Los Angeles als Studentenstadt zu bezeichnen, wäre grob irreführend. Selbst der Titel Stadt ist aus europäischer Sicht eigentlich ungeeignet für dieses urbane Monster, das sich vom Pazifik aus immer weiter in die umliegenden Hügelketten frisst. Beim Blick aus dem Flugzeug erscheint L.A. als gestaltloses Häuserbündel, das unter einer Smog-Glocke von dutzendspurigen Schnellstraßen zusammengehalten wird.
Fast 18 Millionen Menschen wohnen in der Greater Los Angeles Area. In diesem Siedlungsbrei verstreut befinden sich mehr als hundert Hochschulen, darunter einige der besten der Welt. So unterhält das exzellente staatliche Hochschulsystem der University of California allein drei Standorte, der bekannteste Ableger ist die UCLA. Bei den privaten Unis stechen das California Institute of Technology in Pasadena (Caltech) und die University of Southern California (USC) heraus.
Die größte finanzielle Hürde zu einem Studium in Los Angeles sind wie bei jedem Uni-Besuch in den USA die astronomischen Gebühren. Selbst an staatlichen Hochschulen wie der UCLA zahlen Studenten aus Kalifornien rund 10.000 Dollar pro Jahr, Ausländer müssen mehr als 30.000 Dollar jährlich blechen. An Privatunis ist schnell der doppelte Betrag fällig.
Daneben strapazieren die Ausgaben für Wohnung und Lebensmittel den Geldbeutel. Im aktuellen Ranking des Beratungsunternehmens Mercer zu den teuersten Metropolen der Welt ist Los Angeles im Vergleich zu 2008 um 32 Plätze auf Rang 23 hochgeschossen. Auch in Zeiten des günstigen Dollarkurses ist L.A. also eine Herausforderung für das studentische Budget.
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