In der Disco legen viele Schweden eine Verwandlung hin. Die zurückhaltenden Kommilitonen aus der Vorlesung entpuppen sich als feierfreudiges Partyvolk. Schick zurechtgemacht tanzen, trinken und flirten sie durchs Göteborger Nachtleben. Das spielt sich vor allem im Stadtzentrum ab. Dort sind die meisten Clubs und Bars gut zu Fuß zu erreichen.
Angesichts der Preise droht allerdings schon vor dem Feiern Katerstimmung. In den meisten Clubs kostet der Eintritt mindestens 80 Kronen (rund 9,30 Euro). Dazu kommen häufig Gebühren von 20 bis 30 Kronen für die Garderobe. Und für ein Bier muss man mindestens fünf Euro springen lassen. Beim Flirten einen Drink zu spendieren, sollte also gut überlegt sein.
Günstiger sind oft Partys, die Studentenorganisationen veranstalten. Ein kleines Bier kostet dort mit Glück nur die Hälfte. Einige Pubs in der Stadt verkaufen Bier ab 3,40 Euro. Für Göteborg ist das ein Schnäppchen. Wer auf ein Glas in der Hand nicht verzichten kann oder nicht unnötig Geld verprassen möchte: Leitungswasser ist in fast allen Clubs und Bars kostenlos.
Das teure Nachtleben hat den angenehmen Nebeneffekt, dass der Kontakt unter den Erasmus-Studenten umso intensiver ist. Fast jedes Wochenende finden in WGs oder in den Gemeinschaftsräumen der Wohnheime private Partys statt. So spart man nicht nur das Geld für Discos, sondern lernt auch schnell Leute aus aller Welt kennen.
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