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3. Teil: Qi Gong: Der Affe präsentiert den Pfirsich

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Geht auch im Büro: "Das Wasser schieben und der Welle helfen"

Dienstag: Qi Gong mit Trainer Frank in der Uni-Turnhalle

Was ist das? Qi Gong (ausgesprochen ch'i-kung) gilt als Jahrtausendealter Schatz der chinesischen Kultur. Die Bewegungslehre wird in China staatlich gefördert und in der traditionellen Chinesischen Medizin angewandt. Das "Qi" steht für die Lebensenergie, "Gong" bedeutet beständiges Üben. Erste Formen wurden in alten daoistischen Schriften erwähnt. Auch andere Religionen wie Buddhismus und Konfuzianismus, prägten die Qi-Gong-Bewegungslehre. Die fernöstliche Lehre geht von einer Lebensenergie im Körper aus. Ein Grundsatz im Qi Gong ist "Wuwei": nichts wollen, keine Absichten verfolgen. Denn das Leben ist wie ein Fluss, nicht planbar, ein Kommen und Gehen.

Darum sollen Blockierungen sich durch langsame fließende Bewegungen auflösen. Qi Gong wurde später vor allem in den Klöstern durch die Mönche überliefert und lebt von den asiatischen Tugenden: Ruhe und Fleiß. Es übt sich am besten im Freien und an einem mittelalten Baum, denn die sollen eine heilende Wirkung haben.

Wie geht das? Wir üben in der Halle, der Kurs beginnt im Sinne asiatischer Disziplin um 7.30 Uhr früh. Außer mir sind drei weitere Frauen im Kurs, deren Studium schon länger zurück liegt, etwas später kommt noch ein junger Mann. Wir begrüßen uns mit einer leichten Verbeugung, jeder formt mit beiden Händen Schalen legt sie ineinander und verschränkt sie vor der Brust.

Danach kommen Bewegungsabfolgen, bedächtig und langsam. Die Bewegungen, kann ich kaum voneinander unterscheiden, nur die Namen bleiben hängen: "Stehen wie ein Baum", "Der Affe präsentiert den Pfirsich", "Den Mond anschauen", "Das Wasser schieben, um der Welle zu helfen". Zwischendurch - ich schiebe gerade das Wasser mit den Händen - erzählt Lehrer Frank von den Wurzeln der Qi-Gong-Bewegungen, vor allem: Kreise! Die Bewegungen sind sehr klein und einfach nachzumachen, aber für das ungeschulte Auge sehen komisch aus, wie die Sportschau in Zeitlupe oder Pantomime auf der Straße.

Wie war das? Nach anderthalb Stunden habe ich nicht das Gefühl viel gemacht zu haben, aber ich fühle mich gut, ruhig, gelassen. Die Wirkung von Qi Gong entfaltet sich, wie schon im Namen enthalten, erst bei regelmäßigem Üben. Qi Gong braucht ein bisschen Konzentration und Geduld und eignet sich für Leute, die Ruhe suchen und Bäumen gern haben. Für Zappelige ist es nichts. Außer einer Gymnastikmatte braucht es vor allem Phantasie - zum Mond-, Affen- und Pfirsiche vorstellen.

Bester Satz: "Das brauche ich für mein Herz-Qi"

Fachrichtungen: Forstwissenschaften, Sinologie, Erlebnispädagogik

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Die Natur des Problems
Boone 28.02.2012
Man kann nicht ein Problem lösen, dessen Natur man nicht verstanden hat. Ein unruhiger Geist ist nicht der natürliche Seinszustand des Menschen, er ist ein Ausdruck inneren Konflikts. Die Unruhe aufzulösen ohne den Konflikt zu beenden ist Symptombehandlung und führt auf Dauer zu noch mehr Konflikt, denn die Auswirkungen des Konfliktes beseitigen zu wollen ohne sich des Konfliktes gewahr zu sein bewirkt noch mehr Konflikt, weil das Bekämpfen der Unruhe immer wieder ein Hinweis auf die vorhandene Unruhe und den ungeheilten Konflikt ist und somit im krassen Gegensatz zum gewünschten Seinszustand steht. Ich fühle mich nicht so wie ich mich fühlen möchte. Ich tue etwas, damit ich anders fühlen kann. Dieses Tun weisst mich darauf hin, dass ich mich nicht so fühle, wie ich mich fühlen möchte. Also tue ich etwas, damit ich mich anders fühlen kann. So funktioniert es nicht. Ein Teufelskreis.
2. Manche können es
wip 28.02.2012
Zitat von BooneMan kann nicht ein Problem lösen, dessen Natur man nicht verstanden hat. Ein unruhiger Geist ist nicht der natürliche Seinszustand des Menschen, er ist ein Ausdruck inneren Konflikts. Die Unruhe aufzulösen ohne den Konflikt zu beenden ist Symptombehandlung und führt auf Dauer zu noch mehr Konflikt, denn die Auswirkungen des Konfliktes beseitigen zu wollen ohne sich des Konfliktes gewahr zu sein bewirkt noch mehr Konflikt, weil das Bekämpfen der Unruhe immer wieder ein Hinweis auf die vorhandene Unruhe und den ungeheilten Konflikt ist und somit im krassen Gegensatz zum gewünschten Seinszustand steht. Ich fühle mich nicht so wie ich mich fühlen möchte. Ich tue etwas, damit ich anders fühlen kann. Dieses Tun weisst mich darauf hin, dass ich mich nicht so fühle, wie ich mich fühlen möchte. Also tue ich etwas, damit ich mich anders fühlen kann. So funktioniert es nicht. Ein Teufelskreis.
Man kann es nicht, aber manche können es, weil sichso der Weg zur Natur des Problems wie von selbst öffnet.
3.
Boone 28.02.2012
Ja das stimmt, durch das wiederholte Scheitern kann sich Einsicht entwicklen oder wie der Buddhist sagt "Aus Einsicht in das Leid...".
4. Hans Selye hat "Strain" gemeint !
Anton_Gsandtner 28.02.2012
Stressor (http://de.wikipedia.org/wiki/Stressor) Das kommt davon, wenn man als Ungar nur halbwegs Englisch kann. Hans Selye (http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Selye)
5. Chillout
oli345 28.02.2012
Ein Urteil nach 1x Autogenem Training ist leider wenig aussagekräftig. Das dauert mindestens ein halbes Jahr bis das man das tatsächlich beherscht. Und wenn man das dann mal drauf hat, Glückwunsch, dann kann man in wenigen Minuten sich in einen weit entspannteren Zustand versetzen. Der Vorteil von z.B. Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson oder der vollständigen Yogaentspannung nach Sivananda ist, dass man nicht so lange üben muss bis man schon gute Ergebnisse erzielt. Allerdings benötigt eine Sitzung autogenes Training, wenn man es beherrscht, weniger Zeit.
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