Als ob die Höhe nicht schon genug wäre, liegt La Paz auch noch in einem engen Tal. Die meisten Straßen führen deshalb steil die Hänge hoch. Es ist gerade am Anfang sehr anstrengend, zu Fuß unterwegs zu sein. Schließlich erstreckt sich Boliviens Regierungssitz in den Anden auf einer Höhe zwischen gut 3000 und 4000 Metern.
Von den Einheimischen bekommt man gleich das Wundermittel gegen die Auswirkungen der Höhe präsentiert: Kokablätter. Der Tee schmeckt etwas herb und ganz lecker, das Kauen der Blätter ist durchaus gewöhnungsbedürftig. Alternativ hilft es selbstverständlich auch, die Sache einfach mal langsam anzugehen.
Aber das will man gar nicht, denn in La Paz gibt es viel zu erleben und zu entdecken, es ist eine lebendige und liebenswürdige Stadt. Geschäftsleute im Anzug sind hier genauso unterwegs wie Frauen in traditioneller Tracht, dem Konsum-Schickimicki à la USA wird hier weniger stark gefrönt als in vielen anderen lateinamerikanischen Städten.
Nicht nur die indigenen Sprachen Aymara und Quechua sind allgegenwärtig, sondern auch die Weltsicht der Indigenas. So gibt es an Marktständen etwa getrocknete Lama-Föten zu kaufen, die braucht, wer ein Haus bauen will. Man betoniert sie ins Fundament ein, das soll Pachamama, die Mutter Erde, besänftigen.
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