Studenten im Wald: Über den Wipfeln

Den Wald sehen, lauter Bäume erkunden: Studenten der TU Kaiserslautern arbeiten künftig in luftiger Höhe. Von einem Holzturm aus erforschen sie die Lebenswelt in den Baumkronen - und wollen dort neue Arten entdecken.

Kronenraumforschungsturm im Pfälzer Wald: "40 Prozent aller Arten leben in Baumwipfeln" Zur Großansicht
Sven Paustian

Kronenraumforschungsturm im Pfälzer Wald: "40 Prozent aller Arten leben in Baumwipfeln"

Nein, dieser Turm ist kein Bestandteil eines neuen Kletterwalds. Niemals werden hier Kinder kreischend an Stahlseilen hängen oder Betriebsausflügler Teambuilding an Strickleitern betreiben. Bei der 36 Meter hohen Holzkonstruktion im Pfälzer Wald, deren oberste Ebene man über 150 Metallsprossen erreicht, handelt es sich um eine Aussichts- und Arbeitsplattform für eine in Deutschland bisher vernachlässigte wissenschaftliche Disziplin: die Baumkronenforschung.

Der Turm wird künftig in erster Linie von Studenten der Technischen Universität Kaiserslautern bestiegen werden. Sie wollen unter anderem prüfen, welche Insekten da oben krabbeln und fliegen. Klar ist, dass es auf dem grünen Dach nur so wimmelt von Lebewesen.

"40 Prozent aller Arten leben in Baumwipfeln", sagt der Kaiserslauterer Biologe Michael Lakatos. Der Wissenschaftler geht davon aus, dass die jungen Forscher sogar einige neue Arten entdecken werden.

© UniSPIEGEL 5/2012
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Titelbild
Heft 5/2012 Die Geschichte von Alexander, Lehramtsstudent aus Marburg

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