US-Studenten als Wahlkampfhelfer: Die Präsidentenmacher

Von Laura Gitschier, Washington

2. Teil: Ashwani Jain, 22, der Leidenschaftliche - "Obama ist echt ein cooler Typ"

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Laura Gitschier

Er studiert Business Management und Politikwissenschaften an der University of Maryland und kämpft für Präsident Obama.

"Ich bin Maryland Student Director, wir gehören zum offiziellen Team Obama for America. Ich koordiniere unsere Wahlkampfaktivitäten an allen wichtigen Hochschulen im Bundesstaat Maryland. Manchmal machen wir auch witzige Sachen mit unserem Team: An Obamas Geburtstag haben wir uns getroffen, Obama-Reden angeschaut und Torte gegessen.

Da ich bald fertig mit der Uni bin, werde ich mich den ganzen freien Sommer im Wahlkampf engagieren. Was ich danach mache, weiß ich noch nicht: Derzeit denke ich nur bis November.

Man merkt schon einen deutlichen Unterschied zum Wahlkampf 2008. Damals strömten die Studenten nur so zu uns. Dieses Mal sind viele nicht mehr ganz so enthusiastisch, weil Obama seine Versprechen nicht so schnell eingelöst hat, wie sie es erhofft hatten. Aber ich sage immer: Wenn Obama nicht wiedergewählt wird, werden sich die Dinge zurückentwickeln. Das kann niemand wollen.

Ich glaube an Obamas Vision. Er ist auch bereit, mal unpopuläre Entscheidungen zu treffen, beispielsweise die Rettung der US-Autoindustrie. Viele waren der Meinung: 'Hey, lasst die alten Marken doch kaputtgehen. So ist eben die freie Marktwirtschaft.' Aber Obama hat gesagt: 'Nein, wir investieren jetzt und retten Arbeitsplätze.'

Ich habe den Präsidenten insgesamt über 30-mal live erlebt - und jedes Mal, wenn ich ihn sehe, werde ich emotional. Er ist echt ein cooler Typ."

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Euphorie
tailspin 20.06.2012
Ist doch schoen, wenn sich die jungen noch fuer sowas begeistern lassen. Die muessen noch viel lernen.
2. Schon seltsam...
fatherted98 20.06.2012
Zitat von sysop<div class="spClearfix"><span class="sysopImage"><img src="http://cdn4.spiegel.de/images/image-363353-thumb-bqmz.jpg" /><span class="spCredit">William Atkins/ The George Washi</span></span><span id="sysopText">Tausende Studenten kämpfen in den USA für Mitt Romney und Barack Obama. Sie lassen sich auf der Straße beschimpfen und schwärmen für die Politiker wie für Popstars. Sechs junge Wahlkämpfer erzählen, was sie antreibt und was gerade ihren Kandidaten so sexy macht. http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,838327,00.html</span></div>
...auf der einen Seite ein großes Engagement (ehrenamtlich) für einzelne Poltiker oder Parteien bei vielen US Amerikanern...auf der anderen Seite totale Ignoranz was die politischen Probleme des Landes, die Einschränkung der Bürgerrechte, Umweltproblematik usw. angeht...
3.
Atheist_Crusader 20.06.2012
Interessante Auswahl.. die 3 Obama-Unterstützer sagen genau, WARUM sie das tun. Von den 3 Romney-Unterstützer nennt nur einer seine Gründe, eine sagt nur sie warum Obama schlecht findet und eine Dritte erzählt nur was sie tut, aber nicht warum. Ich mag Romney ja auch nicht, aber ich hätte einen etwas objektiveren Artikel erwartet.
4.
stefan kaitschick 20.06.2012
Zitat von Atheist_CrusaderInteressante Auswahl.. die 3 Obama-Unterstützer sagen genau, WARUM sie das tun. Von den 3 Romney-Unterstützer nennt nur einer seine Gründe, eine sagt nur sie warum Obama schlecht findet und eine Dritte erzählt nur was sie tut, aber nicht warum. Ich mag Romney ja auch nicht, aber ich hätte einen etwas objektiveren Artikel erwartet.
Da haben weder der Artikel, noch die republikanischen Studenten schuld. Was sollen sie denn sagen? Steuern für Reiche runter, Krankenversicherung für Arme weg, Ausländer raus? Dagegen ist einfach den Mund halten doch recht klug.
5. Ob das Absicht war ?
Sig_Int 20.06.2012
Möchte ich jetzt erst mal nicht unterstellen, aber wie Post Nr.3 ansatzweise bemerkt, kommen die Romney-Unterstützer weniger gut an. Für mich wirken diese nämlich deutlich unsympathischer und auch durch "Argumente" kann mich keiner davon überzeugen, dass Romney eine gute Wahl wäre (angenommen, ich hätte mich nicht schon längst entschieden, und angenommen ich hätte einen eher schlechten Überblick über die US-Politik) Selbstverständlich verdient jeder dieser Studenten meinen Respekt, und das in diesem Fall "totale Ignoranz" herrscht, kann ich nicht nachvollziehen. Die angesprochenen Probleme in Post Nr.2 sind auf der einen Seite durch Halbwissen geprägte Vorurteile einer studentisch-bürgerlichen Schicht, und auf der anderen Seite wissen die Herrschaften in diesem Artikel, dass sich Veränderungen und Lösungen durch die Politiker finden lassen, die sie unterstützen...damit sind sie schon ein ganzes Stück weiter als der hippe Blogger, der sich Verschwörungen bastelt, an den realen Problemen der USA aber wenig ändern will/kann. Das zumindest ist meine Meinung... Sig_Int
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