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Universität Fukushima: "Ich will glauben, dass es hier sicher ist"

Aus Fukushima berichtet Heike Sonnberger

Die Strahlenwerte auf dem Campus der Universität Fukushima sind seit dem Atomunfall erhöht. Die Hochschulleitung sieht darin kein Sicherheitsrisiko, doch eine Gruppe von Dozenten warnt. Die Studenten fühlen sich unbehaglich - wem sollen sie vertrauen?

Studieren in Fukushima: Strahlenangst gefährdet Uni Fotos
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Ein eisiger Wind jagt Schneeflocken über den Campus der Universität Fukushima. Zwei Studenten huschen den freigeschaufelten Fußweg entlang. An den Trauben vorbei, die dieses Jahr niemand ernten mochte. Über das Quadrat aus versuchsweise gesäuberten Pflastersteine, die hell leuchten, weil sie mit einem Hochdruckreiniger blankgeputzt wurden. Alles wegen der radioaktiven Partikel, die nach dem schweren Erdbeben und der nuklearen Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zur Hochschule herübergeweht sind, 70 Kilometer weit.

Die Studenten heißen Nana und Nobuya, beide 20 und im zweiten Hochschuljahr. Sie lernt Erziehungswissenschaft, er Japanisch. Wenn man sie fragt, ob sie ihre Uni mögen, sagen beide gleichzeitig: "Ja!"

Und die Strahlung? "In den Nachrichten heißt es, hier ist es sicher. Ich glaube das", sagt Nana. Nobuya ist skeptischer: "Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob das stimmt. Aber ich will es glauben." Als Studenten könnten sie sowieso nichts ändern, ergänzt er. Nana fügt hinzu, wenn man den Zusicherungen der offiziellen Stellen nicht glaube, mache das den Alltag kompliziert. "Und wir wollen hier leben und studieren!"

Selbst wenn sie es nicht wollten, sie haben kaum eine Wahl. Zwei Jahre dauert ihr Studium noch, und mittendrin die Uni zu wechseln, ist in Japan schwierig. Japanische Schüler büffeln extrem hart, um an der Hochschule ihrer Wahl angenommen zu werden. Je renommierter die Uni, desto schwerer die Aufnahmeprüfung, desto besser die Jobaussichten. Wer die Eingangsprüfung besteht, hat den Abschluss praktisch in der Tasche.

Erst in Jahren wird sich zeigen, wer Recht hatte

An der Universität Fukushima müssen die rund 5000 Studenten dafür erhöhte Strahlenwerte hinnehmen. Der Politikprofessor Taro Daikoku, 41, steht mit einem Messgerät draußen bei dem Weinstock. "Hier ist die Strahlung besonders hoch", sagt er und deutet auf das Ende des Rohrs, das von der Regenrinne nach unten führt. Sein Messgerät zeigt 20 Mikrosievert pro Stunde. Ein paar Schritte daneben, einen Meter über den Pflastersteinen, misst er ein knappes Mikrosievert, etwa das 25-Fache der natürlichen Strahlung ohne ein explodiertes AKW in der Nachbarschaft. Eine erhöhte Dosis, aber auch eine, die Experten noch für unbedenklich halten.

"Ich finde das viel", sagt Daikoku, er klingt ein bisschen trotzig. Er sitzt wieder in seinem Büro in der sozialwissenschaftlichen Fakultät und verschränkt die Hände hinter dem Kopf. "Ich habe vor allem Angst, dass meine Studenten krank werden könnten. Sie kommen mit 18 hierher, sie sind jung." Er könne verstehen, wenn sich Studienanfänger lieber andere Unis aussuchen. Vielleicht sei es besser für sie, aus gesundheitlichen Gründen.

"Überempfindlich" nennt Vizepräsident Shuji Shimizu, 63, die Gruppe von Dozenten, die die Meinung von Politikprofessor Daikoku teilen. Shimizu ist Wirtschaftsprofessor und ein sanfter Mann, der seit Jahren zum Thema Atomkraft forscht und erst kürzlich wieder in Tschernobyl war. "Ich denke, wir sollten die Atomkraft abschaffen. Das dachte ich aber auch schon vor der Katastrophe."

Den Bruch, der sich seit dem Atomdesaster durch sein Kollegium zieht, kann er nicht gut ertragen. "Ich sage den Studenten, dass es hier sicher ist. Andere Lehrer sagen, es sei riskant. Und die Studenten wissen nicht, wem sie glauben sollen." Das bereite ihm "größtes Unbehagen".

Es wird sich wohl erst in vielen Jahren zeigen, wer Recht hatte. Experten sind sich einig, dass die Strahlenwerte auf dem Campus kurzfristig nicht gefährlich sind. Bei einem Flug nach Japan ist man einer Strahlung aus dem All von bis zu hundert Mikrosievert ausgesetzt. Bei einer Röntgenaufnahme des Brustkorbs bekommt man 10 bis 30 Mikrosievert ab. Doch was bewirkt diese sogenannte Niedrigstrahlung über mehrere Jahre auf einem leicht radioaktiv belasteten Uni-Campus? Weil sich niemand ein definitives Urteil zutraut, muss jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.

"Wir haben von Anfang an darauf gedrängt, dass schnell dekontaminiert wird", sagt Strahlenskeptiker Daikoku. Doch die Uni habe bisher nur einmal den Dreck und die Blätter an den Regenrinnen entfernen lassen. Zum Jahresende wurde die oberste Erdschicht auf den Sportplätzen abgetragen, obwohl das neue Jahr bereits im Mai angefangen hatte. In einem nächsten Schritt sollen alle zentralen Plätze gesäubert werden. Daikoku ist empört: "Das ist ein Jahr danach!"

Dekontaminierung ist teuer und aufwendig

Für die Uni-Leitung ist es vor allem ein finanzielles Problem. "Wir haben bisher kein Geld von der Regierung für die Dekontaminierung bekommen", sagt Vizepräsident Shimizu. Mehr als 1,5 Millionen Euro habe man bisher für die aufwendigen Putzprozeduren bezahlt. Hinzu kommen die Gebühren für die Aufnahmeprüfung, die die Uni den Bewerbern für das laufende Jahr erlassen hat, um sie nach Fukushima zu locken - entgangene Einnahmen von fast 600.000 Euro. Das kam teuer, aber der Plan scheint aufgegangen zu sein: Rund 3500 junge Leute haben sich zum Aufnahmetest angemeldet, etwas mehr als letztes Jahr. Diejenigen, die es auf die Uni schafften, zahlen nun 5000 Euro Studiengebühren im Jahr.

Weil die kleine Hochschule trotzdem Miese macht, kann sie es sich nicht leisten, Studenten zu verlieren. Folglich ärgerte die Uni-Leitung der Vorschlag von Politikprofessor Daikoku und seinen Kollegen, den Studenten einen Uni-Wechsel zu erleichtern. Im April 2011, einen Monat nach der Katastrophe, hätten sie die Hochschulleitung darum gebeten, sagt er. "Doch sie hat nein gesagt."

Vizechef Shimizu verweist auf eine einzelne Studentin, die es im vergangenen Jahr einfädelte, in Hokkaido hoch im Norden weiterzustudieren. Den Ausfall an Gebühren hat die Uni, wie so viele andere Kosten, dem Energiekonzern Tepco in Rechnung gestellt, bisher ohne Erfolg.

Dem Vizepräsidenten wären in der schweren Zeit für seine Uni wohl ein paar weniger "überempfindliche" Mitarbeiter recht, Menschen wie William McMichael zum Beispiel. Der 29-Jährige arbeitet seit eineinhalb Jahren als Studentenbeauftragter für die Uni. Er hat eine japanische Mutter, wuchs im kanadischen Vancouver auf und sorgt sich offenbar kein bisschen um die Strahlenbelastung. Als nach dem Beben viele Ausländer das Land verließen, blieb er und übersetzte für die Präfekturregierung Dokumente über Radioaktivität. "Ich hatte Informationen aus erster Hand, und ich vertraue der Regierung, warum sollte sie etwas verstecken?"

Die Strahlenwerte seien trotz allem nicht hoch und auf die Lebensmittelsicherheit könne man sich in Japan verlassen. Außerdem seien andere Dinge gefährlicher, Zigaretten zum Beispiel, Fastfood oder die Röntgenbilder, die an japanischen Unis für Studenten und Mitarbeiter jedes Jahr als kostenlose Vorsorgeuntersuchung angeboten werden. "Die Japaner machen dauernd Röntgenaufnahmen", sagt er. "Sie sind das medizinisch verstrahlteste Volk auf der Welt."

Die Menschen müssen Radioaktivität verstehen und sich nicht blind davor fürchten, sagt McMichael. Er und seine Frau haben entschieden, dass es in Ordnung ist, wenn sie mit dem kleinen Sohn und dem drei Monate alten Baby aus Südjapan zurückkehrt. Natürlich dürfe sein Sohn sich nicht im Dreck wälzen, aber vor allem freut sich McMichael, dass seine Familie seit Januar wieder vereint ist.

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1.
hierundjetzt59 01.03.2012
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDie Strahlenwerte auf dem Campus der Universität Fukushima sind seit dem Atomunfall erhöht. Die Hochschulleitung sieht darin kein Sicherheitsrisiko, doch eine Gruppe von Dozenten warnt. Die Studenten fühlen sich unbehaglich - wem sollen sie vertrauen? http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,817237,00.html
Also den sogenannten Experten ist mit Sicherheit nicht zu vertrauen. Man kann den Studenten nur empfehlen die Hochschule zu verlassen denn besser wird es die nächsten 100.000 Jahre bestimmt nicht.
2. I want to believe...
Lobbykratie 01.03.2012
Verzeihung, aber dass zeigt doch schon das ganze Ausmaß der Katastrophe und die Stimmung der Japaner. Was bleibt denn auch sonst noch? Ich will glauben, dass es hier sicher ist... So was hat Agent Mulder auch immer gesagt: "I want to believe...!" Leider glaube ich nicht an Außerirdische und schon gar nicht das Fukushima sicher ist.
3. Unbedingt wechseln!
blackstar2000 01.03.2012
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDie Strahlenwerte auf dem Campus der Universität Fukushima sind seit dem Atomunfall erhöht. Die Hochschulleitung sieht darin kein Sicherheitsrisiko, doch eine Gruppe von Dozenten warnt. Die Studenten fühlen sich unbehaglich - wem sollen sie vertrauen? http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,817237,00.html
Man sollte wechseln - aber nicht wegen der vernachlässigbaren Strahlung. Wenn man solche Dozenten an der Uni hat, dann sollte man wechseln. Denn wer alle wissenschaftlichen Erkenntnisse außer Acht lässt und einfältig Ideologien nachplappert, ist niemand, von dem man etwas lernen kann.
4. Sicherlich
chico 76 01.03.2012
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDie Strahlenwerte auf dem Campus der Universität Fukushima sind seit dem Atomunfall erhöht. Die Hochschulleitung sieht darin kein Sicherheitsrisiko, doch eine Gruppe von Dozenten warnt. Die Studenten fühlen sich unbehaglich - wem sollen sie vertrauen? http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,817237,00.html
kein Zufall, dass die Bedenkenträger aus dem sozialpolitischem Umfeld kommen. Dabei wären die Aussagen von Naturwissenschaftlern interessanter und glaubwürdiger.
5. Quatsch...
ingenieur 01.03.2012
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEDie Strahlenwerte auf dem Campus der Universität Fukushima sind seit dem Atomunfall erhöht. Die Hochschulleitung sieht darin kein Sicherheitsrisiko, doch eine Gruppe von Dozenten warnt. Die Studenten fühlen sich unbehaglich - wem sollen sie vertrauen? http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,817237,00.html
.. mit Soße. Es wird sich auch in vielen Jahren überhaupt nichts zeigen. Die Strahlendosen sind vielvielviel zu gering, um statistische Auffälligkeiten zu erzeugen, und das sollte ein Redakteur des Spiegel wissen. Der Student, der Zigaretten etc. für gefährlicher hält, hat vollkommen Recht.
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Studium in Fukushima: "Wir leben fast so wie vor dem Beben"

Von Sievert bis Becquerel: Kleines Lexikon der Strahlenmessung
Alpha-, Beta- und Gammastrahlen
Manche Atomkerne von chemischen Elementen sind instabil und zerfallen deshalb. Sie werden als radioaktiv bezeichnet. Die Zerfallsprozesse können unterschiedlicher Natur sein. Die Strahlung, die zerfallende Elemente aussenden, wird in drei Arten unterschieden: Während Alpha- und Betastrahlung aus Partikeln bestehen, handelt es sich bei Gammastrahlung um elektromagnetische Wellen, ähnlich der Röntgenstrahlung. Allerdings ist ihre Wellenlänge viel kleiner und die Strahlen sind somit extrem energiereich. Alphastrahlung besteht aus positiv geladenen Helium-Kernen, die aus zwei Protonen und zwei Neutronen aufgebaut sind. Betastrahlen bestehen aus Elektronen. Sie entstehen, wenn sich ein Neutron in ein Proton und ein Elektron umwandelt, das vom Atomkern abgestrahlt wird.
Becquerel: Einheit der Aktivität
Eine Substanz ist dann radioaktiv, wenn sie zerfällt und dabei Strahlung aussendet. Um anzugeben, wie stark eine radioaktive Substanz strahlt, benutzt man den Begriff der Aktivität (A). Sie wird in Becquerel (Bq) gemessen und gibt die Strahlung an, die eine Substanz innerhalb einer bestimmten Zeit durch Zerfall erzeugt. Per Definition entspricht ein Becquerel einem Zerfall pro Sekunde. Je schneller eine Probe zerfällt, desto intensiver strahlt sie also.
Gray: Einheit der Energiedosis
Weiß man, wie stark eine radioaktive Substanz strahlt, sagt das noch nichts darüber aus, wie sich die Strahlung auf den Körper auswirkt. Dafür ist es wichtig zu bestimmen, wie viel Energie von einer bestimmten Masseneinheit des Körpers absorbiert wird. Angegeben wird die absorbierte Energiedosis (D) in der Einheit Gray (Gy), wobei ein Gray der Energiemenge von einem Joule pro Kilogramm entspricht.
Sievert: Einheit der Äquivalentdosis
Um die biologische Wirksamkeit der radioaktiven Strahlung auf den Körper anzugeben, benutzt man anstelle der Energiedosis den Begriff der Äquivalentdosis (H). Sie berücksichtigt die Tatsache, dass verschiedene Arten von Strahlen ganz unterschiedliche Wirkungen auf den Körper haben. So ionisiert Alphastrahlung bei weitem mehr Moleküle als etwa Betastrahlen - und richtet deshalb eine größere Zerstörung im Körper an. Daher wird jede Strahlungsart mit Hilfe einer physikalischen Größe gewichtet, dem sogenannten Strahlenwichtungsfaktor. Gemessen wird die Äquivalentdosis in Sievert (Sv). Sie ergibt sich aus der Multiplikation der Energiedosis mit dem Strahlenwichtungsfaktor. 1 Sievert (Sv) sind 1000 Millisievert (mSv). 1 Millisievert sind 1000 Mikrosievert (µSv).
Sievert pro Zeit: Einheit der Strahlenbelastung
Um die Auswirkungen von radioaktiver Strahlung auf den Körper genauer einschätzen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie lange eine bestimmte Dosis auf den Körper einwirkt. Daher wird die Strahlenbelastung meist in Sievert pro Zeiteinheit gemessen. Also etwa Millisievert pro Jahr oder Mikrosievert pro Stunde. Die durchschnittliche natürliche Strahlenbelastung liegt in Deutschland bei 2,1 Millisievert pro Jahr, also 0,24 Mikrosievert pro Stunde. Im Schnitt kommen zwei Millisievert pro Jahr durch künstliche Quellen von Radioaktivität hinzu. Den Löwenanteil dazu steuert die Medizin bei.
Von Becquerel zu Sievert: Der Dosiskonversionsfaktor
Die Strahlenbelastung von Böden oder in Lebensmitteln etwa wird in Becquerel pro Quadratmeter oder Becquerel pro Kilogramm angegeben. Doch was bedeutet dieser Wert für die Auswirkungen auf den Körper? Um eine Beziehung zwischen Aktivität und Äquivalentdosis herstellen zu können, gibt es den sogenannten Dosiskonversionsfaktor. Er hängt unter anderem von der Art der Strahlung und der radioaktiven Substanz ab, sowie von der Art, wie die Strahlung in den Körper gelangt (Inhalieren, Aufnahme durch die Nahrung). So entspricht die Aufnahme von 80.000 Becquerel Cäsium 137 mit der Nahrung einer Strahlenbelastung von etwa einem Millisievert. Der Verzehr von 200 Gramm Pilzen mit 4000 Becquerel Cäsium 137 pro Kilogramm hat beispielsweise eine Belastung von 0,01 Millisievert zur Folge. Das lässt sich mit der Belastung durch Höhenstrahlung bei einem Flug von Frankfurt nach Gran Canaria vergleichen.
EU-Grenzwerte für Nahrungsmittel
Nach der Tschernobyl-Katastrophe hatte die EU Grenzwerte für den Import von Lebensmitteln aus jenen Ländern geregelt, die durch das Atom-Unglück kontaminiert wurden. Zusätzlich hat die EU am 26. März 2011 weitere Grenzwerte für Importe aus Japan festgelegt - die Grenzen wurden jedoch als zu lasch kritisiert. Am 8. April reagierte die EU - und passte die Grenzen an japanische Normen an. Für Cäsium 134 und Cäsium 137 gilt künftig bei Lebensmitteln ein Grenzwert von 500 Becquerel pro Kilogramm. Bei Säuglings- und Kindernahrung senkte Brüssel den Grenzwert für Cäsium von 400 auf 200, für Jod von 150 auf 100 Becquerel.
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Max in Japan: Stehend liegen lernen


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