Techniken gegen Stress: Wenn du es eilig hast, setze dich

Die Sonne grüßen, Bäume umarmen oder beim Federball Vollgas geben - was hilft wirklich gegen die Alltagshektik, Uni-Stress und die Schnelligkeit des Seins? Studentin Yalda Franzen hat fünf Entspannungsmethoden getestet und festgestellt: Manches hilft dem Herz-Qi, anderes ist Eso-Mumpitz.

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Methoden gegen den Stress: Malen, Springen, Wellen schieben
Die heutigen Studenten sind für die Wissenschaft ein Rätsel. Fest steht, dass viele Studenten über Überlastung klagen und die psychologischen Praxen jährlich mehr Studenten behandeln.

Das Warum ist nicht geklärt. Die einen sehen den Fehler im System: zu viel Druck im Bachelor und von außen und kaum Freizeit für Politik und Engagement. Andere meinen, das Problem komme von innen, diese Jugend sei verwöhnt und zu anspruchsvoll. Die Frustration und der Stress hausgemacht, das Produkt einer Suche nach dem Perfekten: dem perfekten Partner, den perfekten Noten und der perfekten Nutzung der Zeit.

Was stresst mehr, der eigene Anspruch oder der Druck von außen? Was bedingt was? Die Frage nach dem Ursprung von Stress ist ein Henne-Ei-Problem, am gefühlten Ist-Zustand vieler Studenten ändert sie nichts. Eine schnelle Lösung gibt es nicht, denn nach der Formel für innere Gelassenheit suchen Religionen und Forschung schon seit Jahrhunderten. Die populären Antworten kommen häufig aus Fernost und heißen Yoga oder Thai-Chi. Ein chinesisches Sprichwort sagt: Wenn du es eilig hast, setze dich. Manche Stressexperten empfehlen das Gegenteil: Immer schön pünktlich sein, denn Stress entstehe oft, wenn unter Zeitdruck der Überblick verloren geht.

Studentin und Unispiegel-Autorin Yalda Franzen testet bekannte und weniger bekannte Methoden für mehr innere Gelassenheit auf ihre Alltagstauglichkeit. Klicken Sie auf die Überschriften um zu den Tests zu gelangen.

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1. Die Natur des Problems
Boone 28.02.2012
Man kann nicht ein Problem lösen, dessen Natur man nicht verstanden hat. Ein unruhiger Geist ist nicht der natürliche Seinszustand des Menschen, er ist ein Ausdruck inneren Konflikts. Die Unruhe aufzulösen ohne den Konflikt zu beenden ist Symptombehandlung und führt auf Dauer zu noch mehr Konflikt, denn die Auswirkungen des Konfliktes beseitigen zu wollen ohne sich des Konfliktes gewahr zu sein bewirkt noch mehr Konflikt, weil das Bekämpfen der Unruhe immer wieder ein Hinweis auf die vorhandene Unruhe und den ungeheilten Konflikt ist und somit im krassen Gegensatz zum gewünschten Seinszustand steht. Ich fühle mich nicht so wie ich mich fühlen möchte. Ich tue etwas, damit ich anders fühlen kann. Dieses Tun weisst mich darauf hin, dass ich mich nicht so fühle, wie ich mich fühlen möchte. Also tue ich etwas, damit ich mich anders fühlen kann. So funktioniert es nicht. Ein Teufelskreis.
2. Manche können es
wip 28.02.2012
Zitat von BooneMan kann nicht ein Problem lösen, dessen Natur man nicht verstanden hat.
Man kann es nicht, aber manche können es, weil sichso der Weg zur Natur des Problems wie von selbst öffnet.
3.
Boone 28.02.2012
Ja das stimmt, durch das wiederholte Scheitern kann sich Einsicht entwicklen oder wie der Buddhist sagt "Aus Einsicht in das Leid...".
4. Hans Selye hat "Strain" gemeint !
Anton_Gsandtner 28.02.2012
Stressor (http://de.wikipedia.org/wiki/Stressor) Das kommt davon, wenn man als Ungar nur halbwegs Englisch kann. Hans Selye (http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Selye)
5. Chillout
oli345 28.02.2012
Ein Urteil nach 1x Autogenem Training ist leider wenig aussagekräftig. Das dauert mindestens ein halbes Jahr bis das man das tatsächlich beherscht. Und wenn man das dann mal drauf hat, Glückwunsch, dann kann man in wenigen Minuten sich in einen weit entspannteren Zustand versetzen. Der Vorteil von z.B. Progressiver Muskelentspannung nach Jacobson oder der vollständigen Yogaentspannung nach Sivananda ist, dass man nicht so lange üben muss bis man schon gute Ergebnisse erzielt. Allerdings benötigt eine Sitzung autogenes Training, wenn man es beherrscht, weniger Zeit.
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