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Von der Leyens Doktorarbeit: 43 Prozent nicht ganz sauber

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VroniPlag Wiki

Verdächtige Arbeit: Plagiatsstellen als Barcode

Wie fehlerhaft hat Ursula von der Leyen in ihrer Dissertation gearbeitet? Eine Analyse der Fundstellen zeigt: Fast die Hälfte der Seiten der medizinischen Arbeit ist betroffen.

Nun ist Ursula von der Leyen (CDU) die 152. Diese Nummer hat die Verteidigungsministerin auf der Internetplattform VroniPlag Wiki erhalten: Ihre medizinische Dissertation ist der 152. Fall, der nun von den Plagiatsjägern untersucht worden ist. Stoiber-Tochter Veronica Saß, nach der die Plagiatsseite benannt worden war, kommt an erster Stelle, dicht gefolgt von Silvana Koch-Mehrin (Nr. 3) und Georgios Chatzimarkakis (Nr. 4).

Im Jahr 1990 hatte von der Leyen ihre Dissertation mit dem Titel "C-reaktives Protein als diagnostischer Parameter zur Erfassung eines Amnioninfektionssyndroms bei vorzeitigem Blasensprung und therapeutischem Entspannungsbad in der Geburtsvorbereitung" an der Medizinischen Hochschule Hannover eingereicht. Im Jahr darauf wurde von der Leyen promoviert.

"Bisher wurden auf 27 von 62 Seiten Plagiatsfundstellen dokumentiert. Dies entspricht einem Anteil von 43,5 Prozent aller Seiten", heißt es auf VroniPlag Wiki. Textpassagen seien aus anderen Büchern übernommen worden, ohne dies zu kennzeichnen, und es sei gegen wissenschaftliche Zitierregeln verstoßen worden.

Mit farblichen Markierungen unterlegen die Aktivisten die gefundenen kopierten Passagen, so kann der Leser einfach nachvollziehen, inwieweit welche Stellen übernommen worden sind. Übereinstimmungen gibt es viele: Bereits auf der ersten Seite der Arbeit finden sich fast wortgleiche Sätze aus einem Artikel, auf den die Autorin nicht verwiesen hat.

Ursula von der Leyen schreibt: "[...] Allerdings sind durch die klinische Anwendung hochdifferenzierter Techniken viele überlieferte Methoden zur Behandlung von Krankheiten in Vergessenheit geraten [...]."

In einem Aufsatz aus der "Zeitschrift für Geburtshilfe und Perinatologie" aus dem Jahr 1987 steht: "Viele überlieferte Methoden zur Behandlung von Krankheiten sind in Vergessenheit geraten, seit die Technik und die moderne Pharmakologie unsere Medizin mehr und mehr beeinflussen."

Zwar nennt von der Leyen ihre Quelle im Literaturverzeichnis. Doch erschließt sich dem Leser nicht, wie weit die Übernahme aus dem Fremdtext geht. Das werten die Plagiatsjäger als sogenanntes Bauernopfer: Man weist einen kleinen Teil des fremden Gedankens mit einer Fußnote aus, schreibt aber dahinter weiter ab. Dabei gilt in der akademischen Welt: Jeder Gedanke, jeder Satz, der nicht von einem selbst stammt, braucht eine Quellenangabe.

Fragwürdige Erkenntnisse

Das wissenschaftliche Fehlverhalten scheint aber noch weiter zu reichen. "Bei 15 dokumentierten und gesichteten Fragmenten ist der Text der untersuchten Arbeit im Wesentlichen identisch mit dem Quellentext, ohne, dass ein Quellenverweis erfolgt." Von der Leyen hat Textstellen unverändert und ohne Quellenangabe übernommen - das sind Komplettplagiate.

Als besondere Fundstellen der Dissertation weist VroniPlag Wiki auf die Seiten 4, 5 und 6 hin. Diese werden teilweise wörtlich aus der Quelle Krumbach (1989) übernommen. Weiter heißt es auf der Internetplattform: "Die Seiten 21 und 22 werden zum größten Teil aus der Quelle Fehr (1988) übernommen."

Neben Komplettplagiaten listet VroniPlag Wiki auch Fälle von Verschleierungen (Sätze werden ohne Angabe der Quelle übernommen, aber leicht umgestellt) und Übersetzungsplagiate (Sätze werden ins Deutsche übersetzt und übernommen, ohne die Quelle zu nennen).

Dissertation, S. 4

Der französische Marinearzt Dr. JULES NICOLAS CREVAUX (1847-1882), der einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Guayanas und des Amazonas-Gebietes leistete, referierte 1881 in der deutschen illustrierten Zeitschrift für Länder- und Völkerkunde "Globus" (Braunschweig) über seine zweite Südamerikareise in den Jahren 1878/79. Bei den Roucoujennen-Indianern beobachtete CREVAUX den Dampfbadgebrauch einer Roucoujenne-Wöchnerin am Yari-Fluß in Französisch-Guayana (Abb.1). Er schrieb dazu: "Sie legt sich in eine Hängematte, unter welche ein rotglühender Stein gelegt und begossen wird."

Keine Quellenangabe

Typus: Bauernopfer. Auf die Originalquelle wird erst zwei Seiten später verwiesen, aber nicht im Anschluss an diese Sätze. Eine Abbildung wird ohne Angabe der Fundstelle von S. 125 bei Krumbach übernommen.

Seite: 4

Originalquelle

Der französische Marinearzt Dr. Jules Nicolas Crévaux [sic] (1847-1882), der einen wichtigen Beitrag zur Erforschung Guayanas und des Amazonas-Gebietes geleistet hat, berichtete 1881 in der deutschen illustrierten Zeitschrift für Länder und Völkerkunde "Globus" (Braunschweig) über seine zweite Reise in den Jahren 1878/79. Bei den Roucoujennen-Indianern [...] beobachtete Crévaux [sic] den Dampfbadgebrauch einer Roucouyenne-Wöchnerin am Yari-Fluß in Französisch-Guayana. Er schrieb dazu: "[Die Frau andererseits nimmt sofort nach der Entbindung ein Dampfbad in folgender Weise:] Sie legt sich in eine Hängematte, unter welcher [sic] ein großer rotglühender Stein gelegt und mit Wasser begossen wird."

Quelle: Krumbach 1989

Fundstelle Seite: 125

Dissertation, S. 6

Die Schnecke galt bei den Indianern als Sinnbild für Leben, Wachstum und Verfall; gleichzeitig symbolisierte sie Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Geburt und das primäre weibliche Geschlechtsorgan.
In das abgebildete Schwitzbad kriecht eine weibliche, bekleidete Person hinein und zwar durch eine vergrößerte, omegaartige Öffnung. Diese und fünf ähnliche Zeichen am Schwitzbad wurden von dem deutschen Amerikanisten FRANZ TERMER (1894-1968) als Zeichen des Uterus interpretiert.

Keine Quellenangabe

Typus: Bauernopfer. Die Verfasserin nennt ihre Quelle später, macht jedoch Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme nicht kenntlich.

Seite: 6

Originalquelle

Die Schnecke galt bei den Indianern als Sinnbild für Leben, Wachstum und Verfall; gleichzeitig symbolisierte sie Fruchtbarkeit, Schwangerschaft, Geburt, den Mutterschoß und das primäre weibliche Geschlechtsorgan. [...]
In das abgebildete Schwitzbad kriecht eine weibliche, bekleidete Person hinein und zwar durch eine vergrößerte, omegaartige Öffnung. Diese und fünf ähnliche Zeichen am Schwitzbad wurden von dem deutschen Amerikanisten Franz Termer (1894-1968) als Zeichen des Uterus interpretiert [...]

Quelle: Krumbach 1989

Fundstelle Seite: 130

Dissertation, S. 13

1930 wurde von TILLETT und FRANCIS im Serum von Kranken mit Pneumokokken-Infektionen eine Präzipitationsreaktion mit dem C-Polysaccharid von Pneumokokken entdeckt. Diese Reaktion war nur in der akuten Phase der Infektion nachweisbar, aber nicht mehr nach deren Abklingen (TILLETT und FRANCIS 1930). Der Zeitpunkt von Auftreten und Verschwinden der Präzipitationsreaktion unterschied diese von vornherein von Antigen-Antikörperreaktionen (TILLETT et al. 1930). Nachdem ABERNETHY und AVERY 1941 die Proteinnatur der mit dem C-Polysaccharid reagierenden Substanz entdeckten, wurde diese allgemein C-reaktives Protein genannt.

Quellenangabe: Schwarz 1963

Typus: Typus Falsche Paraphrasierung: Die Thesen anderer werden sinngemäß zusammengefasst, dabei darf aber der Wortlaut nicht identisch sein. Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme sind nicht kenntlich gemacht. Die Autorin nennt außerdem im dritten Satz einen falschen Beleg.

Seite: 13

Originalquelle

Von TILLETT und FRANCIS (1930) wurde im Serum von Kranken mit Pneumokokken-Infektionen eine Präzipitationsreaktion mit dem somatischen C-Polysaccharid von Pneumokokken entdeckt. Diese Reaktion war nur während der akuten Phase der Pneumokokken-Infektion nachweisbar, aber nicht mehr nach deren Abklingen. Zeitpunkt von Auftreten und Verschwinden der Präzipitationsreaktion unterschieden diese von vornherein von Antigen-Antikörper-Reaktionen. Nachdem ABERNETHY und AVERY (1941) die Proteinnatur der mit dem C-Polysaccharid reagierenden Substanz entdeckten, wurde diese allgemein C-reaktives Protein (CRP) genannt.

Quelle: Schwarz 1963

Fundstelle Seite: 1

Dissertation, S. 15

Die Funktion der Akutphase-Reaktion besteht darin, infektiöse Partikel abzutöten oder abzukapseln, zerstörtes Gewebe abzubauen und beschädigte Organe instandzusetzen. [...] Die Wirkung der Zytokine Interleukin-1 und Tumor Necrosis Factor wird durch die beiden "second-messenger"-Systeme Adenylatcyclase (ZHANG et al. 1988) und Proteinkinase-C (WALTHER et al. 1988) vermittelt und führt zu einer gesteigerten Interleukin-6-Transkription. Interleukin-6 ist der wichtigste Mediator der Regulation der Akutphase-Proteinsynthese in der Leber.

Keine Quellenangabe

Typus: Verschleierung / Bauernopfer. Eine Abbildung aus der Quelle wird korrekt referenziert, für diese drei Sätze gibt es jedoch keinen Beleg. Der zweite Satz wird hierbei mit Literaturbelegen aus dem Literaturverzeichnis der Quelle übernommen.

Seite: 15

Originalquelle

Die Funktion der Akutphase-Reaktion besteht darin, infektiöse Partikeln abzutöten oder abzukapseln, zerstörtes Gewebe abzubauen und beschädigte Organe instandzusetzen (44–46). [...] Die Wirkung der Zytokine IL-1 und TNFα wird durch die beiden "second-messenger"-Systeme Adenylatcyclase (91) und Proteinkinase C (86) vermittelt und führt zu einer gesteigerten IL-6-Transkription.

Quelle: Andus et al 1989

Fundstelle Seite(n): 1710, 1713

Dissertation, S. 22

So belegten beispielsweise HAJJ et al. (1979) die hohe Korrelation zwischen CRP-Veränderung und entzündlichen Erkrankungen des weiblichen Genitaltraktes; ANGERMAN et al. (1980) zeigten, daß quantitative CRP-Bestimmungen enger mit der klinischen Entwicklung einer Unterleibsentzündung korrelieren als Leukozytenzählung oder Blutsenkungsgeschwindigkeit; [...]

Keine Quellenangabe

Typus: Übersetzungsplagiat: Die Verfasserin übersetzt einen fremdsprachigen Text mit bibliographischen Angaben ins Deutsche, ohne die Quelle zu nennen.

Seite: 22

Originalquelle

CRP was chosen for this study as a possible marker of response to therapy because of [its short half-life, six to eight hours, which allows the rapid detection of changes in inflammation,3] an excellent correlation with the presence of inflammatory conditions of the female pelvis7 [and the detection of direct quantitative relationships with the severity of inflammation from pelvic inflammatory disease (PID).4] Angerman et al5 were able to correlate quantitative CRP determinations with the clinical course of PID more closely than they were the WBC count or ESR.

Quelle: Mercer at al 1988

Fundstelle Seite(n): 166, 167

Quelle: Vroniplag Wiki

Außerdem scheint von der Leyen ihre Fundorte zu verwechseln. Auf Seite 22 zitiert Ursula von der Leyen die Wissenschaftler Kushner et al. - die Inhalte stammen aber aus einem Aufsatz von Jörg Fehr in der Zeitschrift "Therapeutische Umschau. Monatsschrift für praktische Medizin" aus dem Jahr 1988 (Seite 19). Laut der Aktivisten ist bei Kushner et al. "an keiner Stelle von der biologischen Halbwertszeit von C-reaktivem Protein die Rede".

VroniPlag Wiki stuft auch einige Erkenntnisse der Arbeit als fragwürdig ein, demnach soll die Autorin übernommene und nicht gekennzeichnete Fragmente um eigene Belege ergänzt haben, die teilweise nicht zu den gemachten Aussagen passen. "Hier (lässt sich) der Verdacht wissenschaftlichen Fehlverhaltens nicht völlig von der Hand weisen", schreiben die Plagiatsjäger.

Ursula von der Leyen wies indes alle Vorwürfe zurück. Es sei "nicht neu, dass Aktivisten im Internet versuchen, Zweifel an Dissertationen von Politikern zu streuen", sagte sie am Wochenende der Funke-Mediengruppe. Dass ihre Doktorarbeit ins Visier genommen worden sei, wisse sie dank eines Hinweises seit Ende August. Sie habe noch am selben Tag die Medizinische Hochschule Hannover gebeten, ihre Dissertation durch eine fachkundige und neutrale Ombudsstelle überprüfen zu lassen. "Diese unabhängige Überprüfung wurde mir auch zugesagt", erklärte sie. "So weit ich weiß, sind die Experten bei der Arbeit."

Ob von der Leyen ihren Doktortitel verliert, wird sich zeigen. Am Montag kündigte die Medizinische Hochschule Hannover an, die Arbeit zunächst weitreichend zu überprüfen. Es soll eine "förmliche Untersuchung" oder "Hauptprüfung" durch eine fünfköpfige Kommission eingeleitet werden, wie die Nachrichtenagentur AFP meldet.

Die Prüfer werden sicher die Arbeit der Aktivisten berücksichtigen, aber auch eigene Schlüsse ziehen - so war es auch vor zwei Jahren bei Frank-Walter Steinmeier (SPD). Damals war die Doktorarbeit des Außenministers unter die Lupe genommen worden. Am Ende durfte Steinmeier seinen Doktortitel behalten: Es liege "weder eine Täuschungsabsicht noch ein wissenschaftliches Fehlverhalten vor", hatten die Prüfer der Uni Gießen damals entschieden.

Mit Material von AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 191 Beiträge
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1. Das war er, der Doktortitel
per.roentved 28.09.2015
Jetzt mal ganz ohne Häme, Butter bei die Fische: 70 Seiten (!), davon gut 40% abgeschrieben (ohne richtig zu zitieren), dann ein Thema wie "Relevanz von Dampfbädern in der Entbindungsmedizin". DAFÜR soll es einen Doktortitel in Medizin geben? Gehts noch? Sowas ging bei uns früher Ende der 80er als erweitertes Referat/Hausarbeit durch. Dafür hat Flintenuschi doch nicht mehr als 3 Wochen Aufwand gehabt, oder? Lustlos zusammengeschustert, vermutlich in der Erwartung, den Titel so oder so zu bekommen. Hauptsache irgendwas abgeben. Muß auch nicht so umfangreich sein. Wer war eigentlich ihr Doktorvater? Gibts da Verbindungen zu ihrem Papa, Partei oder so? Ein Fake sondergleichen!!
2. Tja, das Verteidigungsministerium,
tagesgast_01 28.09.2015
Da sprach Merkel erst das vollste Vertrauen, dann das volle Vertrauen und anschließend erklärte sie der verblüfften Menge, dass sie zu Gutenberg ja nicht als Wissenschaftsminister eingestellt hat. Und bzgl. des Themas, das von Frau Hendricks ist auch nicht so hipp, Die Entwicklung der Margarine Industrie am unteren Niederrhein. Naja, hoch wissenschaftlich klingt das auch nicht gerade, aber zum Dr. Titel hats anscheinend gereicht. Man, man man, dann braucht man noch richtige Konfession ...
3. Dementi
humble_opinion 28.09.2015
Und - schwupp - möchte sie sich vom möglichen Täter zum Opfer stilisieren. Ich kann's langsam nicht mehr ertragen. Alice Schwarzer, Koch-Mehrin, Hoeness, von und zu Guttenberg und wie sie alle heißen, haben niemals absichtlich etwas getan und gerieren sich als Opfer von was auch immer. Übrigens: ein richtiges Dementi klingt anders! Hätte die Gute ein reines Gewissen, würde sie mit Sicherheit ganz anders reagieren.
4. Nur einleitende Worte kopiert
sevensust 28.09.2015
Wie aus der Grafik ersichtlich wurden von Frau von der Leyen hauptsächlich die einleitenden Worte kopiert. Der wissenschaftlich relevante Teil befindet sich in der Regel in der Mitte. Auch der Schluss, in dem das Resultat der wissenschaftlichen Arbeit steht, wurde offenkundig nicht plagiiert. Es sieht so aus, als hätte sich die Verteidigungsministerin das Leben nur bei der mühseligen Einleitung einfacher gemacht, aber den wissenschaftlichen Teil durchaus selber erarbeitet.
5. 57 Prozent sind in Ordnung?
ollydk 28.09.2015
Na, dann ist doch alles gut. Sonst kam doch noch nichts von Frau Ministerin, was wenigstens die 10%-Hürde übertroffen hätte.
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Plagiattypen
Komlettplagiat
Ein Text wird unverändert und ohne Quellenangabe übernommen.
Eigenplagiat
Der Autor stiehlt bei sich selbst. Er übernimmt Passagen aus einer eigenen vorherigen Arbeit, ohne kenntlich zu machen, dass er diese Absätze schon einmal veröffentlicht hat. Wie macht man es richtig? Auch hier immer die Quelle und in diesem Fall den eigenen Namen nennen.
Strukturplagiat
Man formuliert zwar selbst, folgt dabei aber den Gedanken und Argumentationsketten anderer.
Übersetzungsplagiat
Sätze werden aus einem fremdsprachigen Text ins Deutsche übersetzt, ohne die Quelle zu nennen.
Collagetechnik
Aus verschiedenen Quellen werden Fragmente kopiert und neu zusammengesetzt. Der Text ist neu, die Bestandteile sind aber geklaut.
Verschleierung
Die Sätze und Gedanken anderer werden übernommen und dabei leicht umgestellt - ohne Angabe der Quelle. Es gilt: Auch wenn der Gedanke formal anders klingt, ist er noch nicht der eigene.
Falsches Paraphrasieren
Die Thesen anderer werden sinngemäß zusammengefasst. Dabei darf aber der Wortlaut nicht identisch sein. Und hier gilt ebenfalls: Auch eine Paraphrase braucht eine genaue Quellenangabe.
Bauernopfer
Man weist einen kleinen Teil des fremden Gedankens mit einer Fußnote aus, schreibt aber dahinter munter weiter ab. Wie immer gilt: Jeder Gedanke, jeder Satz, der nicht von einem selbst stammt, braucht eine Quellenangabe.