Warum überhaupt an eine deutsche Uni? Lieber gleich woanders einschreiben. Überfüllte Hörsäle, genervte Professoren und schlecht ausgestattete Bibliotheken gibt es im Ausland schließlich auch. Dafür lernt man in Australien, den USA oder China wenigstens noch Land und Leute kennen.
Und je entlegener das Ziel, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Sache klappt. Ein paar Beispiele, wo sich das Einschreiben lohnt:
Was nur wenige wissen: Ein Auslandsstudium muss nicht an der Sprachbarriere scheitern. Weltweit gibt es rund 700 Auslands-Studiengänge in deutscher Sprache. Maschinenbau lässt sich in Shanghai auch auf Deutsch studieren, ebenso Mathematik in Manchester, Elektromechanik an der ukrainischen TU Donezk oder Journalistik in Rumänien.
Die Niederlande bieten ihren deutschen Nachbarn ebenfalls einige Studiengänge in deren Muttersprache an. An der Hanzehogeschool in Groningen und der FH Venlo kann man Internationale Betriebswirtschaft studieren, ein berufsbegleitendes vierjähriges Sozialpädagogikstudium gibt es an der Saxion Hogeschool Enschede - alles auf Deutsch.
Wer auch außerhalb der Uni vorwiegend Deutsch sprechen möchte, kann natürlich nach Österreich oder in die Schweiz gehen.
Doch Vorsicht: Deutschlands südliche Nachbarn haben schon große Angst vor den Horden deutscher Schulabgänger, die im Herbst in ihren Unis einfallen könnten. Ausländerquoten, Eingangstests und ein Aufschlag auf die Studiengebühren kommen in den Alpenländern langsam in Mode.
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