Crashkurs bei Professor Multimedia: Wie überstehe ich die Vorlesung?

So viele Leute, so viel neuer Stoff - und ich bin so müde. Eine Vorlesung ist für Erstsemester der Härtetest: Wie halte ich mich wach? Wie schinde ich Eindruck? Stört es, wenn ich esse? Oliver Vornberger, seit 25 Jahren Professor, verrät es in seiner SPIEGEL-ONLINE-Sprechstunde.

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In der Schule forderte der Lehrer noch eine schriftliche Entschuldigung, an der Uni merkt der Professor nicht mal, wenn ein Student in der Vorlesung fehlt. Was er aber sehr wohl registriert: Wenn Studenten zu spät kommen, wenn sie früher gehen, wenn sie in der Vorlesung frühstücken, wenn sie mit dem Sitznachbarn tuscheln.

Professor Oliver Vornberger kennt das, er rät seinen Studenten deswegen: "Frühstücken Sie vorher oder hinterher." Studenten sollten auch nicht von Vorlesung zu Vorlesung hüpfen - auf der Suche nach dem letzten Kick. "Denn so toll ist der Stoff nicht", sagt er.

Vornberger ist 61 Jahre alt, lehrt seit rund 25 Jahren als Professor Informatik an der Uni Osnabrück - er hat für seine herausragende Lehre mehrere Preise bekommen - und arbeitet an der Uni als Studienberater. Er weiß, was Professoren freut und was Studenten ärgert.

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Virtuelle Vorlesungen: "Die Studenten sind fasziniert"

In einem zehnteiligen Uni-Crashkurs gibt er Tipps für ein erfolgreiches Studium. Er hat mit den Grundlagen angefangen: Was soll ich studieren? Wie teuer ist ein Studium? Wie wähle ich den Studienort? Wie organisiere ich meinen Stundenplan. Jetzt folgt: Wie verhalte ich mich in der Vorlesung?

Vornberger gehörte zu den ersten Professoren in Deutschland, die ihre Vorlesung aufzeichneten und ins Netz stellten. Als E-Learning-Pionier beantwortet er die Fragen natürlich vor der Kamera.

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insgesamt 4 Beiträge
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1. gut und schlecht...
dr.joe.66 12.11.2012
Es gibt zwei Arten von StudentInnen 1. Solche, die wie schon in der Schule blind in das ihnen vorgegebene Klassenzimmer laufen, den dort abhaltenen Unterricht über sich ergehen lassen, und dann irgendwas büffeln um die Prüfungen zu bestehen. 2. Die anderen versuchen herauszufinden, was sie lernen müssen (sowohl für die Prüfungen als auch für den angestrebten Beruf), was sie lernen wollen, und wo und wie sie das am besten lernen können. Online-Lernen ist dann eine der Möglichkeiten; andere sind gute (!) Live-Vorlesungen, Bücher, Praktika, Tutorien, etc. pp. Das diese 2. Gruppe nicht nur im Studium erfolgreicher ist, dürfte jedem klar sein. Im übrigen können diese StudentInnen sehr gut zwischen schlechten und guten Professoren unterscheiden. Schade nur, dass in Deutschland auch die schlechten Profs verbeamtet sind auf Lebenszeit - an den (Elite-) Unis in anderen Ländern werden schlechte Professoren schlicht entlassen...
2. Zitat
thrill 12.11.2012
"Schauen Sie Ihren Dozenten liebevoll an - das bringt Pluspunkte." Danke, Professor Vornberger und Danke, Spiegel online! Das ist genau, was ich mir als Dozent wünsche: Dass mich meine Studenten 90 Minuten lang wie eine debile Kuhherde liebevoll anglotzen. Bei allem Verständnis für den Humor zwischen den Zeilen: Bitte machen Sie die Erstsemester nicht noch naiver, als sie es ohnehin schon sind. Das wäre dann nämlich wirklich kaum noch auszuhalten.
3.
think_tank 12.11.2012
Zitat von dr.joe.66Es gibt zwei Arten von StudentInnen 1. Solche, die wie schon in der Schule blind in das ihnen vorgegebene Klassenzimmer laufen, den dort abhaltenen Unterricht über sich ergehen lassen, und dann irgendwas büffeln um die Prüfungen zu bestehen. 2. Die anderen versuchen herauszufinden, was sie lernen müssen (sowohl für die Prüfungen als auch für den angestrebten Beruf), was sie lernen wollen, und wo und wie sie das am besten lernen können. Online-Lernen ist dann eine der Möglichkeiten; andere sind gute (!) Live-Vorlesungen, Bücher, Praktika, Tutorien, etc. pp. Das diese 2. Gruppe nicht nur im Studium erfolgreicher ist, dürfte jedem klar sein.
Mir ist das nicht so klar. Mir sind Leute aus Gruppe 1 bekannt, die Ihr Studium extrem schnell und mit Top-Noten abgeschlossen haben. In Ihrem Beruf sind sie ebenfalls erfolgreich, da der Studiuminhalt i.d.R. eh nicht mehr viel damit zu tun hat. Das gilt natürlich nicht wenn man in der Forschung/Lehre bleiben möchte, dann sollte man schon frühzeitig mit Networking beginnen.
4. Frühstück und Kaugummi
mie963 12.11.2012
Zitat von sysopSo viele Leute, so viel neuer Stoff - und ich bin so müde. Eine Vorlesung ist für Erstsemester der Härtetest: Wie halte ich mich wach? Wie schinde ich Eindruck? Stört es, wenn ich esse? Oliver Vornberger, seit 25 Jahren Professor, verrät es in seiner SPIEGEL-ONLINE-Sprechstunde. Vornberger gibt Uni-Tipps: Wie verhalte ich mich in der Vorlesung - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/vornberger-gibt-uni-tipps-wie-verhalte-ich-mich-in-der-vorlesung-a-864919.html)
Also ich finde Essen und Kaugummi kauen sowie sonstige Störgeräusche während der Vorlesung absolut horrormäßig. Leider hat kaum ein Prof. den Mumm dagegen vorzugehen...
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