Von Jonas Leppin und Oliver Trenkamp
Gruppenreferate funktionieren meist nach dem Prinzip: Wir haben uns gequält, jetzt quälen wir unsere Zuhörer. Dumm nur, dass ein Referat in der Gruppe normalerweise die absolute Mindestanforderung ist, wenn man nichts tun will, aber trotzdem den Schein oder die Creditpoints braucht. Meistens versucht die zufällig zusammengewürfelte Gruppe, einen gemeinsamen Termin zum Vorbereitungstreffen zu finden, bevor sich darauf geeinigt wird, dann doch alles per Mail abzustimmen.
Dabei ist die Referat-Truppe gruppenpsychologisch aufgebaut wie das A-Team: Einer ist der Chef und hat einen Plan, einer kann das Auditorium blenden, einer ist verrückt und den letzten lässt man lieber in Ruhe, damit es keinen Ärger gibt.
So haben sie die Semesterferien verbracht: Urlaub, Arbeit, Party, Lernen. So in die Richtung.
So sieht das Handout aus: Sechs Seiten, sechs verschiedene Schriftarten, eine Seite doppelt sich, weil Bernd und Jochen denselben Aspekt bearbeitet haben.
So etwas sagen sie gern: "Wer wollte sich noch mal um Punkt 5 kümmern?" und "Da müsst ihr euch an Bernd oder Jochen wenden, die sind aber leider krank."
So lange dauert es: Bis jeder dran war.
So reagiert der Professor: "Kommen Sie bitte langsam zum Schluss."
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