Was kostet die Welt? Göteborg, unisex und übersichtlich
2. Teil: Familienanschluss statt WG: Abreise ins Ungewisse
Wohnungsnot herrscht in Göteborg genauso wie in vielen deutschen Uni-Städten. Günstige Zimmer sind knapp, Garantie auf einen Wohnheimplatz gibt es nicht.
Trotzdem haben die meisten Austauschstudenten zum Semesterstart ein festes Dach über dem Kopf. Viele kommen im größten Wohnheim der Stadt unter, dem "Olofshöjd". Das hat über 1400 Betten und gleicht einem Dorf. Ein Einzelzimmer kostet pro Monat um die 3700 Schwedische Kronen, umgerechnet rund 430 Euro. Für Göteborg ist das billig. Außerdem hat jeder ein eigenes Bad, die Gemeinschaftsküchen werden wöchentlich geputzt, und die Studenten können eine Turnhalle und mehrere Saunen kostenlos nutzen.
Auf jeden Fall kann man sich auch ohne feste Bleibe zum Studium nach Göteborg wagen. Zwar droht zu Semesterbeginn ein Bett in einem teuren Hostel oder ein Schlafplatz auf dem Sofa von Freunden - doch Hartnäckigkeit lohnt sich. Meistens ergibt sich in den ersten Tagen vor Ort etwas. Viele Austauschstudenten ziehen bei Familien oder Alleinstehenden zur Untermiete ein. In Schweden ist das nicht ungewöhnlich. Die Preise (ab rund 340 Euro) liegen oft sogar unter denen eines Wohnheimplatzes.
- 1. Teil: Göteborg, unisex und übersichtlich
- 2. Teil: Familienanschluss statt WG: Abreise ins Ungewisse
- 3. Teil: Fahrrad statt Monatsticket: Wenigstens bei schönem Wetter
- 4. Teil: Mikrowelle statt Mensa: Für unter fünf Euro nichts Warmes
- 5. Teil: Studentenparty statt Club: Leitungswasser ist kostenlos
- 6. Teil: Kleiner Sprachführer: Ein Glas Öl, bitte
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- Montag, 28.01.2013 – 08:42 Uhr
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- Christoph Petry, 23, studiert Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz. Sein Austauschjahr in Göteborg ist Ende Januar vorbei, die neuen Erasmus-Studenten beneidet er schon jetzt.
Christoph Petry
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