich kannte Stipendien nur aus US-Filmen, in denen Jungs kostenlos aufs College durften, weil sie so gut Basketball spielen. Dass es so etwas auch in Deutschland gibt, wusste ich lange nicht. Bis mir ein guter Freund von der Studienstiftung erzählte. Ich dachte, ich wäre eh nicht gut genug - aber mein Physiologieprofessor, selbst Studienstiftler, schlug mich vor und unterstützte mich.

Diese finanzielle Sicherheit erlaubte mir, während des Studiums zu heiraten, seit vier Jahren engagiere ich mich auch stärker politisch. Aber Geld kommt und geht - die Netzwerke bleiben, davon profitiere ich am meisten.

Neben der Studienstiftung habe ich zudem ein Stipendium vom Finanzdienstleister MLP, dadurch bekomme ich Medizintraining: Ich besuche Crashkurse in Krankenhaus-BWL oder übe mit Top-Geräten Gastroskopien - so eine Chance bekomme ich an der Uni sonst nicht.

Seit 2012 bin ich außerdem Stipendiat der Deutschlandstiftung Integration im Programm "Geh Deinen Weg": Das ist eine ideelle Förderung für Deutsche mit Migrationshintergrund - mein Mentor ist Regierungssprecher Steffen Seibert. Wir haben uns erst vor Kurzem wieder getroffen. Über ihn bekomme ich Einblick in die Politik und die Menschen dahinter; eine echte Alternative für mich, zumal ich schon seit meiner Jugend sozialpolitisch engagiert bin.

All die Netzwerke inspirierten mich so sehr, dass ich vor drei Jahren das Forum Muslimischer Stipendiaten in Deutschland mitgründete: Wir wollen aus unserem muslimischen Ethos heraus die gesamte Gesellschaft voranbringen. Dafür gestalten wir Politik und Gesellschaft und fördern muslimische Nachwuchsführungskräfte. Mit meiner Arbeit möchte ich Zeichen setzen und anderen Mut machen. Auch dazu, sich zu bewerben und nicht gleich nach der ersten Absage aufzugeben."

Julia Carls

"Es ist wie eine Beziehung"

Julia Carls studiert Kommunikations- und Religionswissenschaft - gefördert mit Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes, des DAAD sowie des israelischen Außenministeriums

"Wahrscheinlich bin ich das beste Beispiel dafür, was alles möglich ist. Ich dachte immer: In der Studienstiftung sind nur die ganz jungen Durchstarter. Und ich habe eben mit 29 angefangen zu studieren. Davor war ich Regieassistentin an Opernhäusern, habe anschließend als Rettungsassistentin gearbeitet.

Als dann doch das Gefühl kam, noch etwas anderes machen zu müssen, schrieb ich mich für Kommunikations- und Religionswissenschaft in Erfurt ein, Schwerpunkt Judaistik.

Die finanzielle und ideelle Unterstützung der Stiftungen reizte mich zwar, aber Grundförderung zu bekommen hielt ich für relativ aussichtslos. Mein Eindruck war: Die fördern nur geradlinige Karrieren. Aber mein bunter Lebenslauf hat dann doch gepunktet.

Insgesamt habe ich mich bei zwei Begabtenförderungswerken für die Grundförderung beworben, zudem achtmal für Summer Schools verschiedener Förderinstitutionen - darunter waren Botschaften, andere Universitäten, der Deutsche Akademische Auslandsdienst. Bis auf zweimal hat alles geklappt. Ab Oktober bin ich Promotionsstipendiatin im Leo-Baeck-Programm der Studienstiftung.

Vielfalt und Engagement werden zwar prinzipiell belohnt, aber man sollte sich nicht abschrecken lassen, wenn es nicht beim ersten Anlauf klappt. Und man sollte überlegen, wann ein guter Zeitpunkt ist, sich zu bewerben - etwa erst mit Beginn des Masterstudiums, wenn man schon Studienleistungen vorweisen kann. Mein Tipp ist, sich mit aktuellen Stipendiaten zu unterhalten und zu Info-Veranstaltungen der Förderwerke zu gehen - da merkt man schnell, ob man besser zur Konrad-Adenauer-Stiftung oder zur Böckler-Stiftung passt. Es ist wie eine Beziehung: Es muss passen."

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Privat

"Die Förderung bestätigte mir: Ich kann mehr"

Irina Lemmer studiert Gesundheitsmanagement - gefördert mit einem Fulbright Stipendium . Zusätzlich: ehemalige "Talent im Land"-Stipendiatin

"Ohne die Stipendien hätte ich definitiv ein ganz anderes Leben geführt. Ich hätte sicher nicht auf dem zweiten Bildungsweg Gesundheitsmanagement studiert.

Dass alles anders kam, liegt an dem Schulleiter des Abendgymnasiums, das ich damals besuchte. Er war so begeistert von mir, dass er mich für das "Talent im Land"-Stipendium vorschlug. Ich hätte mich nicht getraut, mich zu bewerben - ich war mit 19 schließlich nicht mehr die Jüngste.

Nach meiner Ausbildung als Bürokauffrau arbeitete ich damals halbtags im Universitätsklinikum - und hatte ein anderes Leben als normale Schüler: Ich musste mein Auto finanzieren, meine Wohnung. Dass es mit der Förderung klappte, empfand ich als Bestätigung meiner Mühen: Ich kann mehr.

Auch darum machte ich weiter - und begann mit meinem Gesundheitsmanagement-Studium, bewarb mich um ein Fulbright-Stipendium und verbrachte so sechs Wochen voller Workshops in Nebraska.

Anfangs hätte ich nicht geglaubt, dass ich talentiert genug bin, um ein Stipendium zu bekommen. Heute kann ich sagen: Ich beherrsche vier Fremdsprachen, ich kann meinem Arbeitgeber etwas bieten. Jede Form der Förderung hilft einem in der Selbstentwicklung weiter - und es gibt so viele Angebote! Sich an eines zu klammern, wäre falsch. Man darf sich einfach nicht entmutigen lassen."

  • Corbis
    Wo geht's zum Stipendium? Jetzt kann man sich bei der Studienstiftung des deutschen Volkes auch selbst bewerben - und muss im Auswahltest überzeugen. Flussdiagramme, Wörter-Wolken, Körper zum Drehen und Wenden: 13 Aufgaben aus dem beinharten Test. mehr...
  • Test der Studienstiftung: Gehirnjogging für Hochbegabte

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insgesamt 17 Beiträge
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1. Stipendien - zweischneidige Sache!
Dumme Fragen 28.04.2015
Stipendien für Studenten können einem weiterhelfen. Studienzeiten werden eh nicht mehr für die Rente angerechnet, also egal, wo man da sein Geld her bekommt. Für Doktoranden kann ich nur raten: Finger weg von Stipendien, bei denen nichts in die Rentenkasse eingezahlt wird. Am gerechtesten wäre eh Bafög für alle als Studienkredit, der über einen prozentualen Anteil am späteren Einkommen zurückgezahlt wird (wie in Norwegen). Das wäre die beste Förderung besonders von Studenten aus Familien ohne akademischen Hintergrund.
2. Realistisch sehen
leser008 28.04.2015
Der Artikel verbreitet ja einen ziemlichen Stipendienhype. Die Glücklichen bekommen zumeist sogar zwei Stipendien, toll. In der Realität muss man sich überlegen, ob sich ein Stipendium überhaupt lohnt. Der Aufwand, zu recherchieren, Veranstaltungen zu besuchen, Bewerbungen schreiben, Referenzen einholen, Abgeben, warten, Auswahlverfahren, ist bei offenem Ergebnis enorm. Als Ergebnis gibts meist nur ein Büchergeld u. Einladungen zu Pflichtveranstaltungen. Und das oft nur für 1 Jahr. In meiner Lerngruppe haben wir das durchgespielt. Bei, zugegeben finanziell sicheren Verhältnissen, haben wir beschlossen, die Energie lieber ins Studium zu stecken. Später als Referendar habe ich mich auf Anraten u. mit Protektion meines Arbeitgebers für ein DAAD Programm an der ENA in Paris beworben. Der Aufwand war trotz guter Unterstützung -neben der Arbeit- aberwitzig. Schliesslich konnten die Franzosen mir kein Programm anbieten, das den Nachteil einer 6 monatigen Unterbrechung aufgewogen hätte. Also eh umsonst das Ganze. Wenn man als Student keine ordentliche finanzielle Basis für sein Studium hinbekommt, sollte man das als Hinweis sehen, dass man es vielleicht besser ganz bleiben lässt.
3. ...
Newspeak 28.04.2015
Ein Stipendiensystem ist sicher in vielerlei Hinsicht nützlich, sollte aber dennoch die Ausnahme bleiben und vor allem nicht darüber hinwegtäuschen, daß es verdammte Pflicht des Staates ist, eine chancengleiche Bildung über hinreichend gut grundfinanzierte Hochschulen zu garantieren. In Deutschland wird die Diskussion über Stipendien dagegen genutzt, um genau das zu verschleiern, nach dem Motto "seht her, so geht es doch, so kann doch jeder Befähigte, auch das Arbeiterkind, studieren". Nein, so geht es eben nicht, bzw. nur in einem neofeudalen System. Das Arbeiterkind scheitert nämlich mehrfach, einerseits weil es die Möglichkeiten zu Stipendien nicht nahegebracht bekommt, keine Vorbilder in der Familie hat, weil es bei einem Auswahlprozeß aber vielleicht auch am fehlenden "sozialen Engagement" mangelt, das sich wieder aus den fehlenden, auch finanziellen Möglichkeiten der Familie ergibt, nicht zwangsläufig zwar, aber doch mit höherer Wahrscheinlichkeit als in einem Akademikerhaushalt.
4. Zu viel Aufwand?
anaxamander 28.04.2015
Zitat von leser008Der Artikel verbreitet ja einen ziemlichen Stipendienhype. Die Glücklichen bekommen zumeist sogar zwei Stipendien, toll. In der Realität muss man sich überlegen, ob sich ein Stipendium überhaupt lohnt. Der Aufwand, zu recherchieren, Veranstaltungen zu besuchen, Bewerbungen schreiben, Referenzen einholen, Abgeben, warten, Auswahlverfahren, ist bei offenem Ergebnis enorm. Als Ergebnis gibts meist nur ein Büchergeld u. Einladungen zu Pflichtveranstaltungen. Und das oft nur für 1 Jahr. In meiner Lerngruppe haben wir das durchgespielt. Bei, zugegeben finanziell sicheren Verhältnissen, haben wir beschlossen, die Energie lieber ins Studium zu stecken. Später als Referendar habe ich mich auf Anraten u. mit Protektion meines Arbeitgebers für ein DAAD Programm an der ENA in Paris beworben. Der Aufwand war trotz guter Unterstützung -neben der Arbeit- aberwitzig. Schliesslich konnten die Franzosen mir kein Programm anbieten, das den Nachteil einer 6 monatigen Unterbrechung aufgewogen hätte. Also eh umsonst das Ganze. Wenn man als Student keine ordentliche finanzielle Basis für sein Studium hinbekommt, sollte man das als Hinweis sehen, dass man es vielleicht besser ganz bleiben lässt.
Wenn Ihnen das zu viel Aufwand war und Sie nicht erkennen können, was Sie trotz allem gewonnen haben war es umsonst. Vollkommen korrekt. Mir "ordentlicher finanzieller Basis" hätte ich auch keine Hauptschule besucht sondern ein Gymnasium. Es war nämlich von Anfang an klar, daß meine Familie, selbst mit Unterstützung der Großeltern, kein Studium finanzieren könne. Stattdessen habe ich so schnell es möglich war meine alleinerziehende Mutter entlastet. Nun habe ich mich mit 43 am Abendgymnasium angemeldet und werde danach studieren. Aussagen wie das oben zitierte sind eine Ohrfeige für alle Studenten die neben dem Studium noch arbeiten gehen müssen.
5. Antwort auf anaxamander
leser008 28.04.2015
Zitat von anaxamanderWenn Ihnen das zu viel Aufwand war und Sie nicht erkennen können, was Sie trotz allem gewonnen haben war es umsonst. Vollkommen korrekt. Mir "ordentlicher finanzieller Basis" hätte ich auch keine Hauptschule besucht sondern ein Gymnasium. Es war nämlich von Anfang an klar, daß meine Familie, selbst mit Unterstützung der Großeltern, kein Studium finanzieren könne. Stattdessen habe ich so schnell es möglich war meine alleinerziehende Mutter entlastet. Nun habe ich mich mit 43 am Abendgymnasium angemeldet und werde danach studieren. Aussagen wie das oben zitierte sind eine Ohrfeige für alle Studenten die neben dem Studium noch arbeiten gehen müssen.
Tschuldigung, ich wollte ihren Werdegang nicht herabwürdigen, sondern finde Abendgym mit 43 ziemlich beeindruckend und wünsche ihnen viel Erfolg. Mit finanzielle Basis meinte ich natürlich auch Jobs, Bafög u.ä.. Zu den Stipendien, halte ich die für völlig ungeeignet, die eklatanten Defizite in der staatl. Studienförderung zu beheben. In meinem Umfeld bekamen viele Studenten Stipendien, aber nur 1-2 aus ärmeren Familien. Die allermeisten bekamen von Parteistiftungen was. Dann gabs noch Vertriebene, Waisen, Studienstiftung, einer von der Kirche, weil er Priester wurde. Ein Studium mit Jobben zu finanzieren, führt bei den heutigen Stundenlöhnen oft zum Scheitern o. Studienabbruch, zumindest bei uns in Jura war das so. Letztlich ist fraglich, ob ein resourcenloses Land es sich leisten kann, begabte junge Menschen abzudrängen und teils total depperte Oberschichtkinder zu fördern.
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  • Corbis
    Wo geht's zum Stipendium? Jetzt kann man sich bei der Studienstiftung des deutschen Volkes auch selbst bewerben - und muss im Auswahltest überzeugen. Flussdiagramme, Wörter-Wolken, Körper zum Drehen und Wenden: 13 Aufgaben aus dem beinharten Test. mehr...
  • Test der Studienstiftung: Gehirnjogging für Hochbegabte

Stipendium
Wieviele werden gefördert?
Rund zwei Prozent aller Studenten in Deutschland bekommen ein Stipendium, heißt es in der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Einigen winken Bücherzuschüsse, andere dürfen sich sogar über die Finanzierung ihres Lebensunterhalts freuen. Ein Drittel der Geförderten wird von den großen Begabtenförderungswerken unterstützt.
Wer zahlt's?
Die Stipendien der sechs parteinahen Stiftungen, der Stiftungen von Wirtschaft und Gewerkschaften, der beiden kirchlichen Förderwerke und der Studienstiftung des deutschen Volkes werden vom Staat gezahlt. Die kleineren Stiftungen werden meist privat finanziert. Der Bundesverband deutscher Stiftungen kennt gut 1500 Stipendiengeber. Unterstützer sind Stiftungen großer Unternehmen, zahlungskräftiger Mäzene und zunehmend auch die Unis: In Ostwestfalen-Lippe zum Beispiel haben fünf Hochschulen den Studienfonds OWL gegründet. Ihre Studenten haben so die Chance auf ein Stipendium, das von Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft unterstützt wird.
Typologie der Uni-Neulinge